Abkommen mit Armenien: Türkei stellt bereits neue Bedingungen
Baut neue Hürden auf: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Bild: Keystone)
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Eine Öffnung der Grenze zu Armenien, die in dem Abkommen vorgesehen ist, sei an Fortschritte bei einer Lösung des Konflikts um die Kaukasusenklave Berg-Karabach geknüpft, sagte Erdogan am Sonntag. Wenn Armenien sich nicht aus dem besetzten Gebiet zurückziehe, könne die Türkei in der Frage der Grenzöffnung «keine positive Haltung haben».
Armenien und Aserbaidschan streiten um Berg-Karabach, das überwiegend von Armeniern bewohnt wird. 1993 schloss die Türkei, ein Partner Aserbaidschans, deshalb die Grenze zu Armenien. Seit 1994 steht die umstrittene Enklave auf aserbaidschanischem Gebiet unter armenischer Kontrolle.
Aserbaidschan kritisiert Abkommen
Aserbaidschan hat das Abkommen zwischen der Türkei und Armenien zur Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten kritisiert. Die Annäherung beider Länder vor einem Abzug armenischer Truppen aus besetzten aserbaidschanischen Gebieten stehe im Widerspruch zu den Interessen Aserbaidschans.
Das werfe einen Schatten auf die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und der Türkei, hiess es in einer Erklärung des Aussenministeriums in Baku am Sonntag weiter. Zudem könne die einseitige Öffnung der türkisch-armenischen Grenze eine Gefahr für Frieden und Sicherheit in der Region darstellen. (bru/sda)
Erstellt: 11.10.2009, 14:34 Uhr
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