Italien sondiert Lösungen für Visa-Krise

Aktualisiert am 14.03.2010

Wieder reist ein europäischer Spitzenpolitiker nach Tripolis. Dort wird der italienische Aussenminister Franco Frattini erwartet.

Das Ziel von Franco Frattinis Besuch in Libyen sei, einen Ausweg aus der Krise zwischen der Schweiz und Libyen um die Blockierung von Schengen-Visa zu finden, von der auch die Europäische Union betroffen ist, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Frattini werde seinen libyschen Amtskollegen Moussa Koussa treffen. Italien unterhält mit dem nordafrikanischen Land enge Beziehungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene mit zahlreichen Abkommen - auch über Migration.

Erst kürzliche waren Spaniens Aussenminister Miguel Angel Moratinos, zurzeit EU-Ratspräsident, sowie seine maltesischen und portugiesischen Amtskollegen, Tonio Borg und Luis Amado, zu Verhandlungen in Tripolis.

Wegen der Affäre um Hannibal, den Sohn von Libyens Machthaber Muammar Ghadhafi, in Genf im Sommer 2008 und der anschliessenden Festsetzung zweier Schweizer in Libyen hatte Bern mehr als 150 ranghohe Libyer zu unerwünschten Personen im Schengen-Raum erklärt. Libyen hatte im Gegenzug beschlossen, keine Visa mehr an Schengen- Bürger auszustellen. (vin/sda)

Erstellt: 14.03.2010, 19:46 Uhr

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