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Das sind die grössten Sorgen der Weltbevölkerung

Aktualisiert am 12.12.2011 93 Kommentare

Politiker und Medien beschäftigen sich fast pausenlos mit den Problemen der Eurozone und dem US-Schuldenberg. Sind dies auch die grössten Ängste der Bevölkerung? Eine neue Studie gibt Aufschluss darüber.


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Düsterer Ausblick: Heruntergekommenes Viertel in Detroit. (Bild: Keystone )

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Die Krise ist überall: auf den zahlreichen Gipfeln, welche die Politiker der Eurozone im Wochenrhythmus einberufen. In den Medien, in denen seit Monaten die Schlagzeilen über den möglichen Zusammenbruch Europas und den angeblich bevorstehenden Untergang des Euro dominieren. Und viele sind dieser Hiobsbotschaften längst überdrüssig: «Alles Gerede und Geschreibe über eine Krise des Euro ist leichtfertiges Geschwätz», redete Deutschlands Alt-Kanzler Helmut Schmidt den Politikern und Journalisten letzte Woche ins Gewissen.

Politisieren also Politiker mit ihrem «Gerede» an den Sorgen der Bevölkerung vorbei, ignorieren Journalisten mit ihrem «Geschreibe», was den Bürger tatsächlich bewegt? Die britische Rundfunkanstalt BBC wollte es wissen und liess vom kanadischen Meinungsforschungsinstitut Globescan eine weltweite Studie über die Sorgen der Bevölkerung durchführen. Das Institut legte 11'293 Menschen in 23 Ländern eine Liste mit Problemen vor und fragte, über welche davon sie in den vergangenen vier Wochen gesprochen hatten. Und ja: Die Weltwirtschafts- und Eurokrise, oder zumindest deren möglichen Folgen wie die Arbeitslosigkeit, beschäftigen die Bürger tatsächlich stark.

Weniger Angst vor Klimawandel

Allerdings macht sich die Krisenstimmung nicht unmittelbar zuoberst auf der Liste bemerkbar: Angeführt wird diese von Problemen, die schon vor Ausbruch der Krise in der Eurozone und den Sorgen über den US-Haushalt die Rangliste anführten: Korruption und Gier rangieren an erster Stelle, gefolgt von extremer Armut und den steigenden Kosten für Lebensmittel und Energie (siehe Grafik oben). Die Angst vor Arbeitslosigkeit liegt erst an vierter Stelle, doch hat sie seit 2009 stark zugenommen. Gemäss der jährlich durchgeführten Umfrage gaben vor drei Jahren lediglich 3 Prozent der Befragten an, sie hätten das Problem der Arbeitslosigkeit mit ihrem Umfeld diskutiert. 2011 waren es bereits 18 Prozent. Gesunken ist dagegen die Angst vor Umweltproblemen, dem Klimawandel, die Angst vor Terrorismus, Krieg und Menschenrechtsverstössen.

Die Wahrnehmung der Probleme unterscheidet sich stark von Land zu Land. Korruption ist etwa in der Türkei, in Ägypten, Indonesien, Nigeria und Peru ein brennendes Thema, die hohen Kosten für Lebensmittel beschäftigen vor allem die Menschen in China, Kenia, Panama und Russland. Die Angst vor Arbeitslosigkeit hingegen führt ein europäisches Land an, das derzeit besonders unter der Krise der Eurozone leidet: Spanien. Mehr als die Hälfte der befragten Spanier (54 Prozent) gaben an, über dieses Thema gesprochen zu haben.

Überraschend tiefe Werte für Deutschland

Diese hohen Werte dürften mit den finanzpolitischen Problemen der Eurozone zusammenhängen – laut BBC gibt die Studie aber nicht eindeutig Aufschluss darüber, ob sie tatsächlich darauf zurückzuführen sind. Andere EU-Krisenländer wie Griechenland, Portugal oder Italien wurden in der Studie nicht berücksichtigt. In Frankreich (10 Prozent der Befragten), Grossbritannien (1 Prozent) und Deutschland (0 Prozent) schien die Arbeitslosigkeit dagegen praktisch (noch) kein Thema zu sein. Dass in letzteren beiden Ländern die Zahlen tief sind, erstaunt allerdings angesichts der kontroversen Diskussion um den Euro-Rettungsfonds und die Zukunft der EU. Keinen Vergleichswert liefert die Schweiz, sie wurde in der Studie nicht berücksichtigt. (miw)

Erstellt: 12.12.2011, 10:10 Uhr

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93 Kommentare

Simon Kaiser

12.12.2011, 10:45 Uhr
Melden 72 Empfehlung 0

Das grösste Problem ist die Überbevölkerung. Schon jetzt leben Millionen in Armut und Hunger. Wie sieht das in Zukunft aus, wenn es nochmals eine Mia. mehr Menschen hat? Die Ressourcen werden ausgehen. Antworten


ali kazemi

12.12.2011, 10:37 Uhr
Melden 66 Empfehlung 0

90% der Probleme wären gelöst,wenn Westen die imperiale Politik aufgeben würden u Welt ein nachhaltiges faires wirtschaftliches Gleichgewicht erleben dürfte.In so einer Welt wäre aber kein Platz für Banken die Milliarden v Diktatorengelder u Flucht - u Schwarzgelder horten.Kein Platz für Casinokapitalismus, kein Platz für Länder,welche für Ölbohrrechte Kriege führen u kein Platz für Waffenlobbys Antworten



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