Österreichs Bundeskanzler will Inländervorrang

Christian Kern will sich bei der EU dafür einsetzen, dass in Österreich eine Art Inländervorrang gelten soll. Diese Regelung soll vor allem Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit betreffen.

«Worauf warten? Zeit, die Dinge neu zu ordnen»: Bundeskanzler Christian Kern bei der Rede zur Zukunft Österreichs in Wels. (11. Januar 2016)

«Worauf warten? Zeit, die Dinge neu zu ordnen»: Bundeskanzler Christian Kern bei der Rede zur Zukunft Österreichs in Wels. (11. Januar 2016) Bild: Keystone

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Was in der Schweiz punkto Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative im Dezember beschlossen wurde, dürfte nun auch in Österreich zum Diskurs werden. Der Sozialdemokrat und Bundeskanzler Christian Kern will den Arbeitsmarkt für Österreichs Bürger stärken.

In einer fast zweistündigen Grundsatzrede vor 1500 geladenen Gästen erklärte der SPÖ-Vorsitzende ein knapp 150-seitiges Arbeitsprogramm. Der Kanzler möchte den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt für Bürger anderer EU-Staaten einschränken.

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Konkret fordert er, dass in Krisensituationen Zuwanderer erst an zweiter Stelle bei der Jobsuche berücksichtigt werden. Bei Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit solle der Grundsatz gelten, dass erst in den eigenen Reihen nach geeigneten Arbeitskräften gesucht wird, bevor Bürger anderer EU-Staaten in dafür in Betracht gezogen werden, wie der «Standard.at» schreibt.

Kern kündigte ausserdem an, dass er notfalls alle gesetzlichen Hebel einsetzen werde, damit in Österreich künftig ein Mindestlohn von 1500 Euro gezahlt werde. Die SPÖ werde sich für eine Erbschaftssteuer auf Vermögen von mehr als einer Millionen Euro einsetzen. Des Weiteren sprach der Bundeskanzler von der Schaffung von 200'000 neuen Jobs bis 2020, wie «ORF» berichtet. Die hohe Arbeitslosigkeit würde den Staat jährlich Milliarden kosten. (kat/SDA)

Erstellt: 12.01.2017, 08:43 Uhr

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