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Der libysche Stolperstein
Aktualisiert am 28.04.2012 17 Kommentare
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Eine Woche vor der Stichwahl um die französische Präsidentschaft erhöht sich der Druck auf Amtsinhaber Nicolas Sarkozy wegen mutmasslicher Wahlkampfhilfe aus der Kasse des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi.
Das linksgerichtete französische Internet-Enthüllungsmagazin Mediapart legte heute nach und veröffentlichte ein auf Arabisch verfasstes Dokument mit der Unterschrift des früheren libyschen Geheimdienstchefs Mussa Kussa: Darin ist von der grundsätzlichen Bereitschaft Libyens die Rede, Sarkozys Wahlkampf von 2007 mit umgerechnet 50 Millionen Euro zu unterstützen.
Sarkozy streitet alles ab
In dem Dokument ist von einer «Grundsatzvereinbarung» die Rede, die «Wahlkampagne des Präsidentschaftkandidaten Nicolas Sarkozy mit einem Betrag in Höhe von fünfzig Millionen Euro» zu unterstützen. Nachdem Mediapart bereits im März von entsprechenden Vorwürfen berichtet hatte, hatte Sarkozy vehement widersprochen. Damals bezeichnete er es als «grotesk», dass sein Wahlkampf durch Ghadhafi finanziert worden sei. «Wenn er das finanziert hätte, dann wäre ich nicht sehr dankbar gewesen», sagte Sarkozy dem Fernsehsender TF1 in Anspielung auf den auf den französischen Militäreinsatz gegen Ghadhafi im vergangenen Jahr. Aktuelle Stellungnahmen liegen keine vor.
Ghadhafis Sohn Seif al-Islam hatte bereits im März 2011 behauptet, dass Libyen den Wahlkampf von Sarkozy im Jahr 2007 finanziell unterstützt habe. Die Stichwahl zwischen Sarkozy und seinem Herausforderer François Hollande von der Sozialistischen Partei findet am Sonntag kommender Woche statt. Nun könnte Nicolas Sarkozy über seine Freunde aus der Vergangenheit stolpern.
(AFP)
Erstellt: 28.04.2012, 17:23 Uhr
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17 Kommentare
Eigentlich wusste man es schon lange. Sarkozy hatte wie Berlusconi viele Geschäftemit Gaddafi getätigt, vor allem mit Waffen: Schmiermittel Öl. Natürlich hat Hollande recht, wenn er nun diese Suppe wieder aufwärmt. Denn mittlerweile schart sich der aufgeschlossene Teil des Bürgertums hinter ihn. Sarkozy ist längst zu einer Lachfigur verkommen, die Franzosen sind daran ihn zu entsorgen. Antworten
Bei Giscard waren es Diamenten eines Bokassa I, bei Sarkozy Zuwendungen seiner Milliardäsfreunde, der senilen Milliardärin Mme Betancourt, der reichsten Französin. Der Verdacht von Gaddafis Geldern erscheint auch nicht so abentuerlich. Natürlich stritte ich auch alles ab - wahrscheinlich kennt Sarkozy diese Personen überhaupt nicht! Ein gefangener Gaddafi hätte ihm indes gefährlich werden können.. Antworten
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