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Syrien im Bürgerkrieg – USA erwägen Schliessung von Botschaft
Aktualisiert am 21.01.2012 11 Kommentare
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Opposition soll Journalisten getötet haben
Der Tod des französischen Journalisten Gilles Jacquier in Syrien ist offenbar auf ein Fehlverhalten der oppositionellen Seite zurückzuführen. Dies berichtete die Zeitung «Le Figaro» am Freitag unter Berufung auf einen Vertreter der syrischen Opposition.
Die Vertretung der von Deserteuren aufgebauten Freien Syrischen Armee in Paris wies den Bericht des «Figaro» jedoch umgehend zurück. Einzig und allein die Armee des syrischen Staatschefs Baschar al- Assad sei für das Verbrechen verantwortlich, «denn nur sie besitzt Granaten».
(SDA)
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Die USA drohen Syrien mit der Schliessung ihrer Botschaft in Damaskus. Das Aussenministerium erklärte am Freitag, die USA machten sich ernste Sorgen über die sich verschlechternde Sicherheitslage.
Die Regierung habe deshalb Syrien darüber informiert, dass die Vertretung wohl geschlossen werden müsse, falls das Land in den kommenden Tagen keine konkreten Schritte zu Verbesserung der Situation unternehme.
Nach zehn Monaten mit Demonstrationen und Unruhen hat die Regierung von Präsident Bashar Assad aus Sicht der Vereinigten Staaten nicht mehr die volle Kontrolle über das Land. Präsidialamtssprecher Jay Carney forderte ein Ende der Gewalt gegen Demonstranten und nannte den Rücktritt Assads unvermeidlich.
Wieder mindestens 15 Tote
Syrische Soldaten haben nach Angaben aus Kreisen der Opposition landesweit wieder mindestens 15 Menschen getötet. Sechs Menschen sollen allein in der nördlichen Provinz Idlib getötet worden sein. Im Süden wurde ein Feldwebel der syrischen Streitkräfte tot aufgefunden, der zuvor entführt worden war. Regimegegner berichteten, dass der Offizier zuvor Oppositionellen geholfen habe.
Tausende protestierten am Freitag erneut gegen die Regierung und forderten den Sturz des Regimes von Präsident Baschar Assad.
Hizbollah-Kämpfer gesichtet
Aktivisten berichteten am Freitag zudem von Hisbollah-Kämpfern, die aus Libanon nach Syrien unterwegs seien zur Unterstützung des Assad-Regimes. In der Nähe des Grenzübergangs Masnaa seien Dutzende von Fahrzeugen mit Kämpfern der libanesischen Schiiten-Bewegung Hizbollah gesichtet worden. Sie seien über eine normalerweise nur vom Militär genutzte Strasse von Libanon nach Syrien gefahren.
Sie hätten Kampfesparolen gerufen und geschworen, der alawitischen Minderheit zu helfen, der Syriens Präsident Bashar Assad angehört.
Gleichzeitig meldeten die Aktivisten unter Berufung auf einen Offizier der libanesischen Armee, es gebe Pläne, die grenznahe syrische Ortschaft Al-Sabadani einzunehmen. Dort hatte es diese Woche nach Kämpfen zwischen Deserteuren und Regierungstruppen eine Art «Waffenruhe» gegeben. Assad soll die libanesische Regierung aufgefordert haben, den Waffenschmuggel über die Grenze nach Al-Sabadani zu unterbinden.
Gefechte zwischen Armee und Deserteuren
In der südlichen Provinz Daraa sollen Angehörige der Sicherheitskräfte einen Offizier der Abteilung «Politische Sicherheit» getötet haben. Dieser habe heimlich mit den «Revolutionären» zusammengearbeitet, meldete die Protestbewegung.
Aus der nordwestlichen Provinz Idlib wurden Gefechte zwischen Armee-Einheiten und Deserteuren gemeldet. Zugleich sollen dort die Leichen von sechs Männern, die zwei Tage zuvor verschwunden waren, ihren Familien übergeben worden sein.
Entscheid über Liga-Mission
In Kairo ist inzwischen der Leiter der Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien, der sudanesische General Mohammed al- Dabi, eingetroffen. Er hat einen Bericht über den einmonatigen Beobachtereinsatz vorbereitet, der am Wochenende bei der Arabischen Liga diskutiert werden soll.
Die Liga will daraufhin entscheiden, ob der von vielen Beobachtern als erfolglos eingestufte Einsatz verlängert werden soll oder nicht. Zwei ranghohe Liga-Vertreter sagten bereits am Freitag in Kairo, die Beobachtermission werde vermutlich verlängert. (kpn, kle/AFP)
Erstellt: 21.01.2012, 06:47 Uhr
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11 Kommentare
Das sind weder Deserteure noch Hizbollah Kämpfer. Der Bart ist zu lang als dass sich ein Deserteur diesen in den letzten paar Monaten wachsen lassen konnte (in Syria herrscht Rasurpflicht in der Armee) und wird so nur von Salafisten getragen - ausser dem "Westler" in der Mitte. Antworten
1. syrien braucht sicher nicht die hizbollah, weil israel jederzeit selbst zu schlagen kann. 2. syriesche armee hat 450000 die man sicherlich die hälfte zur gebrauchen ist :) 3. wieso wird nicht von sabotage akten berichtet wo man nahrungsmittel, öl, sonstiges zerbommt und die bevölkerung terrorisiert, im internet blogs findet man reichlich andere informationen die tagi soll sich mal schlau machen Antworten
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