Kosovo-Streit steht Serbiens EU-Beitritt im Weg
Aktualisiert am 09.09.2011 1 Kommentar
Drews übernimmt Kfor-Kommando im Kosovo
Der Bundeswehrgeneral Erhard Drews hat heute das Kommando über die Nato-Mission im Kosovo (Kfor) übernommen. Während einer Zeremonie im Kfor-Hauptquartier in Pristina übergab ihm sein Vorgänger, der deutsche General Erhard Bühler, das Amt.
Kosovo-Präsident Atifete Jahjaga sagte bei der Zeremonie, die Kfor solle sich auch künftig «Extremisten entgegen stellen, die durch Gewalt politische Ziele erreichen wollten». Derzeit sind im Kosovo rund 10'000 Kfor-Soldaten im Einsatz; die Bundeswehr stellt mit knapp 1400 Bundeswehrsoldaten das größte Kontingent.
Die frühere serbische Provinz war nach dem Ende der Nato-Luftangriffe im Jahr 1999 unter UN-Verwaltung gestellt worden. 2008 erklärte das Kosovo sich einseitig für unabhängig, was unter anderem von Serbien, Russland und China nicht anerkannt wird. Im mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Kosovo kommt es häufig zu gewalttätigen Zusammenstössen mit Kosovo-Albanern, die etwa 90 Prozent der zwei Millionen Kosovo-Einwohner stellen.(afp)
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In Belgrad sagte er am Freitag, vor weiteren Schritten zur Integration Serbiens in die EU müsse Belgrad Schritte zur Normalisierung seiner Beziehungen zum Kosovo unternehmen. Der anhaltende Streit zwischen Serbien und dem Kosovo sei ein Grund zur Sorge, sagte van Rompuy in der serbischen Hauptstadt. «Das wird ein Faktor sein, den die Mitgliedsstaaten im Kopf haben, wenn sie über Serbien entscheiden», sagte er.
Die europafreundliche Regierung Serbiens teilte mit, sie hoffe, noch in diesem Jahr den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu erhalten. Allerdings schwor Belgrad, die Unabhängigkeit des Kosovo niemals anzuerkennen. Serbien sei bereit, Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, sagte Serbiens Staatspräsident Boris Tadic. Er forderte eine Kompromisslösung in der Kosovo-Frage.
Rund 5500 Mann in der Friedenstruppe
Erst im vergangenen Monat eskalierte der Streit zwischen dem Kosovo und Serbien über die Anerkennung von Zollstempeln. Erst nach Einschreiten der Kfor beruhigte sich die Situation. Die rund 5500 Mann starke Friedenstruppe besetzte einen umstrittenen Grenzübergang, bis eine politische Lösung gefunden wird.
Allerdings wird diese Lösung von einem neuen Kfor-Befehlshaber gefunden werden müssen. Der deutsche Generalmajor Erhard Bühler, der den Kompromiss im Grenzstreit aushandelte, wurde am Freitag vom deutschen Generalmajor Erhard Drews abgelöst. (wid/sda)
Erstellt: 09.09.2011, 23:45 Uhr
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1 Kommentar
Hat die EU nicht noch andere Probleme? Ist es nicht so, dass dieselbe EU Bulgarien und Rumänien Hilfen vorenthält, weil diese bis aufs Mark korrupt sind? Ist das, was die PIGS-Staaten leisten, nicht eh' schon problematisch genug? Und da wird wirklich von einem weiteren 3.-Welt-Staat als Mitglied geredet?
Je länger je mehr halte ich die EU für das Gegenstück zur UdSSR in den frühen 80ern...
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