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Tötung Ghadhafis könnte Kriegsverbrechen sein
Aktualisiert am 16.12.2011 37 Kommentare
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Der Internationale Strafgerichtshof geht im Zusammenhang mit dem Tod des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi dem Verdacht auf ein Kriegsverbrechen nach.
Es gebe den «ernsten Verdacht», dass es sich hier um ein Kriegsverbrechen handeln könnte. Dies sagte der Chefankläger des Gerichts, Luis Moreno-Ocampo, am Donnerstag, nachdem er den UNO-Sicherheitsrat in New York über die Ermittlungen informiert hatte.
UNO-Kommission soll ermitteln
Moreno-Ocampo kündigte an, er werde die Mitgliedsstaaten des UNO-Sicherheitsrats um etwaige Informationen zum Tod Ghadhafis bitten. Zudem seien Ermittler des Gerichts in Libyen gewesen, um der Übergangsregierung ihre Bedenken zum Tod des ehemaligen Machthabers vorzubringen und die Aufklärung und Verfolgung von Kriegsverbrechen während des monatelangen Konflikts zu besprechen. Auch eine UNO-Kommission soll zu Verbrechen während des Konflikts ermitteln.
Ghadhafi war am 23. Oktober unter ungeklärten Umständen von libyschen Rebellen in seiner Heimatstadt Sirte festgenommen und getötet worden. Nachdem sein Militärkonvoi von einem Nato-Luftangriff angehalten worden war, hatte sich Ghadhafi in einem Abflussrohr unter einer Strasse versteckt. Als er von Aufständischen herausgezerrt wurde, war er zwar verletzt, aber noch am Leben, wie Filmaufnahmen zeigen. Kurz darauf starb er. (fko/AFP)
Erstellt: 16.12.2011, 10:00 Uhr
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