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Die Welt rätselt über Kim Jong-uns mysteriöse Begleiterin

Aktualisiert am 09.07.2012 17 Kommentare

Vor wenigen Tagen zeigte Nordkoreas Staatssender Bilder, die eine junge Frau an der Seite des Machthabers zeigen. Seither wird darüber spekuliert, wer die Dame in Schwarz wohl ist.

1/11 Der nordkoreanische Machthaber ist verheiratet: Kim Jong-un und Ri Sol-ju in einem Freizeitpark in Pyongyang. (25. Juli 2012)
KCNA/Reuters

   

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Die Bochonbo Electronic Music Band

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Eine junge Frau an der Seite von Nordkoreas neuem Machthaber Kim Jong-un sorgt bei Medien und Experten im Ausland für Rätselraten. Südkoreanische Zeitungen mutmassten, es könne sich um Kim Jong-uns jüngere Schwester Yo Jong oder aber um eine Geliebte handeln. Das nordkoreanische Staatsfernsehen hatte gestern die mysteriöse Frau gezeigt, die mit Kim an einer Gedenkzeremonie teilnahm.

Fernsehbilder hatten die Frau im schwarzen Kostüm, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sein dürfte, an der Seite des Machthabers bei einer Gedenkzeremonie für dessen 1994 verstorbenen Grossvater Kim Il Sung gezeigt. Dabei wurde Kim von einigen der höchsten Würdenträger des Landes begleitet, darunter Armeechef Ri Yong Ho. Bereits am Freitag hatte die Frau mit kurzen Haaren bei einem Konzert des Nationalorchesters an Kims Seite gesessen, wie Fotos der Staatspresse zeigen.

Berühmte Sängerin?

Die südkoreanische Zeitung «Korea JoongAng Daily» berichtet, die Frau sei die in Nordkorea berühmte Sängerin Hyon Song Wol, die eine Geliebte des Machthabers sein könnte. Beide würden sich seit Jugendtagen kennen, in nordkoreanischen Führungskreisen werde über eine Affäre der beiden spekuliert, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen südkoreanischen Geheimdienstmitarbeiter. Hyon genoss in Nordkorea als Sängerin der Gruppe Bochonbo Electronic Music Band enorme Popularität. Mit dieser hatte sie 2005 einen Hit, verschwand aber ein Jahr darauf von der Bildfläche. Zu jener Zeit kam erstmals Kim Jong-un als Nachfolger von Kim Jong-il ins Gespräch.

Seit ihrer Kindheit verbunden

Hyon soll verheiratet sein und kürzlich ein Kind zur Welt gebracht haben, berichtet die Zeitung weiter. Nach sechs Jahren ausserhalb des Rampenlichts trat sie offenbar Anfangs März hochschwanger an einer Veranstaltung zum Weltfrauentag in Pyongyang auf. Kim war ebenfalls an diesem Anlass zugegen.

Die beiden sollen sich schon seit ihrer Kindheit kennen. Nach Kims Rückkehr aus der Schweiz, wo er zur Schule ging, wurden sie vor zehn Jahren sogar ein Paar, will die «Korea JoongAng Daily» erfahren haben. Doch Kims Vater habe Einwände gegen die Affäre gehabt, worauf der Sohn die Romanze 2006 wieder beendet habe. Danach heiratete Hyon angeblich einen Offizier der nordkoreanischen Armee. Mittlerweile soll Kim ihr gar die Leitung einer staatlichen Künstlertruppe übertragen haben.

First Ladys nicht in der Öffentlichkeit

Yang Moo Jin von der Universität für Nordkorea-Studien in Seoul hält die These, dass die mysteriöse Frau eine Geliebte Kim Jong-uns sein könnte, indes für wenig wahrscheinlich. Die First Ladys Nordkoreas würden für gewöhnlich so gut wie nie öffentlich auftreten. Laut der Zeitung «Bangkok Post» vermutet Yang vielmehr, dass es sich entweder um Kims Schwester oder aber um die Tochter einer Mätresse seines verstorbenen Vaters handle. Er trete öffentlich mit ihr auf, um die Solidarität innerhalb der regierenden Familie zu demonstrieren. Weder das südkoreanische Ministerium für Wiedervereinigung noch die südkoreanischen Geheimdienste wollten sich zu den Spekulationen äussern.

Nordkorea ist eines der am meisten abgeschotteten Länder der Welt, über die Führung des Landes gibt es kaum Informationen. Sogar das genaue Alter von Kim Jong-un ist unbekannt, südkoreanische Zeitungen schreiben daher lediglich, dass er jünger als 30 Jahre sei. Kim Jong-un hatte die Macht nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il im Dezember übernommen. (kpn/mit Material von AFP)

Erstellt: 09.07.2012, 17:12 Uhr

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17 Kommentare

Oliver Liechti

09.07.2012, 19:16 Uhr
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Muss schon sagen, die Nachrichtendienste der Achse des Guten enttäuschen mich. Antworten


Heiner Müller

09.07.2012, 18:19 Uhr
Melden 58 Empfehlung 0

Ei, vielleicht ist es ja auch die Generalsgemüsegärtnerin? Oder die Stilberaterin? Oder seine Klavierlehrerin? Man schaue sich mal um: Sicher gibt es noch ein paar amüsante Spekulationen. Antworten



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