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Assad brüskiert die Arabische Liga

Aktualisiert am 23.01.2012 15 Kommentare

Die Arabische Liga fordert von Bashar al-Assad den Rücktritt und einen grundlegenden Wandel in Syrien. Zudem beschloss die Organisation, den Einsatz der Beobachter zu verlängern. Die Regierung in Damaskus tobt.

Treffen der Arabischen Liga: Blutvergiessen in Syrien soll aufhören.
Video: Reuters

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Chronologie der Aufstände in Syrien

Chronologie der Aufstände in Syrien
Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

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Die Arabische Liga fordert einen grundlegenden Wandel in Syrien. Nach längeren Beratungen in Kairo einigten sich die Aussenminister der Liga am Sonntagabend in Kairo auf einen Friedensplan für Syrien, mit dem das monatelange Blutvergiessen beendet werden soll.

Dabei wurde der syrische Machthaber Bashar al-Assad unmissverständlich zum Rücktritt aufgefordert. Assad solle in einer friedlichen Machtübergabe seine Befugnisse an Vizepräsident Farouq al-Sharaa übertragen.

Dann sollte innerhalb von zwei Monaten eine neue Regierung der nationalen Einheit gebildet werden, an der auch die Opposition beteiligt werden müsse. Die Arabische Liga wollte für diesen Plan die Unterstützung des UNO-Sicherheitsrates gewinnen.

Scharf zurückgewiesen

Syrien wies diesen Plan der Arabischen Liga umgehend zurück. Dieser Plan sei Teil einer Konspiration gegen das syrische Volk, widerspreche dem Willen des syrischen Volkes und sei zudem eine Verletzung der Souveränität Syriens, wurde ein namentlich nicht genannter Sprecher der Regierung am frühen Montagmorgen vom syrischen Staatsfernsehen zitiert, wie der Sender al-Jazeera berichtete. Syrien betrachte die Vorschläge als «schamlose Einmischung in die nationalen Angelegenheiten».

Die arabische Organisation beschloss bei der Sitzung der Aussenminister zudem, den Einsatz ihrer Beobachter in Syrien um einen Monat zu verlängern. Das Königreich Saudiarabien kündigte jedoch nach Angaben des Nachrichtensenders al-Arabiya an, es werde seine Beobachter aus Syrien abziehen.

In Syrien kamen allein am Wochenende wieder rund 110 Menschen ums Leben. Seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 5500 Menschen getötet worden. (ami, kle/sda/AFP)

Erstellt: 23.01.2012, 00:02 Uhr

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15 Kommentare

Parvaneh Ferhadi

22.01.2012, 19:25 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Die Arabische Liga sollte mal in Qatif und Bahrain zum rechten schauen, wo Saudis ungestört Demonstranten niederknüppeln, inhaftieren, foltern oder erschiessen. Bisher gab es hier nur Schweigen. der AL. Zudem kommt das Geld für die Waffen der Aufständischen aus Saudi Arabien und Qatar - offenbar läuft es nicht geplant, macht man halt mal wieder Propaganda auf den üblichen zweifelhafteten Kanälen. Antworten


julius lieske

22.01.2012, 19:54 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Ausserordentlich überraschend, dass jetzt nach Katar auch SaudiArabien für den Abbruch der Mission ist! Wir würden natürlich gern den Grund erfahren und etwas über den Bericht der Beobachter hören, denn die eigentliche Nachricht sollte doch der Inhalt der Berichte sein und nicht die Behauptung, Syrien halte sich an "keine Klausel".
Auch Behauptungen von "oppositionellen" ersetzen keinen Inhalt.
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