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François Hollande will nach oben

Aktualisiert am 23.01.2012 3 Kommentare

Der laut Umfragen beliebte sozialistische Präsidentschaftskandidat könnte Nicolas Sarkozy gefährlich werden. Bei seiner Wahlkampfrede beschwor er den Truppenabzug aus Afghanistan.

Bei Sieg Gehaltskürzung: François Hollande in Nantes am 19. Januar 2012.

Bei Sieg Gehaltskürzung: François Hollande in Nantes am 19. Januar 2012.
Bild: AFP

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Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Fall seines Wahlsiegs die französischen Truppen aus Afghanistan abziehen und internationale Finanzspekulanten bekämpfen.

Das sagte Hollande in einer Wahlkampfrede vor tausenden begeisterten Anhängern in Le Bourget ausserhalb von Paris. Er versprach, er werde sich daran messen lassen, wie stark er das Leben der jungen Franzosen verbessere.

«In drei Monaten werden wir die Linke zum Sieg führen und Frankreich nach vorn bringen», sagte Hollande in seiner 90-minütigen Rede. Der Kandidat der Sozialisten kündigte an, er werde im Fall seines Wahlsiegs sein Gehalt um 30 Prozent kürzen.

Neuer Vertrag mit Deutschland

Ausserdem rief Hollande zu einer vertieften Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich auf. Sollte er gewählt werden, werde er auf seiner ersten Reise Kanzlerin Angela Merkel besuchen und die Ausarbeitung eines neuen deutsch-französischen Vertrags vorschlagen.

Ein halbes Jahrhundert nach dem Elysée-Vertrag, den Staatschef Charles de Gaulle und Kanzler Konrad Adenauer 1963 besiegelten, sei es Zeit für ein neues Abkommen. «Europa ist unser gemeinsames Gut», sagte Hollande. «Und es ist Frankreichs Berufung, es gemeinsam mit Deutschland aufzubauen».

Gute Umfrageergebnisse für Hollande

Unter den Gästen in Le Bourget waren unter anderem der frühere Premierminister Lionel Jospin und Ségolène Royal, die 2007 für die Sozialisten gegen Staatschef Nicolas Sarkozy angetreten war und gegen ihn verloren hatte.

Sein eigentliches Wahlprogramm will Hollande am Donnerstag vorstellen. Der 57-Jährige liegt in Umfragen vor dem Amtsinhaber, dem konservativen Nicolas Sarkozy. Der neue französische Staatspräsident wird im April und Mai gewählt. (kle/sda)

Erstellt: 23.01.2012, 06:42 Uhr

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3 Kommentare

Bruno Hochuli

24.01.2012, 14:20 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Herr Hollande wird bald merken, dass er auch nur mit Wasser kochen kann. Große Sprüche sind schnell gemacht, aber wenn es ernst wird etwas bewirken, das wird für diesen Mann sehr schwierig werden. Sarkozy hat wenigstens eine konsequente Linie. Frankreich hat unter seiner Führung an ansehen gewonnen. Allen Leuten recht getan ist ein Ding der Unmöglichkeit. Antworten


Alain Burky

23.01.2012, 07:57 Uhr
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Man kann sich an De Gaulle - Adenauer (beide buergerlich) zurueckerinnern,
aber auch an Mitterand - Kohl.
Die Wahl ist also voellig offen, da die "revolutionaeren" aber im Grunde buergerl. Franzosen
taktisch zu waehlen pflegen ...
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