Ausland

Streik legt Belgien lahm

Aktualisiert am 22.12.2011 1 Kommentar

Erste Belastungsprobe für Belgiens neue Regierung: Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes streiken gegen Di Rupos Sparpolitik. Der öffentliche Verkehr ist weitgehend zum Erliegen gekommen.

1/3 Gegen die Sparpolitik der Regierung: Streikende in Brüssel. (22. Dezember 2011)
Bild: Keystone

   

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Wenige Wochen nach ihrer Amtsübernahme sieht sich die neue belgische Regierung unter Ministerpräsident Elio Di Rupo mit massiven Streiks im öffentlichen Dienst gegen ihre Sparpolitik konfrontiert. Der Ausstand legte sowohl den Zugverkehr im Land als auch die internationalen Verbindungen nach Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und in die Niederlande lahm. In der Hauptstadt Brüssel stand zudem das gesamte Nahverkehrsnetz still, was zu umfangreichen Staus auf den Strassen führte.

Auch Lehrer, Gefängnis-, Post- und Medienmitarbeiter beteiligten sich an dem 24-stündigen Streik. Ein Gewerkschaftsvertreter in der französischsprachigen Wallonie bezeichnete den Ausstand als «grossen Erfolg». Der Streik richtet sich vor allem gegen den Plan der belgischen Regierung, die Altersgrenze für eine Frühverrentung von 60 auf 62 Jahre anzuheben. Die Gewerkschaften sind nicht nur über die geplante Reform selbst erbost, sondern auch darüber, dass die Regierung des Sozialisten Di Rupo nicht mit ihnen zu verhandeln versuchte.

Di Rupos Koalitionsregierung, die nach fast eineinhalbjährigem politischen Stillstand in Belgien erst seit dem 6. Dezember im Amt ist, plant angesichts der angespannten Haushaltslage des Landes Milliardeneinsparungen, um die Staatsverschuldung zurückzufahren. Die Kreditwürdigkeit Belgiens wurde erst jüngst herabgestuft. Ausserdem warnte die Europäische Union das Land vor Sanktionen wegen seines hohen Schuldenstands.

(kpn/AFP)

Erstellt: 22.12.2011, 13:06 Uhr

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1 Kommentar

Roger Mettler

22.12.2011, 14:54 Uhr
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Wahrscheinlich streiken die Wallonen und die Flamen arbeiten fleissig weiter... Ok, es arbeiten auch bedeutend mehr Wallonen in staatlichen Institutionen als Flamen. Wundert mich, wie lange die Flamen die Wallonen noch durchfüttern wollen. Antworten




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