Diktator wird Ausstellungsobjekt

Aktualisiert am 12.01.2012 4 Kommentare

Personenkult auch nach dem Tod: Nordkorea will den Leichnam von Kim Jong-il dauerhaft in einem Mausoleum ausstellen. Dazu kommt eine Reihe weiterer Huldigungen.

Leichenbeschauung: Der verstorbene Kim Jong-il liegt aufgebahrt in Pyongyang. (29. Dezember 2011)

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Bild: Reuters

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Staatsbegräbnis von Kim Jong-il

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Unter grossem Schneegestöber wird in Pyongyang der verstorbene Diktator beigesetzt.

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Kim Jong-un festigt seine Macht

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Nach dem Tod von Vater Kim Jong-il bezeugen Partei und Armee in einer Serie von Kundgebungen und Verlautbarungen ihre Treue zu Kim Jong-un.

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Der verstorbene Kim Jong-il wird an der Seite seines Vaters ruhen. Der präparierte Leichnam werde im Kumsusan-Gedächtnispalast in Pyongyang aufgebahrt, kündigte die in Nordkorea herrschende Arbeiterpartei zwei Wochen nach den Beisetzungsfeierlichkeiten heute an. In dem Palast liegt bereits der einbalsamierte Leichnam von Kims Vater – der als «ewiger Präsident» verehrte Kim Il-sung – in einem Glassarg ausgestellt.

Zudem würden eine Bronzestatue sowie landesweit Porträts mit einem lächelnden Kim Jong-il und «Türme zu seiner Unsterblichkeit» errichtet, hiess es. Kims Geburtstag am 16. Februar soll laut Beschluss des Politbüros der Partei zum «Tag des strahlenden Sterns» ausgerufen werden.

«Einstimmiger Wunsch»

Die Massnahmen spiegelten «den einstimmigen Wunsch und die inständige Bitte aller Parteimitglieder, Militärangehörigen und der Bevölkerung wider, Kim Jong-il als ewigen Führer der Partei hoch zu achten», hiess es.

Kim hatte nicht nur die Macht in dem totalitären Staat von seinem 1994 gestorbenen Vater, sondern auch einen bizarren Personenkult übernommen. Der Kumsusan-Palast, der der frühere Amtssitz Kim Il-sungs war, wurde für viel Geld in ein Mausoleum zu Ehren des früheren Diktators umgebaut.

Sein Sohn Kim Jong-il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember im Alter von 69 Jahren infolge eines Herzinfarkts gestorben. Dessen Sohn Kim Jong-un, der erst Ende zwanzig sein soll, wurde Ende Dezember zum neuen Machthaber ausgerufen. (rub/sda)

Erstellt: 12.01.2012, 07:35 Uhr

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4 Kommentare

Daniel Zollinger

12.01.2012, 10:09 Uhr
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Die einzigen die da anreisen würden wäre höchstens das Volk in dem Land und dies auch nur auf Befehl! Antworten


Ricardo Adriansen

12.01.2012, 10:14 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Lächerlich und traurig die Montage der Lebenszsenen der Diktaturen. Armes Volk ! Antworten



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