Ausland

Medwedew für «grausame» Massnahmen

Aktualisiert am 01.04.2010 5 Kommentare

Drei Tage nach dem doppelten Selbstmordanschlag auf die Moskauer Metro ist der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew überraschend in den Kaukasus gereist. Und er spuckt kriegerische Töne.

Vor Behördenvertretern in Machatschkala, der Hauptstadt von Dagestan, sprach sich Medwedew für ein entschiedenes Vorgehen gegen die Aufständischen aus: «Die Massnahmen im Kampf gegen den Terrorismus sollten ausgeweitet werden, sie sollten wirksamer sein, schärfer, grausamer.»

Bei der vorzeitigen Explosion einer Bombe kamen am Donnerstag in Dagestan zwei mutmassliche Aufständische ums Leben, wie die russischen Regionalbehörden in Machatschkala mitteilten. Der Sprengsatz explodierte in einem Auto im Bezirk Chasawjurt nahe der Grenze zu Tschetschenien. Ein dritter Verdächtiger wurde verletzt.

Am Mittwoch wurden bei zwei Selbstmordanschlägen in Dagestan zwölf Menschen getötet. Zu dem Anschlag auf die Moskauer U-Bahn mit 39 Toten bekannte sich der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow. (bru/ddp)

Erstellt: 01.04.2010, 14:03 Uhr

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5 Kommentare

Reto Schaltegger

01.04.2010, 15:04 Uhr
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Grausamkeit im Umgang mit der eigenen Zivilbevölkerung hat in Russland eine lange Tradition. Die Russen selbst hat diese Tradition zu einem Volk von Duckmäusern gemacht, bei den Kaukasiern wird es einfach nur den Hass auf die ungeliebten Besatzer verstärken. Frieden wird so sicher nie erzielt, aber das ist auch nicht das Ziel. Jeder Zar braucht einen Feind der das Volk hinter ihm vereint. Antworten


Gianin May

01.04.2010, 17:23 Uhr
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Wenn der Putin bei der Suche nach den Terroristen in der Kanalisation gräbt, sollte er vorsichtig sein, es könnte ja sein, dass da noch ein paar eigene Sünden zum Vorschein kommen. Wahrscheinlich sind die Terror Probleme Russlands genauso hausgemacht wie die der USA. Wer Wind säht wird Sturm ernten. Dennoch trifft es wieder einfach die Unschuldigen. Antworten




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