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Ausland

Russland erstickt an radioaktivem Müll

Aktualisiert am 16.11.2009

Rund 550 Millionen Tonnen der Strahlenabfälle haben sich nach Angaben der staatlichen Atomholding Rosatom inzwischen im Land angesammelt. Es bestehe dringender Handlungsbedarf.

Auch Deutschland schickt radioaktiven Müll nach Russland: Umladeaktion in Dresden.

Auch Deutschland schickt radioaktiven Müll nach Russland: Umladeaktion in Dresden.
Bild: Keystone

Die Lösung des Problems werde Jahrzehnte in Anspruch nehmen, sagte Rosatom-Vizechefin der staatlichen Atomholding Rosatom, Tatjana Jelfimowa, am Montag bei der Vorstellung einer Gesetzesinitiative vor dem Energieausschuss des russischen Parlaments.

Gemäss dem Gesetzesentwurf soll die Menge des Atommülls in Russland bis 2025 auf 385 Millionen Tonnen reduziert werden. Dazu soll im nächsten Jahr eigens eine Beseitigungsfirma gegründet werden. Bis 2035 soll zudem eine sichere Endlagerstätte gefunden werden.

Der Atommüll stammt vor allem von Atomkraftwerken aus dem In- und Ausland sowie aus militärischer Nutzung. Umweltschützer hatten immer wieder katastrophale Lagerbedingungen in Russland beklagt. (sam/sda)

Erstellt: 16.11.2009, 18:34 Uhr

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