Attentat auf italienischen Atomkonzern-Chef

Aktualisiert am 08.05.2012

Roberto Adinolfi, Chef von Ansaldo Nucleare, ist in Genua auf offener Strasse angeschossen worden. Das weckt in Italien Erinnerungen an blutige Zeiten in den 70er-Jahren.

Auf Spurensuche: Ermittlungen am Tatort in Genua. (7. Mai 2012)

Auf Spurensuche: Ermittlungen am Tatort in Genua. (7. Mai 2012)
Bild: Keystone

Bereits operiert: Roberto Adinolfi, Chef von Ansaldo Nucleare. (Bild: AFP )

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Ein Unbekannter habe gezielt auf die Beine des 53-jährigen Atomingenieurs Roberto Adinolfi geschossen, als dieser am gestrigen Montag vor seinem Domizil im nordwestitalienischen Genua in sein Auto einsteigen wollte, teilte die Polizei mit. Der Schütze sei anschliessend mit Hilfe eines Komplizen auf einem Motorrad entkommen. Adinolfi wurde nach Angaben seines Unternehmens mit Schienbeinbruch im Krankenhaus operiert, sein Zustand sei nicht besorgniserregend.

Italienische Sicherheitsvertreter sagten der Nachrichtenagentur Ansa, das Vorgehen erinnere an die ersten Anschläge der linksextremistischen Roten Brigaden in den 70er Jahren. Andere Ermittler vermuteten laut den italienischen Medien, die Täter könnten aus der Anarchistenszene stammen, die in Genua besonders stark vertreten ist. Staatsanwalt Michele Di Lecce schloss zunächst nichts aus. Bislang habe sich noch niemand zu der Tat bekannt, sagte er.

Ansaldo Nucleare ist eine Tochter des italienischen Rüstungsgiganten Finmeccanica. Obwohl Italien selbst auf Atomkraft verzichtet, produziert das Unternehmen Kernreaktoren der dritten Generation. Vor kurzem sicherte sich Ansaldo Nucleare Aufträge in China, Rumänien und der Slowakei.

(AFP)

Erstellt: 08.05.2012, 11:40 Uhr

Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen