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Auch beim zweiten Mal wurde betrogen
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Auch beim zweiten Mal gab es Unregelmässigkeiten: Wahl in Zabelj, Kosovo.
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Auch bei der Wiederholung der Parlamentswahl in fünf Gemeinden des Kosovo ist es nach Angaben von EU-Beobachtern zu Unregelmässigkeiten gekommen. Vertreter des Europäischen Parlaments beklagten am Montag «ernsthafte Defizite» bei der Abstimmung am Sonntag.
Die Delegation habe Informationen über Wahlbetrug und Einschüchterungen erhalten, sagte die österreichische EU- Parlamentarierin Ulrike Lunacek auf einer Medienkonferenz in der kosovarischen Hauptstadt Pristina. Der Ablauf der Wahl zeuge von «mangelndem politischen Willen», eine Abstimmung im Einklang mit internationalen Standards zu organisieren.
Erste Wahl seit Unabhängigkeit
Erstmals seit der Unabhängigkeit von Serbien im Februar 2008 hatte der Kosovo im Dezember Parlamentswahlen abgehalten, aus der die Demokratische Partei (PDK) von Ministerpräsident Hashim Thaci als stärkste Kraft hervorging. Die Abstimmung musste allerdings in fünf Gemeinden wiederholt werden, in denen eine verdächtig hohe Wahlbeteiligung registriert worden war.
Ersten Ergebnissen zufolge drückte der neuerliche Urnengang den nationalen Stimmenanteil der PDK um 1,5 Prozentpunkte auf 32 Prozent. Die oppositionelle Demokratische Liga (LDK) verbesserte sich dagegen um 1,1 Prozentpunkte auf 24,7 Prozent.
Das amtliche Endergebnis steht erst nach einer weiteren Wahlwiederholung in der zwischen der serbischstämmigen Bevölkerung und Kosovo-Albanern geteilten Stadt Mitrovica Ende des Monats fest. (oku/sda)
Erstellt: 10.01.2011, 19:28 Uhr
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