Ausland
Peinliche Enthüllungen: Britischer Politiker entlarvt sich selbst
«Faul» und «verlogen»: Der Politiker Jonathan Djanogly kommt im Detektivbericht schlecht weg.
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Der Bericht eines von ihm selbst beauftragten Detektivbüros hat für einen britischen Regierungsvertreter zu peinlichen Enthüllungen geführt.
Der Unterstaatssekretär im Justizministerium, Jonathan Djanogly, wollte eigentlich mit Hilfe der Detektive herausfinden, wer hinter Vorwürfen aus dem vergangenen Jahr steht, wonach er als Tory-Abgeordneter falsche Spesen abgerechnet hatte, wie der «Daily Telegraph» am Freitag berichtete.
Doch statt Licht in diese Frage zu bringen, wartete der Geheimbericht mit wenig schmeichelhaften Urteilen seiner Tory-Kollegen auf: In dem von der Zeitung veröffentlichten Bericht bezeichneten sie Djanogly unter anderem als «unehrlich», «faul» und «eine Katastrophe».
8000 Franken für Suchauftrag
Der Suchauftrag kostete den Politiker laut «Daily Telegraph» 5000 Pfund (rund 8000 Franken). «Nach einer Serie boshafter Vorwürfe in der Presse vergangenes Jahr» habe er das Gefühl gehabt, dass er handeln müsse, rechtfertigte Djanogly seinen Entscheid. Er wollte demnach herausfinden, wer aus seinem Umfeld «diese falschen Geschichten verbreitet».
Im Zug der Enthüllungen zu einem Spesenskandal im britischen Unterhaus war Djanogly vorgeworfen worden, 13'000 Pfund Steuergelder für ein Au-pair ausgegeben zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
Djanogly zeigte sich «sehr enttäuscht», dass auch der Bericht der Detektei «ohne seine Zustimmung» an die Öffentlichkeit gelangt sei. Er habe die Detektive gebeten, bei ihren Nachforschungen diskret vorzugehen. (mrs/sda/)
Erstellt: 10.09.2010, 13:11 Uhr

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