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Tepco fährt seinen letzten Atomreaktor herunter
Von Japans 54 Atommeilern erzeugt nur noch ein Einziger Strom. Am 5. Mai wird der letzte Reaktor vom Netz genommen. Trotzdem gehen die Lichter in Japan nicht aus. Mehr...
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57 Kommentare
Was passiert, wenn ein Land überstürzt aus der Atomenergie aussteigt? Wir merken uns: Die AKW werden durch fossile Kraftwerke ersetzt. Ich würde gerne sehen, wie die Schweiz ihre AKW durch erneuerbare Energien ersetzt und gleichzeitig den Individualverkehr elektrifiziert. Aber wenn das nicht klappt, dann sind ein paar moderne AKW sicher besser als neue fossile Abhängigkeiten + Emissionen. Antworten
Und mit AKWs ist man dann nicht mehr abhänig, schliesslich haben wir ja enorme Urangebiete in den Alpen ;)
Aber Fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas sind natürlich keine Alternative, die Zukunft ist erneuerbar!
wo bitte wird in solarpanels quecksilber verbaut?
Langsam ist mir diese ganze Diskussion "es geht auch ohne - nein, es geht nicht ohne" so ziemlich leid. Sollen doch in Europa morgen alle AKW abgestellt werden und mal so 2 bis 3 Wochen weg vom Netz bleiben. Passiert nichts, brauchen wir sie nicht, sollen sie abgeschaltet bleiben. Andernfalls gibt es in 4 Wochen keine AKW-Gegner mehr. Auf jeden Fall ist die Sache nachher klar. Antworten
Ich gebe ihnen in einem Punkt recht, mir geht es auch auf den Sack (um ihr einfach Sprache zu gebrauchen), aber mich ärgert an der ewigen Dikussion was anderes! Wieviel ist in Japan der Stromverbrauch zurückgegangen? Das wäre interessant
Japan wird nun gleich mehrfach horrende Kosten tragen müssen: Aufräumarbeiten des Tsunamis, Folgen der Reaktorkatastrophe inklulsive Rückbau, Stilllegung der anderen Atommeiler, Wiederinbetriebnahme der alten Kraftwerke plus (teure) Brennstoffe, rascher Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung...
Wir sollten es hier anders machen.
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Japan geht pleite in einigen Jahren, wenn man den Ausführungen von Finanzexpertin glauben schenkt. Das gleiche blüht aber auch für Europa und der Schweiz wenn auch nur eines der Kernkraftwerke in Mitteleuropa eine Haverie ähnlich Fukushima erleidet. Dann wars das mit der Lebensqualität und dem Wohlstand.
Ich denke über kurz oder lang wird Japan seine Akw wieder hochfahren , man bedenke nur schon den immensen Stromverbrauch der grössten Stadt der Welt Tokyo . etwas stutzig gemacht hat mich eine doku von umgesiedelten leuten in ihren provisorischen behausungen, vor den hunderten eingängen ist eine Air Contition anlage standart mässig mondiert! Antworten
In Fukushima wurden am Anfang im Managen der Katastrophe gewaltige Fehler gemacht. Aber jetzt reagiert man schnell, konsequent und radikal und zeigt damit, wie sehr man aus Fehlern zu lernen bereit ist - Lernfähigkeit war schon immer ein Zeichen von Intelligenz. Das ist einer der vielen Gründe, weshalb Asien so erfolgreich ist - und warum Amerika und Europa nicht mehr mitzuhalten vermögen. Antworten
Bitte genauer recherchieren: Gibt es Zahlen von Japen bezüglich Stromverbrauch? Die 30% Atomstrom sind ja wohl kaum vollständig durch thermische Kraftwerke ersetzt worden? Wieviel sparen die Japaner (Leuchtreklame, weniger Klimaanlage u.s.w?) Das wäre höchstinteressant, aber vermutlich hat die Stomlobby kein Interesse an diesen Zahlen Antworten
"Die Betreiberkonzerne haben als Ersatz für die Atomkraftwerke stillgelegte Thermalkraftwerke wieder angefahren."
Aus irgent einem Grund wird man diese doch auch stillgelegt haben, entweder nicht mehr wirtschaftlich oder vielleicht auch gewaltige Dreckschleudern. Aber das ist den Atomgegnern, dann plötzlich wieder egal. Die Klimaerwärmung ist ein langsam reifender Super-Super-Super-Gau
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Ich denke eher, dass sie auf Druck der Atomlobby stillgelegt wurden.
Bei solchen Meldungen entpuppt sich die Stomknappheits-Angstmacherei als haltloses Geschwafel der ewiggestrigen Atomlobby. Es geht nur um wirtschaftliche Interessen einiger Weniger, welche den Hals nie voll genug kriegen und keiner ist bereit ist, das Risiko einer nuklearen Katastrophe zu tragen. Dabei wäre mit erneuerbarer Energie wesentlich mehr Geld zu machen, und das ohne grosses Risiko. Antworten
Stefan Heule, 12.59h: Japan war vor Jahren führend in der eneuerbaren Technik, schob aber diese beiseite. Hätte man früher auf diese Energieträger gesetzt, müsste heute nicht "schlechte" Energie importiert, oder selbst produziert werden.
Genausowenig reparierbar sind die Schäden, welche der jetzt in Japan deutlich erhöhte CO2-Ausstoss via Klimaerwärmung verursacht. Aber das trifft ja nur arme Länder wie Bangladesh oder Inselstaaten wie Kiribati, also kann es den Industriestaaten (uns) egal sein, oder? Ausstieg aus der Kernenergie langfristig ja, aber nicht übereilt zu diesem Preis...
Japan hat(te) ja ca. 40% Reserve, da viele grössere Industrien ein eigenes Gasturbinenkraftwerk betreiben oder bereithalten. Das hat die Schweiz nicht. Übrigens kam/kommt es trotz dieser Reserven zu Stromausfällen, da das Netz für die Verteilung nicht ausreicht. Den AKW-Ausfall in Japan bezahlen, nebenbei bemerkt, unter anderem Sie: an der Tankstelle.
Wo sind denn die stillgelegten thermischen Kraftwerke in der Schweiz, welche so mir nichts dir nichts hochgefahren werden können?
Im Text ist das beschrieben: die Japaner verfeuern nun halt wieder Gas und Öl. So lange davon noch etwas übrig ist... Genauso wird es auch die Schweiz machen, wenn die AKWs stillgelegt sind.
Die Japaner lernen wenigstens aus ihren Fehlern. Bei uns in der Schweiz weiss man, dass der Super-Gau irgendwann mit Bestimmtheit eintreten wird, und macht doch nichts anderes, als Löcher zu stopfen. Wie wäre es endlich mal mit sauberer Energie aus Luft, Wasser, Sonne, Bioabfall, Holz, Bodenwärme, Wärmeaustauschern und anderen Transformationsprozessen? Sind wir wirklich noch im Steinzeitalter? Antworten
Unser Planet Erde wird auch das überstehen...
btw: saubere Energie gibt es nicht! Die Frage ist für mich nur, auf was wir an Lebenskomfort verzichten können um etwas länger auf der unseres Oberfläche Planeten zu leben...
Eigentlich sind wir noch im Atomzeitalter...
Schade, dass im Artikel nicht darauf hingewiesen wird, dass der Ausfall der AKW in Japan durch Öl und Gas-Kraftwerke aufgefangen wird. Es ist nicht so, dass der Strom nicht gebraucht wird - er wird einfach anders produziert. Gleich auch, wenn in der Schweiz ein AKW in Revision geht: entweder geschieht dies im Sommer (tieferer Verbrauch) oder es wird einfach durch Importe (u.a. franz AKW) ersetzt. Antworten
Stimmt, aber das will eben niemand hören. Frei nach dem Motto, dass der Strom aus der Steckdose kommt.
Jack Meier, 12.24h: ....und die Einfuhr des vor allem auf dem Höchststand befindliche Öl hat ein gewaltiges Handelsdefizit herauf beschworen! So betrachtet hat Japan, das die Eneuerbare Energietechnik beiseite schob, diesen Vorsprung verschlafen und auf das falsche Pferd gesetzt.
Wie die Deutschen (und bald wir Schweizer auch) sollten auch die Japaner GuD (Gas und Dampf) Kraftwerke bauen. Diese erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 65%. Mit qualitativ gutem russischem Erdgas lassen sich bei einem Verbrauch von bloss 20...25kg/s so 1GW (1'000MW) an elektrischer Energie gewinnen. Zudem kann man dem Erdgas auch regenerativ erzeugten Wasserstoff beimischen. Antworten
@ Rita Quindega + Sacha Meier
Zur Veranschaulichung Windkraft und Photovoltaik:
1GW im Jahr = 8760 GWh sind in etwa:
- 1 durchschn. Windkraftanlage im Radius von 2.75 km in der gesamten Schweiz oder
- 73 km2 Photovoltaikanlage
Sprich bei 85% Wasserstoff und 65% Wirkungsgrad ca. 47.75 km2 Photovoltaik UND 1 Windkraftanlage im Radius von 3.4 km
@Peter Meister GuD heisst nicht, dass man unbedingt auf Erdgas angewiesen ist. Man kann (heute) nämlich bis zu 85% Wasserstoff beimischen. Konkret heisst das, dass der überschüssige Strom aus PV- und Windkraft elektrolysiert und als speicher- und transportabler, sauberer Brennstoff verstromt würde. Das spart teure Netz- und Speicherausbauten und die Verbrennung von H2 produziert eben kein CO2.
S. Meier 12.28h: Stimme Ihnen zu, aber es gibt ja den Mix mit Biogas, Windkraft etc., das alles zusammen macht das Überbrücken von der Atomkraft zur EE. Es müssten alle an einem Strang ziehen.
Deutschland geht voran, wird aber von der FDP ausgebremst. Die Politik muss der Vorreiter sein, hüben wie drüben.
Gemäss Ihnen 72-90t Erdgas für 1 GWh.
Gemäss Erdgas Schweiz 219t CO2 für 1 GWh bei der Nutzung von Erdgas als Energieträger.
Nach Ihrer Berechnung ca. 630'720-788'400t Erdgas pro Jahr oder nach Erdgas Schweiz über 1.9 Mio t CO2 pro Jahr. Zum Ersatz aller schweizer AKWs folgedessen 2.129-2.661 Mio t Erdgas oder 6.475 Mio t CO2. (6.475 Mio t CO2 = ca 40Mrd Pkw-km oder 10'000 km / Pkw / Jahr)
und wir machen uns bezüglich des erdgases von den russen abhängig? nein danke!
@Ernst Kammermann Ich bin ein (weggesparter) Ingenieur und Pragmatiker. Die Kernkraft wird vom Volk aus demokratisch-ideologischen nicht mehr akzeptiert, die aneutronische Fusion ist tabu weil nicht proliferationssicher, Kohle zu dreckig und die Regenerativen für sich zu wenig leistungsfähig und würden gewaltige Netz- und Speicherausbauten nötig machen. Bleibt also noch GuD. Erdgas gibt es überall
@ ernst kammermann: und von wo haben wir unser uran.
gas ist bestimmt auch nicht die zukunft. fossile brennstoffe können dies einfach nicht sein. als übergang aber wohl das kleinere übel. wasserstoff ist da schon interessanter.
interessant ist jedoch, wie mit ein bisschen willen und etwas druck es plötzlich möglich wird, auf atomstrom zu verzichten.
Wäre der Atomunfall in Europa passiert (was hoffentlich nie eintreffen wird) wurde kein einziges Atomkraftwerk in Westeuropa mehr am Netz sein. Daher ist Japan nur eine Vorsichtsmassnahme auf einen möglichen nächsten Supergau. Früher hat Japan Europa kopiert, heute sind sie Vorreiter und Vorbild. Antworten
Patricia Klein, für Spitzfindige natürlich Osteuropa ausgeschlossen.
"Wäre der Atomunfall in Europa passiert"
Gehört Ukraine nicht zu Europa?
@J. Gassmann: Tatsache ist einfach, dass sich nichtfossile Energien (Erneuerbare, Kernenergie) weitgehend CO2-frei oder zumindest -arm nutzen lassen, wenn ein Teil der damit produzierten Energie direkt für die Herstellung des Brennstoffs, Turbinen oder PV-Module verwendet wird (Ob dies tatsächlich getan wird, ist eine andere Frage). Dies ist bei fossilen Energieträgern a priori nicht möglich.
Die Gewinnung und anreicherungn von Uran erzeugt auch sehr viel CO2 und die Natur wird auch sehr stark belastet. Ist komisch Die Rechnung wird immer gemacht ohne die Gewinnung von den Brennstäben. Wenn dann soll alles Berücksichtigt werden so stehen die Atomkraftwerke nicht mer so CO2 Neutral da.
Die Japaner beginnen zu Sparen oder haben zeitweise gar kein Strom! Kürzlich eine Reportage drüber gesehen. In einigen Gebieten wird wie in alten Zeiten Holz verfeuert. Oder halt geschlottert. Es geht, aber auch unangenehm.
Vor einigen Jahren ging in Leibstadt der Generator kaputt. Das Kraftwerk war für mehrere Monate ausser Betrieb. Niemand hat etwas davon gemerkt, obwohl Leibstadt etwa die Leistung hat wie die 3 KKWs Mühleberg, Beznau I und II zusammen. Die EWs haben zwar weniger Kasse gemacht, aber von einer Stromknappheit deswegen keine Spur. Antworten
@ Herren Sobol, Bucheli und Meyer: Ja, vermutlich wurde Strom importiert, anstatt die eigenen Speicherwerke anzuwerfen. Deren Strom verkauft man lieber sehr teuer zu Spitzenzeiten ins Ausland. Unsere EWs sind auf Gewinnmaximierung aus statt auf unabhängige Versorgungssicherheit. Ich bezweifle, ob die rund 1000 MW nicht auch ohne Importe zu ersetzen gewesen wären.
Herr S. Egli, Sie verwechseln etwas, weil Sie ein Egoist sind, heisst das nicht, dass die Schweiz das auch ist. Wir sollen also besser Atomstrom aus dem Ausland beziehen, weil wenn's einen Unfall gibt, wir weniger betroffen sein werden. Das ist nicht nur egoistisch, sondern zu tiefst menschenverachtend. Ich wohne in der Nähe von Gösgen, mir ist das aber lieber, als ein verlottertes AKW irgendwo.
"Niemand hat etwas gemerkt." Vielleicht weil Strom aus dem Ausland eingekauft werden musste...?
Herr Bucheli und Meyer: Lieber das AKW steht in Frankreich als bei uns. Tönt vielleicht egoistisch, aber das ist die Schweiz sowieso. Und wer glaubt, das macht von der Gefahr her nicht aus, täuscht sich gewaltig. 30 km Radius ist meist alles im Arsch, für sehr sehr lange, weiter weg eventuell (je nach Wind und Unfallart) eben nicht.
Ja Herr Wigger, sie schreiben richtig, wir haben nix gemerkt in der Schweiz, es wurde genau gleich viel Strom gebraucht. Ja, aber woher kam der nicht in der Schweiz produzierte Strom? Aus dem Ausland, der meiste Atomstrom wird aus Frankreich und Italien ueber dem europ. Strom Verbund eingefuehrt und hoch bezahlt.
Atomstrom in der Schweiz abstellen und dann einfach importieren?
Ähnliches gilt auch für Gösgen. Das KKW war schon mehrmals vom Netz. Stromausfälle gab es deswegen keine. Lediglich die Dampffahne fehlte.
Logisch! Da wird einfach Atomstrom aus Frankreich importiert.
Die Leute wollen die Katastrophe lieber langsam (CO2/Erderwärmung) als super schnell (AKW Unfall). Das kann man einfacher ignorieren und wegreden. Lustigerweise ist aber das Ausmass der Zerstörung durch Erderwärmung um ein mehrfaches schlimmer. Unzählige km2 Landstriche werden unnutzbar und gar unbewohnbar. Aber natürlich nicht bei uns, sondern bei den anderen. Antworten
@Rothenbühler: Rein technisch betrachtet gebe ich Ihnen weitgehend recht (sofern Sie von "Grosskatastrophen" sprechen - aber die absolute Sicherheit gibt es auch dann nicht, wenn unüberlegter Energieverschleiss verhindert wird - jegliche Form von Energienutzung birgt ein gewisses Restrisiko)
Ob die Menschheit aber dazu in der Lage ist, ist eine andere Frage.
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es nicht um eine entweder-oder geht, sondern darum, jegliche Katastrophe durch eine unüberlegten Energieverschliess zu verhindern. Und ja: das ist tatsächlich möglich.
Man kann im Sommer vielleicht einen neuen Index ins Leben rufen: Wie sehr dass die Menschen schwitzen müssen, bis die Angst vor Atomunfällen übersteuert wird. Sozusagen der Preis der Angst gemessen am Komfort.
Denn daran, dass im Sommer einige Meiler wieder hochgefahren werden zweifelt wohl kaum jemand.
Antworten
Wenn die zuständigen Hirne nicht etwas atomverseucht gewesen wären, müsste man im Sommer keine AKWs hochfahren um zu klimatisieren. Im Sommer, wenn man schwitzt, steht nämlich genug Sonnenenergie zur Verfügung, um die nötige Abkühlung zu erwirken.
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