Ausland

Sarkozy und die Affäre Bettencourt

Aktualisiert am 03.04.2012

In Frankreich laufen Ermittlungen, bei denen es auch um hohe Geldsummen geht, die 2007 illegal in den Wahlkampf Sarkozys geflossen sein könnten. Der Präsident hat in einem Interview Stellung genommen.

«Millimeter für Millimeter kontrolliert»: Nicolas Sarkozy an einer Wahlkampfveranstaltung.(2. April 2012)

«Millimeter für Millimeter kontrolliert»: Nicolas Sarkozy an einer Wahlkampfveranstaltung.(2. April 2012)
Bild: Keystone

Undurchsichtige Beziehungen: L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt. (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Wenige Wochen vor der Präsidentenwahl in Frankreich hat Staatschef Nicolas Sarkozy den Vorwurf der illegalen Finanzierung seines Wahlkampfes im Jahr 2007 zurückgewiesen. Sarkozy sprach am Dienstag mit Blick auf die Vorwürfe von «Stinkbomben», die in jedem Wahlkampf geworfen würden. Er hob im Sender Canal+ hervor, dass die zuständige Kommission seine Wahlkampffinanzierung 2007 gebilligt habe. Einnahmen und Ausgaben seien «Millimeter für Millimeter» kontrolliert worden.

Im westfranzösischen Bordeaux laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Affären um L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt. Dabei geht es auch um Gelder, die illegal in den Wahlkampf Sarkozys geflossen sein könnten. Untersuchungsrichter Jean-Michel Gentil prüft unter anderem zwei Bar-Abhebungen von Bettencourts Konten in Höhe von je 400'000 Euro im Februar und April 2007. Beide Abhebungen erfolgten in zeitlicher Nähe zu mutmasslichen Treffen mit Sarkozy-Vertrauten oder sogar Sarkozy selbst. Mehrere Zeugen sagten aus, dass Sarkozy Geld für seinen Wahlkampf erhalten haben soll.

Treffen mit André Bettencourt

Sarkozy räumte am Dienstag ein, dass er den inzwischen verstorbenen Ehemann der Milliardärin, André Bettencourt, möglicherweise im Februar 2007 während des Wahlkampfes getroffen haben könnte. Dies hatte das Magazin «Express» berichtet. Der Präsident hob aber hervor, er sehe nicht, wo dabei das Problem sein solle. Er sei 20 Jahre lang Bürgermeister im Pariser Vorort Neuilly gewesen, wo auch die Bettencourts wohnten. Zudem sei er politisch ebenfalls im konservativen Lager engagiert gewesen. Es sei daher «natürlich» möglich, dass er André Bettencourt damals getroffen habe.

In Frankreich sind Parteispenden von Privatpersonen nur bis zu einer Höhe von 7500 Euro im Jahr erlaubt. Sarkozy ist während seiner Amtszeit durch seine Immunität geschützt. In Frankreich wird ein neuer Präsident in zwei Runden am 22. April und am 6. Mai gewählt.

(jak/AFP)

Erstellt: 03.04.2012, 11:39 Uhr

Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?

Nicht von dieser Welt!

Entdecken Sie die arabische Märchenwelt aus 1001 Nacht!

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie

Genusswelt

Besuchen Sie unsere Genusswelt und entdecken Sie die Welt des Genuss!

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.