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Timoschenko tritt in den Hungerstreik

Aktualisiert am 24.04.2012 5 Kommentare

Zweites Verfahren und eine verwehrte Gesundheitsbehandlung: Mit einem Hungerstreik macht die ukrainische Oppositionelle Julija Timoschenko nun auf ihre missliche Lage in der Haftanstalt aufmerksam.

Nimmt keine Nahrung mehr zu sich: Julija Timoschenko. (Archivbild)

Nimmt keine Nahrung mehr zu sich: Julija Timoschenko. (Archivbild)

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Chronologie: Der Fall Julija Timoschenko

Chronologie: Der Fall Julija Timoschenko
Die frühere ukrainische Regierungschefin wird Ende 2011 zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Sie legt Berufung ein – ohne Erfolg.

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Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julija Timoschenko ist nach Angaben ihres Anwalts in einen Hungerstreik getreten. Timoschenko habe erklärt, dass sie keine Nahrung mehr zu sich nehme, sagte der Anwalt Sergej Wlassenko laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax heute beim Verlassen der ukrainischen Haftanstalt Charkiw. Die 51-Jährige, die unter schweren Gesundheitsproblemen leidet, protestiere damit gegen ihre Behandlung durch das Personal der Haftanstalt und durch Ärzte.

Timoschenko war im vergangenen Oktober wegen Amtsmissbrauchs in ihrer Zeit als Ministerpräsidentin zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Grund war ein 2009 mit Russland geschlossenes Gasgeschäft. Die Europäische Union hatte die Inhaftierung Timoschenkos, die bei der Präsidentschaftswahl 2010 gegen ihren Erzrivalen Wiktor Janukowitsch unterlag, als politisch motiviert kritisiert.

Vergangene Woche hatte ein weiteres Verfahren gegen Timoschenko wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung in ihrer Zeit als Chefin eines staatlichen Energiekonzerns mit Voranhörungen begonnen. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nahm die 51-Jährige nicht daran teil. (mrs/AFP)

Erstellt: 24.04.2012, 13:34 Uhr

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5 Kommentare

Sacha Meier

24.04.2012, 15:36 Uhr
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Gefängnisstrafen für Amtsmissbrauch bei wissentlich unvorteilhaften Staatsverträgen sollte man unbedingt auch bei uns einführen. Vielleicht würde sich dann EWS zwei Mal überlegen, ob sie dem IWF eine Kreditzusage von CHF 10 Mia. gibt - während Forscher aus Spargründen aus Hochschulen entlassen, ALV-Leistungen abgebaut werden und der Nationalrat verzweifelt um ein 800 Mio. Sparpaket ringt. Antworten


Frederick Wenck

24.04.2012, 17:23 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Was für ein Zufall, dass Timoschenko ausgerechnet dann, als sie Probleme mit der Justiz bekam, auch noch urplötzlich erkrankte. Notabene an einer Krankheit, die nicht mal genau definiert werden konnte. Antworten



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