Japan verliert bis 2060 ein Drittel der Bevölkerung
Aktualisiert am 30.01.2012 59 Kommentare
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Die japanische Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten um ein Drittel schrumpfen. Bis 2060 sei mit einem Rückgang der Bevölkerungszahl von derzeit 128 Millionen auf 87 Millionen im Jahr 2060 zu rechnen, hiess es in einer vom Gesundheits- und Sozialministerium veröffentlichten Schätzung. Gleichzeitig soll sich die Zahl der Senioren auf 40 Prozent der Einwohner verdoppeln.
Die Fruchtbarkeitsrate, also die Zahl der Kinder, die eine Frau in ihrem Leben durchschnittlich zur Welt bringt, geht ebenfalls noch weiter zurück: Lag sie 2010 bei 1,39, soll sie 2060 noch 1,35 betragen. Um die Bevölkerungszahl zu halten, müsste jede Frau durchschnittlich mehr als zwei Kinder bekommen.
Anteil der Erwerbsfähigen sinkt
Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren geht der Prognose zufolge auf etwa die Hälfte der Bevölkerung zurück. Gleichzeitig werden die Japaner länger leben. Die durchschnittliche Lebenserwartung für 2060 wird auf 90,93 für Frauen (2010: 86,39) und 84,19 für Männer (79,64) steigen.
Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat angekündigt, sich in diesem Jahr für Reformen der sozialen Sicherungssysteme einzusetzen. Die sind nach Angaben des Nationalen Instituts für Bevölkerungsforschung auch dringend notwendig: Japan sei das Land, das weltweit am schnellsten altere, bei einer gleichzeitig niedrigen Geburtenrate. Sein Bevölkerungsrückgang werde daher dramatischer ausfallen als in den meisten anderen Ländern. (kpn/dapd)
Erstellt: 30.01.2012, 16:25 Uhr
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59 Kommentare
Offenbar reguliert sich das Problem der Überbevölkerung selbst. Man kann Japan nur gratulieren, dass es auf natürliche Weise eine Bevölkerungsreduktion von 1/3 in 50 Jahren erreichen wird. Dass das als Problem gesehen wird, liegt wohl daran, dass es die Menschen nicht schaffen aus dem Wachstums-Paradigma herauszukommen und andere Lösungen für die Zukunft zu finden. Antworten
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