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Nato-Bericht enthüllt Pakistans Doppelspiel

Aktualisiert am 01.02.2012 16 Kommentare

Der pakistanische Geheimdienst ist «eng verknüpft» mit den Taliban. Dies enthüllt ein geheimer Nato-Bericht. Demnach kennen die Pakistaner auch die Aufenthaltsorte der Führer der radikalen Organisation.

Spannungen zwischen Kabul und Islamabad wegen der Taliban: Taliban-Kämpfer treten dem Reintegrationsprogramm der afghanischen Regierung bei. (30. Januar 2012)

Spannungen zwischen Kabul und Islamabad wegen der Taliban: Taliban-Kämpfer treten dem Reintegrationsprogramm der afghanischen Regierung bei. (30. Januar 2012)
Bild: Reuters

20 Taliban getötet

Die pakistanische Armee hat bei Luftangriffen in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes mindestens 20 Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet. Die Kampfflugzeuge hätten heute Verstecke der Rebellen im Bezirk Orakzai angegriffen und mindestens vier davon zerstört, sagte ein hochrangiger Militärvertreter in der Stadt Peshawar. Seine Angaben wurden von örtlichen Geheimdienstvertretern bestätigt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen handelte es sich um Verstecke der pakistanischen Taliban-Gruppierung Tehreek-e-Taliban (TTP), die für fast 5000 Tote bei Anschlägen und anderen Gewalttaten in ganz Pakistan seit gut vier Jahren verantwortlich gemacht wird. Wie ein Sicherheitsvertreter sagte, war möglicherweise auch einer der TTP-Anführer, Moheyuddin, unter den Toten. (afp)

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Die pakistanischen Sicherheitskräfte unterstützen einem geheimen Nato-Bericht zufolge im Verborgenen die Taliban in Afghanistan. Wie die britische Zeitung «The Times» (Onlineartikel kostenpflichtig) und der Rundfunksender BBC heute unter Berufung auf das Nato-Dokument berichteten, ist die Regierung in Islamabad über den pakistanischen Geheimdienst ISI nach wie vor mit den Aufständischen «eng verknüpft». Demnach verfügt Pakistan über ein Netz von Mittelsmännern und Spionen, über die strategische Hinweise über die ausländischen Soldaten an die Taliban weitergeleitet werden können.

Der Nato-Bericht basiert laut BBC auf Daten aus 27'000 Verhören von mehr als 4000 Kämpfern des Terrornetzwerks al-Qaida und der Taliban. Den Angaben zufolge wurde er im vergangenen Monat der Nato-Führung in Afghanistan übergeben.

«Der ISI ist über die Taliban-Aktivitäten und den Verbleib von ranghohen Taliban-Kämpfern vollständig im Bilde», heisst es den Medienberichten zufolge in dem Dokument. Demnach kommen ranghohe Taliban regelmässig mit Vertretern des pakistanischen Geheimdienstes zusammen. Aus den Verhören geht laut BBC aber nicht hervor, ob Pakistan die Taliban mit Geldern oder Waffen unterstützt. Vielmehr hiess es, die Beziehungen seien für beide Seiten «nützlich», aber wenig vertrauensvoll.

Islamabad protestiert

Pakistanische Regierungsvertreter wiesen die Berichte scharf zurück. Diese seien «belanglos, um es noch milde auszudrücken», sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Abdul Basit, der Nachrichtenagentur AFP. Ein ranghoher Vertreter der Sicherheitskräfte verwies darauf, dass der Nato-Bericht nie veröffentlicht worden sei. Die BBC und die «Times» gäben nur gezielt lancierte Informationen weiter, die es nicht «wert sind zu kommentieren». Aussenamtssprecher Basit versicherte, Islamabad verfolge eine strikte Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

Die afghanische Regierung wirft Islamabad regelmässig vor, für die Gewalt im Land verantwortlich zu sein. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern liegen auf Eis, seit im September der mit den Taliban-Friedensgesprächen betraute afghanische Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani von einem Selbstmordattentäter getötet wurde. Ein afghanischer Abgeordneter machte für dessen Tod pakistanische Spione verantwortlich.

Der nun bekannt gewordene Nato-Bericht droht einen Annäherungsversuch beider Länder zu überschatten: Der afghanische Präsident Hamid Karzai kommt heute in Kabul mit Pakistans Aussenministerin Hina Rabbani Khar zusammen. (rub/AFP)

Erstellt: 01.02.2012, 09:40 Uhr

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16 Kommentare

johann krebs

01.02.2012, 09:58 Uhr
Melden 36 Empfehlung

Wer wie ich in Afgh arbeitet weiss woher die troublemakers nach Afgh kommen und wer sie finanziert. Leider deutet sehr viel auf die Pakistanische addresse. Wir vor ort sind dem ganzen praktisch als koeder ausgesetzt. Wann wird die EU-USA-und Co dem Pakistaniregime den geldhahn abdrehen, um den Afghanis freiden zu goennen ist die frage. Antworten


Klaus Dubach

01.02.2012, 14:26 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Die Taliban bekommen schon seit vor 9/11 und auch danach weiterhin Unterstützung von Pakistan,die Pakistanis geben den Taliban Moralische Untersützung,Waffen,Geld,Informationen,sie Trainieren sie etc.
Pakistan ist kein Freund des Westens aber sie geben sich als das um die Milliarden der Amis zu kriegen.Pakistan sollte durch Sanktionen dazu bewogen werden die Atom Bombe abzugeben
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