Sarkozy wirft Roma aus dem Land

Der französische Präsident will sämtliche Roma ohne gültige Papiere aus dem Land weisen – als Strafe für ihr Verhalten.

«Hart bestrafen»: Nicolas Sarkozy.

«Hart bestrafen»: Nicolas Sarkozy.

Stichworte

Nach Ausschreitungen zwischen der Polizei und einer Gruppe von Roma hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy die Schliessung aller illegalen Lager dieser Bevölkerungsgruppe angeordnet. Bei einem Regierungstreffen am Mittwoch sagte Sarkozy, alle Sinti und Roma, die ohne gültige Papiere in Frankreich lebten, würden ausgewiesen.

Nachdem die Polizei vor knapp zwei Wochen im Loire-Tal einen jungen Roma bei einer Verkehrskontrolle erschossen hatte, verwüsteten aufgebrachte Angehörige dieser ethnisch-kulturellen Minderheit das örtliche Polizeirevier. Diejenigen, die für die Verwüstungen verantwortlich seien, müssten «hart bestraft» werden, sagte Sarkozy.

Er plädierte für eine Änderung der Einwanderungsgesetze, um die Ausweisung «aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit» zu erleichtern. Er warf den «gens de voyage» Kinderhandel und -ausbeutung sowie Prostitution vor. Vertreter der Minderheit waren zu dem Treffen am Mittwoch, an dem neben dem Innen-, Justiz- und Einwanderungsminister auch hochrangige Polizeifunktionäre teilnahmen, nicht eingeladen. (oku/dapd)

Erstellt: 28.07.2010, 22:23 Uhr

Kein Mann der leisen Töne

Jetzt gratis für alle «Bund»-Abonnenten

Meistgelesen in der Rubrik Ausland


Sommer- und Herbstausflüge

Profitieren Sie von besonders günstigen Ausflugsangeboten.

Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Jobsuche

Kaum wird irgendwo ein Job frei, ist er auf jobwinner.ch.

Weiterbildung

Finden Sie die passende Schule für Ihre Weiterbildung in Beruf und Freizeit.





© Tamedia AG 2010 Alle Rechte vorbehalten