Hollande bezeichnet Sarkozy als Widerling
Aktualisiert am 04.01.2012 7 Kommentare
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- «Wenn ich Präsident werde, verhandle ich diese Vereinbarung neu»
- Hollande hat die Nase vorn – und das sehr deutlich
- Weshalb Sarkozy lieber Aubry als Gegnerin gehabt hätte
- Wahlsonntag: So berichten wir
- Paukenschlag in Paris
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Ton im französischen Wahlkampf wird rauer: Die konservative Regierungspartei UMP reagierte heute mit Empörung auf Berichte, wonach der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande den Präsidenten Nicolas Sarkozy als Widerling bezeichnet haben soll.
Die Ministerin für Ausbildung und berufliche Bildung, Nadine Morano, forderte von Hollande eine «öffentliche Entschuldigung». Die Bemerkungen seien «unerträglich und unerhört». Regierungssprecherin Valérie Pécresse verlangte eine Erklärung, sollte die Aussage von Hollande so getroffen worden sein.
Aussage «off the records»
Hollande hatte gestern einige Journalisten zum Mittagessen eingeladen, darunter auch einen Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Das Gespräch war «off the records», die Aussagen durften also eigentlich nicht verbreitet werden. Dennoch berichtete die Zeitung «Le Parisien» heute über Hollandes Widerling-Aussage.
Tatsächlich hatte der sozialistische Präsidentschaftskandidat in der Runde so getan, als ob er als Sarkozy zu den Franzosen spreche, und hatte ironisch gesagt: «Ich bin der Präsident des Misserfolgs, ich bin ein Widerling, aber in diesen schwierigen Zeiten bin ich der einzig Handlungsfähige...» Sarkozy werde versuchen, sich im Wahlkampf als der «mutige Steuermann» zu präsentieren, sagte Hollande weiter.
Unwürdiges Verhalten
Verteidigungsminister Gérard Longuet nannte Hollande heute einen «schlechten Kandidaten», denn wenn er den Wahlkampf so beginne, dann könne dieser nur mittelmässig werden. Aussenhandelsstaatssekretär Pierre Lellouche wandte sich gegen «persönliche Angriffe» im Wahlkampf. Hollande habe einen «grossen Fehler» begangen. Ex-Industrieminister Christian Estrosi erklärte Hollandes Verhalten für «eines Präsidentschaftskandidaten unwürdig». Es sei «auf persönlicher Ebene niederträchtig, aber auf politischer Ebene auch gefährlich», weil das Amt des Präsidenten herabgewürdigt werde.
Innenminister Claude Guéant nannte die Bemerkungen im Sender Europe 1 «untragbar». Viele Mitarbeiter Hollandes liessen sich zu Beleidigungen und lügnerischen Aussagen hinreissen, kritisierte er. (wid/AFP)
Erstellt: 04.01.2012, 13:56 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
7 Kommentare
zum Glück beginnen sich die Sozialisten schon jetzt selber zu disqualifizieren. Wir können alle nur hoffen, dass in Frankreich nicht Sozis an die Macht gelangen. Nur so erhalten wir uns einen Nachbarstaat der nicht total pleite geht und seine Verteilungspolitik noch weiter treibt; wir können ja am BSL-MLH Airport hautnah mitverfolgen, was es heisst, nach französischem Recht zu wirtschaften; Chaos Antworten
Ausland
- 06:36Demonstranten bewerfen Präsidentschaftskandidaten mit Steinen
- 23:08Grosser Andrang vor ägyptischen Wahllokalen
- 21:28«Dieses Ungleichgewicht zerstört die Europäische Union»
- 19:31Weil er die Spur zu Osama bin Laden legte: Arzt muss ins Gefängnis
- 17:21«Sie wollen Angst verbreiten, indem sie Mädchen vergiften»
- 16:44Die ignorierten Kämpferinnen
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten


