«Hochachtung» für das Sparpaket der Griechen

Aktualisiert am 05.03.2010

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Griechenland ihre Anerkennung für die schmerzhaften Sparbeschlüsse im Kampf gegen die Schuldenkrise ausgesprochen. Mehr nicht.

Schwierige Diplomatie: Die Bundeskanzlerin mit Griechenlands Premier George Papandreou vor Journalisten in Berlin.

Schwierige Diplomatie: Die Bundeskanzlerin mit Griechenlands Premier George Papandreou vor Journalisten in Berlin.
Bild: Reuters

«Wir haben grosse Hochachtung vor dem, was Griechenland geleistet hat», sagte die CDU-Chefin am Freitagabend nach einem Treffen mit Ministerpräsident Georgios Papandreou im Berliner Kanzleramt. Beide betonten, dass das hoch verschuldete Griechenland die Bundesrepublik nicht um Finanzhilfen bitte. «Die Frage stellt sich nicht», sagte Merkel auf Nachfrage.

Beide sagten überdies Spekulanten an den globalen Finanzmärkten den Kampf an, die zurzeit aus der griechischen Krise Kapital schlagen wollen. «Es kann nicht sein, dass Spekulanten Profiteure der Krise sind», sagte Merkel. Insbesondere müssten künftig solche Finanzgeschäfte eingedämmt werden, die gezielt gegen die Stabilität einzelner Staaten gerichtet seien. Dafür wolle sie bei den G-20, aber auch in den USA werben.

Papandreou sagte, das vom griechischen Parlament im Eilverfahren beschlossenen Sparpaket sei schmerzhaft, aber notwendig, um die Glaubwürdgkeit seines Landes wiederherzustellen. Er berichtete, dass Deutschland und Griechenland eine gemeinsame Regierungskommission einsetzen wollen, die das Land unter anderem in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, der Energieversorgung sowie im Zivilschutz voranbringen soll. Auch er betonte: «Griechenland hat keine finanzielle Unterstützung erbeten.» (raa/ddp)

Erstellt: 05.03.2010, 23:20 Uhr

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