Ausland

Argentinien wendet sich im Falkland-Streit an die UNO

Aktualisiert am 11.02.2012 25 Kommentare

Der Streit zwischen Buenos Aires und London reisst nicht ab: Argentinien protestiert bei der UNO gegen ein Manöver auf den Falkland-Inseln – und beschuldigt Grossbritannien der «Militarisierung» des Südatlantiks.

«Briten, haut von den Malvinas ab»: Ein Protestbanner hängt in Buenos Aires vor dem Regierungsgebäude.

«Briten, haut von den Malvinas ab»: Ein Protestbanner hängt in Buenos Aires vor dem Regierungsgebäude.
Bild: Reuters

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Argentinien hat bei der UNO formellen Protest gegen ein britisches Militärmanöver auf den Falkland-Inseln eingelegt. Aussenminister Héctor Timerman warf London am Freitag die «Militarisierung» des Südatlantiks vor.

Nach Informationen seines Landes nehme an den Militärübungen auch ein «atomgetriebenes U-Boot teil, das Atomwaffen transportieren kann», sagte Timerman nach Gesprächen mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und den amtierenden Vorsitzenden des UNO-Sicherheitsrats und der UNO-Generalversammlung in New York.

Vorwürfe zurückgewiesen

Der britische UNO-Botschafter Mark Lyall Grant wies die Vorwürfe als «eindeutig absurd» zurück. Gleichzeitig aber warnte er, London sei «für die Verteidigung und Sicherheit der Menschen auf den Falkland-Inseln verantwortlich» und werde «diese Verteidigung, wenn nötig, rigoros übernehmen».

Grossbritannien bleibe offen für einen Dialog mit der argentinischen Regierung über die Inseln - ausgenommen sei jedoch die Frage ihrer Souveränität.

Grossbritannien wolle die Wortgefechte nicht ausweiten. Wenn Argentinien aber Vorteil aus dem 30. Jahrestag des Falkland-Krieges zwischen beiden Ländern schlagen wolle, «dann werden wir unsere Position verteidigen.

Aufruf zum Dialog

UNO-Generalsekretär Ban rief unterdessen beide Seiten auf, den Konflikt auf dem Dialogweg zu lösen. Grund für die jüngsten argentinischen Proteste sind die derzeitigen britischen Militärübungen, an denen ein modernes britisches Kriegsschiff sowie Prinz William, die Nummer zwei der britischen Thronfolger, teilnehmen.

Beide Länder beanspruchen die dünnbesiedelte Inselgruppe im Südatlantik, die von den Briten Falklands und von den Argentiniern Malvinas genannten werden. Vor dem 30. Jahrestag des Kriegs um die Falkland-Inseln hatte sich zuletzt der Ton zwischen London und Buenos Aires deutlich verschärft.

Am 2. April 1982 besetzte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe, die seit 1833 unter britischer Kontrolle steht. Bei dem 74-tägigen Krieg starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Er endete mit einem Sieg Grossbritanniens. (kpn/sda)

Erstellt: 11.02.2012, 08:52 Uhr

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25 Kommentare

Hans Abächerli

11.02.2012, 17:14 Uhr
Melden 22 Empfehlung 1

Dass es die Argentinier nie begreifen: Die Falklandinseln haben nie zu Argentinien gehört! Und es gibt keinen akzeptablen Grund für sie, einen Anspruch auf diese Inseln zu erheben!
Auch wenn dort vor ein paar Jahren grosse Oelvorkommen entdeckt wurden!
Der grössenwahnsinnige argentinische Angriff auf die Inseln vor ca. 30 Jahren kostete über 1'000 Menschenleben, und erreicht wurde gar nichts!
Antworten


Rosemarie Wolf

11.02.2012, 19:15 Uhr
Melden 19 Empfehlung 0

Am besten geben die Argentinier Argentinien selbslt den Indianern zurück, denen sie es weggenommen haben. Dabei ist die Urbevölkerung grossenteils massakriert worden. Auf Falkland gibt es ein paar Tausend Leute, die gar keine Lust haben, unter argentinischer Hoheit zu leben. Antworten



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