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Was der Westen im Atomstreit vom Iran neu verlangt

Aktualisiert am 08.04.2012

Nächste Woche soll es zu neuen Atomgesprächen mit dem Iran kommen. Gemäss einem Bericht geht der Westen mit seinen Forderungen deutlich weiter als bisher.

Soll so weit im Boden verankert sein, dass sie kaum zerstörbar sei: Atomanlage Fordo im Iran. (Archivbild)

Soll so weit im Boden verankert sein, dass sie kaum zerstörbar sei: Atomanlage Fordo im Iran. (Archivbild)
Bild: Reuters

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Chronologie: Der Atomstreit mit dem Iran

Chronologie: Der Atomstreit mit dem Iran
Konflikt mit langer Vorgeschichte: Irans Atomstreit mit dem Westen nahm schon im Jahr 2006 seinen Lauf.

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Der Westen will einem US-Pressebericht zufolge vom Iran bei den anstehenden Atomgesprächen die Schliessung der kürzlich vollendeten Atomanlage Fordo verlangen. Wie die «New York Times» gestern unter Berufung auf ungenannte westliche Diplomaten berichtete, wollen die USA und die EU-Staaten bei den Verhandlungen zudem den Stopp der Urananreicherung und die Verlagerung der bestehenden Uranbestände ins Ausland fordern. Die Gespräche des Iran mit der 5+1 Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland waren im Januar 2011 ergebnislos abgebrochen worden. Ob es kommende Woche tatsächlich ein Treffen gibt, ist unklar.

Die «New York Times» wies darauf hin, dass die Forderung nach der Aufgabe der unterirdischen Urananreicherungsanlage von Fordo für die iranische Führung schwer zu akzeptieren sein werde. Die Anlage nahe der zentraliranischen Stadt Qom liegt so weit unter der Erde, dass sie kaum mit Bomben zu zerstören ist. Nach Angaben der Zeitung sind Beobachter geteilter Meinung über die Auswirkung einer derart weitreichenden Forderung. «Wir haben keine Ahnung, wie die Iraner reagieren werden», zitierte die Zeitung einen hochrangigen US-Beamten.

Unberechenbare Ausgangslage

Während manche Experten glauben, dass sich angesichts der scharfen Sanktionen und der Drohung Israels mit einem Militärschlag im Iran die Befürworter eines Kompromisses durchsetzen könnten, fürchten andere Beobachter, dass die Forderungen eher die Verfechter einer harten Linie stärken. Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Die iranische Führung streitet dies ab. Israel fühlt sich vom Iran in seiner Existenz bedroht und erwägt einen Angriff auf die Atomanlagen.

Wie die «Washington Post» am Samstag unter Berufung auf einen ungenannten früheren US-Agenten berichtete, drang eine Beobachtungsdrohne des US-Geheimdienstes CIA vor mehr als drei Jahren unerkannt bis weit in den Iran hinein vor. Demnach wurde die RQ-170 Sentinel auf dem ersten Flug nicht von der Luftabwehr erfasst. In der Folge fertigten US-Drohnen Aufnahmen von dutzenden verdächtigen Anlagen im Iran an, bevor im Dezember eines der unbemannten Flugzeuge unter ungeklärten Umständen im Iran niederging.

(mrs/AFP)

Erstellt: 08.04.2012, 10:16 Uhr

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