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Die alten Dämonen sind k. o. und die Griechen benommen

Von Kai Strittmatter, Athen. Aktualisiert am 12.05.2012 44 Kommentare

Die Radikale Linke ist dabei, sich zur stärksten Kraft aufzuschwingen. Parteichef Alexis Tsipras verspricht den Griechen, dass sie ihr altes Leben zurückhaben können. Was braut sich da eigentlich zusammen?

Der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, feuert seine Attacken gegen die EU vor Kameras wie auf Twitter ab. Foto: Yannis Kontos (Polaris, Dukas)

Der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, feuert seine Attacken gegen die EU vor Kameras wie auf Twitter ab. Foto: Yannis Kontos (Polaris, Dukas)

Euro-Wackelkandidat Griechenland steuert auf Neuwahlen zu. (Video: Reuters )

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Protestwahl im Krisenland: Die ersten griechischen Wahlen seit über zwei Jahren haben ein politisches Erdbeben ausgelöst.

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Als der Werber Peter Economides im November 2011 eine Gruppe griechischer Geschäftsleute in einem mittlerweile legendären Vortrag beschwor, sich verdammt noch mal endlich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, da zeigte er ihnen den berühmten Apple-Werbespot aus dem Jahre 1997: «Think Different». Der Spot ist eine Ode: «Auf die Verrückten. Die Aussenseiter. Die Unruhestifter. Jene, die Regeln nicht mögen und den Status Quo nicht respektieren.» Apple sei damals kurz vor der Pleite gestanden, erklärte Economides, einer der Schöpfer des Spots, seinem Publikum. «Und heute?» Economides, ein in Südafrika geborener Grieche, blickte in die verzagten Gesichter seiner Landsleute und rief: «Lasst uns verrückt sein!»

Sechs Monate und eine Wahl später sitzt Economides in einem Café unweit seiner Wohnung im Athener Vorort Glyfada und seufzt: «Verrückt sind die Griechen schon», sagt er. «Aber leider auf eine völlig unkreative und ineffiziente Art und Weise.» Economides ist auch der Mann hinter der Kampagne «Give Greece a Chance», die im Februar mit ganzseitigen Inseraten in internationalen Zeitungen versuchte, Europa Griechenland gewogen zu stimmen. Die Wahlen sind nun ein paar Tage her, und der Job, Griechenland zu verkaufen, ist ein gutes Stück schwerer geworden. Es stimme schon, Griechenland sei in höchster Gefahr, sagt Economides. «Aber solche Gefahr kann einen mit einem Schlag hellwach und scharfsinnig machen.» Kann.

Es funktioniert mehr als oft

Athen nach der Wahl. Die Weltpresse schreibt von «Chaos in Griechenland», die griechische Kapitale aber ist so ruhig wie selten in den letzten zwei Jahren. Die Busse verkehren nach Fahrplan, die Cafés servieren Sandwiches und Eiskaffee, die Lehrer gehen zur Arbeit, die Müllabfuhr leert die Tonnen – oder zumindest das, was ihr das täglich wachsende Heer der Müllklauber übriglässt. Eigentlich funktioniert mehr als oft. Das aufs Parlament blickende Hotel Grande Bretagne muss seine Gäste ausnahmsweise nicht durch Tränengasschwaden und Marmorhagel lotsen. Kommen die Griechen ganz gut ohne Regierung zurecht?

Für einen Augenblick scheint es, als habe sich die zuletzt fast unerträgliche Spannung gelöst. Zum ersten Mal seit zwei Jahren sei sie am Montag nach der Wahl aufgewacht ohne ein Gefühl der Bedrohung und Unsicherheit, erzählt eine junge Frau. Sie hat Syriza gewählt, Alexis Tsipras, den jungen Linken, der versprach, ja wir bleiben im Euro, und nein, wir zahlen unsere Schulden nicht, den neuen Stern über Griechenland, dessen Aufstieg die Europäer konsterniert. Nicht wenige Griechen verspüren ein Gefühl der Befreiung. Sie haben zum grossen Schlag ausgeholt, sie haben die alte Ordnung in Trümmer gelegt, nun sinken sie ermattet zurück und betrachten das Ganze mit einer Mischung aus Befriedigung und Verwirrung.

Wahlen als Akt der Rebellion

Die alten Dämonen liegen k. o. in der Ecke, das zählt für den Moment mehr als das nervöse Tänzeln der neuen Dämonen: die Faschisten, die Unregierbarkeit, der Austritt aus der Eurozone. Mögen andere sich die Haare raufen, hier haben viele das Gefühl, nach Jahren der Untätigkeit einen Akt der Rebellion vollbracht zu haben. Macht gezeigt zu haben inmitten all der Ohnmacht, zu der man sie verurteilt hatte. Selbst für Gerechtigkeit gesorgt zu haben inmitten schreiender Ungerechtigkeit.

«Es ist die Rache der Demokratie. Ein Anfang», sagt der bekannte Komödiant und frisch gewählte Parlamentarier Pavlos Kontogiannidis. Er ist auf der Liste der rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen ins Parlament eingezogen – einer von 200 Neulingen unter den 300 Abgeordneten. Nein, meint der junge Athener Manis Vasiliadis: «Es ist der trotzige Akt eines jungen Mädchens, das vom Vater Hausarrest bekommen hat und das sich jetzt die Pulsadern aufschneidet, um ihm seinen Protest zu zeigen. Ein Jammer.»

Was passiert hier eigentlich?

Ob erfreut oder schockiert – die Griechen wirken wie benommen. Ebenso die Parteien, Sieger wie Verlierer. Was passiert hier eigentlich? Poems and Crimes, das ist ein Café mit Buchhandlung im Zentrum Athens. Hier liegen die Bücher von Petros Markaris aus, dem grossen alten Mann der griechischen Kriminalliteratur und Gesellschaftskritik. Markaris sitzt im Innenhof, neben ihm eine junge Leserin.

Petros Markaris: «Wir sind verwirrt. Alle. Wenn ich einen Romantitel bräuchte, es wäre: ‹Der nächste Tag der Ungewissheit›.»

Leserin: «Ich wusste wirklich nicht, für wen ich stimmen sollte. Alles steht kopf. Meine Verwandten, die früher rechts wählten, haben diesmal für Syriza, die Radikale Linke, gestimmt. Ich habe die Antikapitalistische Linke gewählt, meine Mutter, die früher für Pasok war, hat sich im Wahllokal für die Grünen entschieden.»

Markaris: «Zuerst einmal: Sie müssen, wenn jetzt Neuwahlen kommen, dafür sorgen, dass dieses Land regiert wird. Egal, was Sie wählen. Nur dann können Sie eine neue Realität schaffen. Nichts ist schlimmer als ein unregierbares Land. Sonst kommt bald der starke Mann und wir alle leiden.»

Leserin: «Glauben Sie wirklich?»

Markaris: «Eines kapier ich nicht: diese grosse Schwäche der Griechen für die Unvernunft und Plattitüden. Ich habe die Schnauze voll davon. Ihr sagt: ‹Wir sind eh schon am Ende, ist doch egal.› Nein. Das ist nicht das Ende. Das Ende wird etwas viel, viel Schlimmeres sein.»

Die Wähler also. Sie haben die beiden alten Parteien abgestraft, die sich das Land 38 lange Jahre zur Beute gemacht hatten, die sozialistische Pasok und die konservative Nea Dimokratia. Und die Sparpolitik, ja – es ist auch ein Problem der Europäer: dass ihnen als Komplizen für ihre Rettungspakete einzig die Schufte der Vergangenheit zur Verfügung standen. Es war eine Protestwahl. Aber nicht jeder, der protestierte, lehnt auch die Rettungspakete ab.

Job gekündigt aus Verzweiflung

Eine Wohnung in Paleo Faliro, einem grünen Viertel. Hier wohnt Filimonas Mourselas, 35 Jahre alt, mit seiner Frau und seinem Sohn Niklas. Sein Land mag ein miserables Timing haben, er und seine Frau haben ein fast noch schlechteres: Sie bekamen ein Baby vor zweieinhalb Jahren, exakt als die Krise ausbrach, und kauften eine Wohnung vor einem Jahr.

Und diese Woche hat Mourselas seine Stelle gekündigt. Nicht weil es ihm zu gut ginge, sondern aus Verzweiflung. Denn er erhält seit eineinhalb Jahren kein Gehalt mehr ausbezahlt. Er ist als Gymnastiklehrer für Alte und Behinderte bei der Stadtverwaltung angestellt. Alle vier Wochen hört er vom Behördenleiter: «Tut uns leid, wir haben keinen Cent. Aber nächsten Monat, bestimmt.»

«Da braut sich was zusammen»

Seine Sozialabgaben muss Mourselas derweil weiter bezahlen: 280 Euro im Monat. Ebenso die neu eingeführte Kopfsteuer (500 Euro im Jahr) und die vor kurzem erfundene Immobiliensteuer (500 Euro jährlich). Ausserdem ist da die Hypothek auf der Wohnung: 650 Euro im Monat. Neben seiner regulären Arbeit für die Gemeinde gibt Mourselas deshalb auch Kurse für Privatkunden und jobbt dreimal in der Woche als DJ. An manchen Tagen geht er um 9 Uhr morgens aus dem Haus und kommt im Morgengrauen des nächsten Tages zurück.

«Unser Leben hat sich radikal verändert», sagt er. «Der Druck, die Sorgen, die Spannung: Meine Frau und ich streiten uns häufiger als früher.» Er freut sich, dass die alten Klientelparteien nun am Boden liegen. Sonst aber ist er besorgt. Im Gegensatz zu vielen anderen hat Mourselas nicht gegen die Sparpakete gestimmt: «Wir brauchen Stabilität. Wir müssen die zentralen Punkte des Memorandums einhalten», sagt Mourselas. Den Austritt aus dem Euro fürchtet er: «Klar, gibt es ein Leben danach. Wir verkaufen unsere Häuser, unsere Autos, ziehen aufs Land und bestellen den Acker. Aber wie viele sind dafür gemacht?» Tief unten, ist er überzeugt, «da braut sich was zusammen».

Euro Ja, Spardiktat nein

Moursalas Schwester Maria, eine Theaterwissenschaftlerin, hat für Syriza gestimmt. Sie gehört zu den 80 Prozent der Griechinnen und Griechen, die im Euro bleiben wollen. Sie gehört auch zu den 80 Prozent, die die Sparpakete ablehnen. Syriza sagt: Das geht. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) sagen: Das ist absurd.

Eine Taverne im Ausgehviertel Gazi. Maria und ihre Freundinnen Ersi Georgiadou, eine Lehrerin, und Lia Spartali, eine Immobilienverwalterin, haben sich Rotwein bestellt. Maria sagt, sie werde, wenn es am 17. Juni Neuwahlen gebe, wieder für Syriza stimmen. «Aber die kannst du doch nicht ernst nehmen. Tsipras sagt dir nur, was du hören willst», wirft Lia ein. Maria sagt, sie stimme auch deshalb für Alexis Tsipras, weil sie ihm seine Aussage, keine Schulden mehr zurückzuzahlen, eben nicht glaube: «Er sagt das doch nur, um später mit den Europäern besser verhandeln zu können.»

«Wir selbst sind das Problem»

Ersi, die Lehrerin, hat auch Syriza gewählt. «Wir wollten eine klare Botschaft schicken: Es kann so nicht weitergehen. Unmöglich.» Moment mal, entgegnet Lia: «Unser Problem ist nicht das Memorandum. Wir selbst sind das Problem, weil wir die Reformen nie angepackt haben. Wir sind schuld, nicht die EU, nicht der IWF. Es gibt eine Zeit für alles, und nun ist unsere Zeit gekommen, zu bezahlen.»

Ersi ruft: «Aber es geht doch auch um Würde.» Genau, sagt Maria: «Wenn schon sterben, dann wollen wir den Zeitpunkt unseres Todes selbst bestimmen.» Das Schlimme, meint Ersi, sei die fehlende Perspektive: Man spart und spart – und die Schulden wachsen weiter. «Ich fühle mich wie ein Krebskranker, der auf den Tod wartet. Und der Arzt verschreibt mir Medikamente, die den Tod ein wenig hinauszögern.» Ein Klirren, erschrockenes Schweigen: Ein Weinglas ist umgefallen, das Tischtuch färbt sich rot. «Bringt Glück», murmelt Maria.

Es kann noch viel schlimmer kommen

Mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen ist mittlerweile arbeitslos. Die einst mächtige Pasok ist auch darum zur Kleinpartei geschrumpft, weil das Kleinbürgertum und die Mittelschicht ausgelöscht worden sind. Nach fünf Jahren Rezession sind viele verzweifelt. Wer kann, verlässt das Land, andere ziehen zurück ins Dorf der Eltern. Oft hört man den Satz: «Schlimmer kann es eh nicht mehr kommen.»

Bloss: Der Satz stimmt nicht. Es kann noch viel schlimmer kommen. Der Austritt aus dem Euro sei nichts weniger als «der Fahrschein in die Hölle», sagt Yannis Stournaras. Er hat einst im Auftrag der Pasok den griechischen Beitritt zum Euro ausgehandelt, heute ist der 55-Jährige der bekannteste unabhängige Ökonom Griechenlands.

Für alle, die zuhören wollen, buchstabiert er die Hölle aus. Es stimme: Im Moment würden die Ärmsten zur Ader gelassen, nicht die Schuldigen. Aber: Das Leben geht weiter. Die Läden verkaufen wie eh und je Lebensmittel, die Tankstellen Benzin, die Apotheken Medikamente. Das Szenario des Ökonomen, wenn Griechenland zur Drachme zurückkehrt: Die Menschen werden die Banken stürmen, die Banken brechen zusammen – und der Staat hat kein Geld. Resultat: Benzin, Medikamente, selbst viele Lebensmittel wird es nur noch auf dem Schwarzmarkt geben. Die Inflation schnellt hoch. Firmen und Geschäfte gehen pleite. «Die Korruption explodiert, die Arbeitslosigkeit ebenso. Es wird Plünderungen geben.»

Mit Argentinien sei Griechenland nicht zu vergleichen, sagt Stournaras. Argentinien hatte Rohstoffe und Industrie, als es pleiteging. Griechenland habe nichts. Es drohe wie Albanien zu werden – «zu Zeiten von Enver Hodscha».

Das alte System in neuer Verpackung

Wenn das stimmt, Herr Stournaras, warum verstehen die Griechen das nicht? Warum laufen sie in Scharen zu einer Partei über, die sie glauben macht, sie könnten die Schuldenzahlungen einstellen und dennoch den Euro behalten? «Wenn du verzweifelt bist, hörst du nicht auf die Vernunft», sagt Stournaras. Und Alexis Tsipras sei ein junger, blendend aussehender Politkämpfer in einer Manege voller alter Männer. Ein glänzender Redner, der seine Attacken auf Twitter ebenso abfeuert wie vor den Fernsehkameras. 2009 holte seine Partei 4,6 Prozent, am Sonntag waren es fast 17 Prozent – und die neusten Umfragen sehen ihn schon bei mehr als 23 Prozent. Dann wäre er endgültig die Nummer eins.

Syriza heisst Radikale Linke, deutschsprachige Medien sprechen deshalb gern von «Linksradikalen». Aber das ist ein Missverständnis: Die Partei ist eher eurokommunistisch. Das Problem mit Tsipras ist nicht, dass er das System sprengen will, das Problem ist vielmehr das Gegenteil: Tsipras verspricht den Leuten, dass sie ihr altes Leben zurückhaben können. Ohne Reformen. Ohne Sparen. Das ist die Ironie dieser Wahl: Der junge Tsipras ist das alte System in neuer Verpackung. Kein Radikaler, aber ein begnadeter Populist.

«Berlusconi der Linken»

«Ich habe immer darauf gewartet, dass bei uns ein Berlusconi auftaucht», sagt Schriftsteller Petros Markaris. «Aber ich habe nie gedacht, dass wir einen Berlusconi der Linken bekommen.» Die Hoffnung aller Tsipras-Kritiker ist auch die mancher seiner Wähler: dass er nicht alles so meint, wie er es sagt – und auch darin den alten Gebräuchen treu bleibt. Erste Anzeichen dafür gibt es.

Zurück in Glyfada bei Peter Economides. Er ist ein Werber, aber auch ein Intellektueller. Seine öffentlichen Auftritte sind weniger die eines Mannes, der Griechenland verkaufen möchte, als vielmehr die Predigten eines Selbsthilfegurus. Einer seiner Sprüche lautet: «Pfeif auf die Wirtschaft. Wer sich grossartig fühlt, ist zu Grossartigem imstande.» Wie also fühlen sich die Griechen? «Beschissen», sagt Economides. «Und wenn du dich in der eigenen Haut nicht wohlfühlst, fällt es dir sehr schwer, eine Frau zu verführen. Vor allem, wenn sie Angela Merkel heisst.»

«Selbst die Sintflut dauerte nicht ewig»

Und was ist mit seinem Spruch «Griechenland inspiriert»? Vielleicht tut es das, meint Economides. «Die Wahlen haben einen überfälligen Umbruch gebracht: Die Leute merken, dass sie sich nicht mehr auf andere verlassen können, nicht auf Gott, nicht auf die alten Parteien. Sie nehmen die Sache selbst in die Hand.» Die Griechen fänden endlich den Respekt vor sich selbst, sagt Economides. Es gebe aber ein Problem: «Das System ist auf eine neue Ebene gehoben worden – die politischen Akteure nicht. Tsipras’ Anziehungskraft besteht in der frischen Verpackung, aber er ist ein Kind der alten Ordnung.» Ein gefährliches Experiment in Zeiten wie diesen? «Ja, es ist ein grosses Risiko. Andererseits: wann sonst?»

Der Werber sagt abschliessend: «Kurzfristig mache ich mir Sorgen. Auf lange Sicht bin ich zuversichtlicher denn je. Die Griechen werden ihre Probleme anpacken. Aber wir brauchen neue Helden.»Die Theaterwissenschaftlerin: «Ich ziehe nach Berlin. Ich möchte aber oft zurückkommen. Wenn ich Griechenland schon als Griechin nicht geniessen kann, dann will ich das in Zukunft als Deutsche tun.» Der Schriftsteller zitiert Bertolt Brecht: «Selbst die Sintflut dauerte nicht ewig / Einmal verrannen die schwarzen Gewässer.» Petros Markaris macht eine Pause, bevor er die letzte Zeile nachschiebt: «Freilich, wie wenige dauerten länger.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.05.2012, 16:04 Uhr

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44 Kommentare

Benjamin Wilkowirski

12.05.2012, 16:53 Uhr
Melden 49 Empfehlung 0

Die Kommunisten unter Tsipras streben ein höchstmögliches Chaos an, weil sie glauben, davon am meisten zu profitieren! Der Wohlstand der Griechen ist auf Sand (Schulden) gebaut, und jetzt, wo alles beginnt zusammenzufallen, ist die Zeit der Opportunisten und Rattenfänger gekommen. Griechenland wird seine Schulden und die Zinsen zahlen; wenn nicht jetzt, dann in 100 Jahren. Wie Russland auch. Antworten


Daniel Heierli

12.05.2012, 16:36 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

Muss man wirklich den Herrn Stournaras, der das ganze Debakel wesentlich "mitgestaltet" hat, als ökonomische Autorität verkaufen? Antworten



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