Ausland

London schickt Zerstörer vor Falkland-Inseln

Aktualisiert am 01.02.2012 85 Kommentare

Der Konflikt um die Falkland-Inseln verschärft sich: Grossbritannien hat mit der Ankündigung, ein modernes Kriegsschiff zu den Falkland-Inseln zu schicken, die Spannungen mit Argentinien angeheizt.

Ein auf Luftverteidigung spezialisierter Zerstörer: Die HMS Dauntless bei ihrem Heimathafen Portsmouth. (2. Dezember 2009)

Ein auf Luftverteidigung spezialisierter Zerstörer: Die HMS Dauntless bei ihrem Heimathafen Portsmouth. (2. Dezember 2009)
Bild: Reuters

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Die Entsendung des Zerstörers HMS Dauntless in den Atlantischen Ozean sei seit langem geplant, teilten Vertreter des britischen Verteidigungsministeriums gestern mit. Das Kriegsschiff soll demnach in den nächsten Monaten an den Falkland-Inseln vor Argentinien eine kleinere Fregatte ablösen.

Argentinien beansprucht die Falkland-Inseln für sich, die Grossbritannien 1833 besetzt hat. Die Regierung in Buenos Aires kritisierte die Entsendung des Kriegsschiffes. Argentinien lehne die Bestrebungen Grossbritanniens, den Konflikt um die Inselgruppe «zu militarisieren» ab, teilte das Aussenministerium mit. Der britische Aussenminister William Hague dagegen sagte dem Fernsehsender Sky News, an der Stationierung der «HMS Dauntless» sei nichts Ungewöhnliches.

Verbaler Schlagabtausch

Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten in jüngster Zeit wieder zugenommen. Der britische Premier David Cameron warf Argentinien vergangene Woche «Kolonialismus» vor. Daraufhin beschuldigte die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner Cameron, ihr Land als «gewalttätig» darstellen zu wollen. Zuvor hatte bereits die Ankündigung, dass Prinz William demnächst auf die Falkland-Inseln entsendet werde, für Streit gesorgt. Argentinien zeigte sich damals erschrocken über die bevorstehende Ankunft Williams «in der Uniform eines Eroberers».

Anfang April jährt sich der Beginn des Krieges um die Falkland-Inseln zum 30. Mal. Am 2. April 1982 griff die Armee der damaligen argentinischen Militärjunta die Inselgruppe an und löste so den Falkland-Konflikt mit Grossbritannien aus, der mit einer Niederlage für das südamerikanische Land endete. Bei dem 74-tägigen bewaffneten Konflikt starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Grossbritannien übernahm anschliessend wieder die Kontrolle über die Inseln, die es 1833 besetzt hatte. (rub/AFP)

Erstellt: 01.02.2012, 10:51 Uhr

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85 Kommentare

Peter Schmid

01.02.2012, 12:21 Uhr
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Mit Verlaub liebe Schreibende, vielleicht seid Ihr alle noch etwas jung und habt die die Geschichtsschreibung der letzten 30 Jahre verpasst - es gab nach dem Falkland-Krieg eine demokratische Abstimmung bei der die Insel-Bevölkerung ihren Willen klar ausgedrückt hat zu Grossbritannien gehören zu wollen und nicht zu argentienien ... you got it? Antworten


Thomas Berger

01.02.2012, 11:54 Uhr
Melden 71 Empfehlung

Grossbritanien kann die Insel grad mal vergessen. Hätten sie sich dort angesiedelt wärs was anderes. Wo sich aber schon Lateinamerikaner dort angesiedelt haben, kann man ihnen die Insel doch kaum wegnehmen. Britten sind mit ihren schwachen Geburtenraten selbst schuld. In 10, 20 Jahren werden Sie nicht einmal ihr eigenes Land verteitigen können. Und die Insel wird dann schon lange Lateinam. sein. Antworten




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