Medien machen Burmas Präsident keine Angst mehr

Die Zeit der Zensur scheint vorbei: Burmas Präsident Thein Sein hielt seine erste Pressekonferenz ab. Ob die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi einen Posten in seiner Regierung bekomme, hänge von ihr ab.

Sucht erstmals den Kontakt zu den Medien: Burmas Präsident Thein Sein. (21. Oktober 2012)

Sucht erstmals den Kontakt zu den Medien: Burmas Präsident Thein Sein. (21. Oktober 2012) Bild: Reuters

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Meilenstein in Burma: Der reformorientierte Präsident Thein Sein hat nach Jahren der Geheimniskrämerei und Zensur durch die Militärjunta seine erste Pressekonferenz abgehalten.

Aufsehenerregende Neuigkeiten hatte der Staatschef zwar nicht zu vermelden, als er sich am Sonntag im Regierungssitz Naypyidaw rund 30 Fragen örtlicher Medienvertreter und ausländischer Reporter stellte. Allerdings warf allein die Veranstaltung ein Schlaglicht auf die allmähliche Öffnung, die Burma bislang unter Seins Ägide erfahren hat.

Medienerfahrung in den USA gemacht

Auf die Frage, warum er nun erstmals einen Pressetermin wahrnehme, verwies der Präsident auf seine jüngste Reise in die USA, wo er oft Interviews gegeben habe. Am härtesten sei das Beantworten von Fragen in der BBC-Sendung «Hardtalk» gewesen, räumte Sein ein. Nach jener Erfahrung habe er jedoch nicht länger Furcht vor einem Zusammentreffen mit Medien empfunden.

Bei der Pressekonferenz vom Sonntag ging es unter anderem um den Kampf gegen die Rebellen im Norden Burmas sowie eine mögliche Änderung der vom Militär geprägten Verfassung. Zudem wurde Sein gefragt, ob er der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi eine Aufgabe in seiner Regierung geben würde. Das hänge ganz von ihr ab, entgegnete er. (chk/dapd)

(Erstellt: 22.10.2012, 05:42 Uhr)

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