Ausland

Deutscher Arzt darf Timoschenko behandeln

Aktualisiert am 04.05.2012 6 Kommentare

Kleiner Fortschritt in der diplomatischen Affäre um die Haftbedingungen der ukrainischen Ex-Regierungschefin: Timoschenko darf zwar nicht nach Berlin, dafür fliegt ein deutscher Arzt zu ihr.

Protestiert mit einem Hungerstreik gegen ihre Haftbedingunen: Julia Timoschenko zeigt

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Timoschenko in Haft

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Ist aus Protest gegen die nach ihren Angaben gewalttätige Behandlung durch Gefängniswärter in den Hungerstreik getreten: Julija Timoschenko.

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Die Tochter von Julija Timoschenko

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Jewgenija Timoschenko verteidigt ihre prominente Mutter vor Gericht.

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Die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko soll ab Dienstag von einem deutschen Arzt in der Ukraine behandelt werden. Timoschenko habe ihre vorläufige Zustimmung erteilt, dafür in ein Krankenhaus in Charkiw verlegt zu werden, teilte der Chef der Berliner Charité-Klinik, Karl Max Einhäupl, in Charkiw mit.

Ein Mediziner von der Charité werde dann umgehend mit ihrer Behandlung beginnen, wobei er von ukrainischen Ärzten unterstützt werde, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der deutschen und ukrainischen Ärzte, die Timoschenko zuvor zusammen untersucht hatten.

Timoschenko wollte nach Berlin

Einhäupl hatte die 51-jährige Ex-Regierungschefin heute Freitag zum dritten Mal im Gefängnis besucht. Die unter einem Bandscheibenvorfall leidende Timoschenko, die sich im Hungerstreik gegen ihre Haftbedingungen befindet, hatte bislang auf einer Behandlung in der Charité bestanden. Auch die Bundesregierung hat wiederholt angeboten, sie in Deutschland behandeln zu lassen. Schweizer Politiker hatten vor zwei Tagen ebenfalls den Vorschlag gemacht, Timoschenko zur medizinischen Behandlung einfliegen zu lassen.

Timoschenko verbüsst in Charkiw im Osten der Ukraine eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs. Der Hungerstreik hat sie nach Angaben ihrer Familie stark geschwächt. Wegen des Umgangs mit Timoschenko wird in Deutschland seit Tagen über einen Politiker-Boykott der Fussball-Europameisterschaft in der Ukraine diskutiert, die im Juni gemeinsam mit Polen Gastgeberland ist. Die EU-Kommission hatte gestern angekündigt, die Spiele in der Ukraine zu boykottieren. (ami/AFP)

Erstellt: 04.05.2012, 17:50 Uhr

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6 Kommentare

Curt Mast

04.05.2012, 18:21 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Sollen die Staatsoberhäupter zuhause bleiben. Ich mag es eh nicht wenn sie sich im Licht des Fussballs sonnen.
Weder der Ukrainische Staat noch Julia Timoschenko sind über alle Zweifel erhaben. Auf jeden Fall hab ich bei der Em weniger Bedenken als bei der F1 in Bahrein.
Antworten


keller peter

05.05.2012, 10:27 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Deutschland über alles. Dieses ewige Machtstreben (1. und 2. Weltkrieg), Vorgaben und Drohungen an Griechenland, nun an die Ukraine... Vielleicht sollte man einfach einmal zufrieden sein, dass die Wiedervereingung stattgefunden hat und die eigenen Probleme lösen. Es gibt Völker, die lernen nichts dazu. Antworten



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