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Sarkozy kandidiert für zweite Amtszeit

Aktualisiert am 15.02.2012 11 Kommentare

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist offiziell in den Wahlkampf gestartet: Der 57-Jährige gab heute Abend im französischen Fernsehen seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen bekannt.

Will sein Amt behalten: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy im französischen Fernsehen.

Will sein Amt behalten: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy im französischen Fernsehen.
Bild: AFP

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Trotz schlechter Umfragewerte hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit bei den Wahlen Ende April angekündigt. «Ja, ich bin Kandidat für die Präsidentschaftswahl», sagte Sarkozy. Eindringlich warb Sarkozy für seine Reformideen und hob dabei hervor, dass er sich an «alle Franzosen» richte, die ein «starkes Frankreich» wollten.

Er habe sich für die Kandidatur entschieden, weil er den Franzosen etwas zu sagen und «Vorschläge zu machen» habe, hob Sarkozy hervor. Frankreich könne nicht so tun, als ob die Krise sowie der Rest der Welt nicht existierten. «Wenn wir unser Sozialmodell behalten wollen, dann müssen wir Veränderungen vorantreiben.»

Referenden bei wichtigen Themen

Zu der von ihm angestrebten Reform beim Arbeitslosengeld und anderen wichtigen Themen sollten die Franzosen in Referenden befragt werden. Kritikern seiner ersten Amtszeit erwiderte der Präsident: «Man kann nicht alles in fünf Jahren machen.»

Seit Wochen war in Frankreich gerätselt worden, wann und wie Sarkozy seine Kandidatur bekanntgeben würde. Weil der konservative Präsident in den Umfragen deutlich hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande liegt, war er aus dem eigenen Lager gedrängt worden, seine Kandidatur nicht erst Ende Februar oder Anfang März, sondern schon früher anzukündigen.

In den nächsten Tagen sind bereits mehrere Wahlkampfauftritte Sarkozys geplant: am Donnerstag im ostfranzösischen Annecy und am Sonntag im südfranzösischen Marseille.

«Starkes Frankreich»

Der Slogan seiner Wahlkampagne soll «Starkes Frankreich» sein, wie es in Kreisen der Regierungspartei UMP hiess. Sarkozy versicherte, dass er sich auch nicht nur an das rechte Lager wende: «Ich brauche alle Franzosen.»

Die Ankündigung von Sarkozys Kandidatur fiel am Abend mit dem zweiten grossen Wahlkampf-Auftritt des Sozialisten Hollande zusammen, der vor mehr als 10'000 Anhängern im nordwestfranzösischen Rouen eine Veranstaltung abhielt. Dort war der 57-Jährige aufgewachsen.

Hollande griff Sarkozy scharf an und nannte dessen erste Amtszeit «ein Fiasko». Der Kandidat Sarkozy verspreche nun Neues, doch habe er sich schon fünf Jahre lang getäuscht.

Der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive zufolge liegt Hollande derzeit bei 28 Prozent der Wählerstimmen im ersten Wahlgang, Sarkozy bei 24 Prozent. In einer Stichwahl im zweiten Wahlgang käme Hollande demnach auf 57 Prozent und der Präsident nur auf 43 Prozent.

Die Präsidentschaftswahl findet in zwei Wahlgängen am 22. April und 6. Mai statt. Bis dahin stehen noch einige wichtige Punkte auf dem Terminkalender des französischen Wahljahres 2012. Ein Überblick.

16. März: Ablauf der Frist, bis zu der jeder Kandidat 500 Unterschriften von gewählten Amtsträgern gesammelt haben muss. Ohne die sogenannten Patenschaften werden Amtsanwärter ausgeschlossen.

9. April: Offizieller Start des Wahlkampfes. In den folgenden zwei Wochen müssen alle Kandidaten von Fernseh- und Radiosendern die gleiche Redezeit eingeräumt bekommen. Zudem werden Wahlwerbespots gesendet.

22. April: Erste Runde der Präsidentenwahl

25. April: Veröffentlichung des offiziellen Endergebnisses der ersten Wahlrunde

27. April: Bekanntgabe der beiden Kandidaten für die Stichwahl

6. Mai: Zweite Runde der Präsidentenwahl

17. Mai: Beginn der Amtszeit des gewählten Präsidenten (wid/sda)

Erstellt: 15.02.2012, 22:17 Uhr

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11 Kommentare

Werner Hebeisen

15.02.2012, 22:51 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Sarkozy gewinnt möglicherweise doch. Für den Mittelstand hat er ein eindeutig konkreteres Programm als Hollande. Die Linken haben nämlich keins. Sicher ist da nur: Steuererhöhung um noch mehr Sozialleistungen zu verteilen und Stimmrecht generel an Ausländer zu geben. Davon hat der Normalfranzose die Nase gestrichen voll. Die Bevorzugung Hollandes von Immigranten wid Sarkozy zum Sieg verhelfen. Antworten


Linus Huber

16.02.2012, 01:57 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Es ist ganz einfach. Wenn die Börse über die nächsten 2 Monate weiter ansteigt, wird Sarkosy gewinnen; sollte die Börse einbrechen, wird Holland gewinnen. Antworten



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