Ausland

«Der Kontrast könnte nicht grösser sein»

Aktualisiert am 25.03.2012 21 Kommentare

US-Präsident Barack Obama besuchte die entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea . Zur gleichen Zeit brachte Nordkorea eine Langstreckenrakete in Stellung.

1/9 Der Gipfel als Plattform fürs Networking: Bundesrat Didier Burkhalter mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak. (27. März 2012)
Bild: Keystone

   

Besuch in der Demarkationslinie. (Video: Reuters )

Trauer beendet

Zehntausende Menschen haben heute in der Innenstadt von Pjöngjang des vor drei Monaten verstorbenen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il gedacht. Mit dem Tag ging die hunderttägige Trauerperiode zu Ende. Die Regierung rief die Bürger dazu auf, den neuen Machthaber und Sohn des Verstorbenen, Kim Jong-un, zu unterstützen. Das Volk müsse einig hinter «dem lieben Kameraden» Kim stehen, rief Ministerpräsident Choe Yong Rim der Menge von einem Balkon zu. Streitkräfteminister Kim Yong Chun sagte, seine Truppen würden Kim Jong Un mit ihrem Leben verteidigen. Auch Kim selbst war bei der Zeremonie anwesend.
(dapd)

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Zu Beginn seines Aufenthalts in Südkorea hat US- Präsident Barack Obama heute die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besucht.

Hinter schusssicheren Scheiben schaute der US-Präsident mit einem Fernglas in den Norden und sprach mit US-Soldaten, denen er für ihre Arbeit dankte.

Die USA haben in Südkorea fast 30'000 Soldaten stationiert. Obama war seit seinem Amtsantritt bereits zweimal in Südkorea, aber noch nicht in der mehrere Kilometer breiten entmilitarisierten Zone.

«Der Kontrast zwischen Südkorea und Nordkorea könnte nicht klarer sein», sagte der US-Präsident in Hinsicht auf die unterschiedlichen politischen Systeme und die wirtschaftliche Situation beider Staaten. Obama ist nach Ronald Reagan, Bill Clinton und George W. Bush der vierte US-Präsident, der die Demarkationslinie auf der koreanischen Halbinsel besucht hat.

Hauptthema atomare Aufrüstung

Anschliessend will Obama in Seoul mit Südkoreas Staatsoberhaupt Lee Myung Bak zusammenkommen.Obama hält sich zu einem dreitägigen Besuch in Südkorea auf, in dessen Rahmen er am Montag und Dienstag an dem zweiten Atomgipfel von 53 Ländern in Seoul teilnimmt. Obama will dabei auch bilaterale Gespräche mit Chinas Staatschef Hu Jintao und Russlands Präsident Dmitri Medwedew führen.

Auf der Agenda des Gipfels stehen offiziell die Themen Atomenergie, atomare Aufrüstung und die Abwehr möglicher terroristischer Bedrohungen durch nuklear bewaffnete Extremisten. Zumindest aber die informellen Gespräche dürften von den umstrittenen Atomprogrammen im Iran und in Nordkorea beherrscht werden.

Nordkoreanische Provokationen

Nordkorea und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950- 53) offiziell im Kriegszustand. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder militärische Zwischenfälle zwischen beiden Staaten.

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben eine Langstreckenrakete zu einer Abschussrampe gebracht. Aus dem südkoreanischen Verteidigungsministerium und dem Kreis der Stabschefs verlautete heute, die Informationen gingen auf die südkoreanischen und amerikanischen Streitkräfte zurück.

Nordkorea hat angekündigt, im kommenden Monat mit einer Langstreckenrakete einen Satelliten ins All zu bringen. Die USA haben gewarnt, der Start gefährde ein kürzlich geschlossenes Abkommen über Lebensmittelhilfen für Nordkorea.

(kle/sda/dapd)

Erstellt: 25.03.2012, 09:20 Uhr

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21 Kommentare

Roswitha Kunz

25.03.2012, 10:12 Uhr
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Obamas Lebensmittelhilfedrohung ist perfid u. schäbig. Die Lebensmittelhilfe ist nämlich keine Wohltätigkeit, sondern lukrativer Rohstoffhandel zur $-Stützung, dienen der $-Hegemonie und Welt-Wirtschaftsversklavung. Obamas Drohung passt perfekt zum Weltbank-Kim-Vorschlag. Südkorea braucht keine Besatzer sondern neue asiatische Bündnispartner.Genau das will US$ verhindern u.dazu dient Obamas Reisli Antworten


Oliver van der Waerden

25.03.2012, 11:18 Uhr
Melden 19 Empfehlung 0

Obama erkundet die Lage mit dem Fernglas - Potztausend ! Das erinnert mich an New Orleans 2005, als unsere Zeitungen allen Ernstes G.W.Bush mit der Maurerkelle (!) in der Hand zeigten, wie er sich "am Wiederaufbau beteiligt".
Ein Kompliment an den Verstand der Leser ist sowas nicht.
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