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Der Iran kündigt eine neue Waffe an

Aktualisiert am 04.02.2012 29 Kommentare

Der Iran lässt die Muskeln spielen: Gleichzeitig zum Beginn des Militär-Manövers in der Strasse von Hormuz, meldet das Militär die Serienfertigung einer neuen Rakete.

Auch Bodentruppen könnten beim Manöver zum Einsatz kommen: Die iranische Revolutionsgarde. (Archivbild)

Auch Bodentruppen könnten beim Manöver zum Einsatz kommen: Die iranische Revolutionsgarde. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Die iranische Revolutionsgarde hat ein Militär-Manöver in der Strasse von Hormuz begonnen. Die heute gestartete Übung war schon seit Wochen geplant. Im Süden des Irans seien auch Bodentruppen beteiligt, meldeten iranische Staatsmedien.

Ob die Bodentruppen an einer gemeinsamen oder an einer separaten Übung teilnehmen, liess der Bericht offen. Die Revolutionsgarde steht unter der direkten Kontrolle des geistlichen Führers Ayatollah Ali Khamenei und ist unter anderem für das Raketenprogramm des Landes verantwortlich.

Khamenei hatte in einer Fernsehansprache am Freitag vor ausländischen Angriffen auf die iranischen Atomanlagen gewarnt. Solche Angriffe würden den US-Interessen im Nahen Osten «zehn Mal mehr» schaden als dem Iran, erklärte er.

Unterstützung für Gegner Israels

Khamenei sicherte allen Gegnern Israels die Unterstützung seines Landes zu. Für die vom Iran unterstützten Extremistengruppen wie der Hizbollah im Libanon war dies ein Zeichen dafür, dass sie im Falle eines israelischen Angriffs auf den Iran wohl grünes Licht aus Teheran für eigene Schläge gegen Israel erhalten werden.

Der Iran hat zudem nach eigenen Angaben mit der Serienfertigung einer neuen Rakete begonnen. Wie das Staatsfernsehen heute auf seiner Internetseite berichtete, handelt es sich bei der Kurzstreckenrakete vom Typ «Safar» um einen Marschflugkörper, der «mit grosser Präzision kleine und mittelgrosse Ziele» auf dem Wasser zerstören kann.

Er kann demnach von Schnellbooten aus abgeschossen werden und fliegt so niedrig, dass er nur schwer vom Radar erfasst werden kann. Der Iran verfügt nach eigenen Angaben über ein grosses Arsenal an Lang-, Mittel- und Kurzstreckenraketen. Einige von ihnen können angeblich auch Ziele in Israel oder US-Militärstützpunkte im Nahen Osten erreichen. Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen waren zuletzt deutlich gestiegen, weil Teheran damit gedroht hatte, im Fall von Sanktionen gegen seine Ölexporte die strategisch wichtige Meerenge von Hormus zu sperren.

Warnungen an die OPEC

Die offizielle israelische Politik ist derzeit aber allem Säbelrasseln zum Trotz, den von EU und USA beschlossenen Sanktionen Zeit zu geben, damit sie ihre Wirkung entfalten können.

Allerdings sagte der iranische Ölminister Rostam Kassemi am Samstag, der Iran habe bereits Abnehmer identifiziert, die die EU- Staaten als Käufer iranischen Öls ersetzen könnten.

Ausserdem warnte Kassemi Saudiarabien und andere OPEC-Staaten davor, ihre Ölproduktion zu erhöhen, um den möglichen Ausfall iranischer Lieferungen aufzufangen. Das Kartell solle sich nicht als politische Waffe gegen einen Mitgliedsstaat benutzen lassen, sagte er.

(mrs/sda)

Erstellt: 04.02.2012, 14:55 Uhr

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29 Kommentare

Peter Engeler

04.02.2012, 18:00 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Die grösste und wirksamste Waffe der Iraner ist deren Entschlossenheit und Beharrlichkeit jegliche Aneignung seiner Oelvorräte durch den Westen zu verhindern. Schon einmal in den 80-er Jahren ist ein Versuch gescheitert, als der vom Westen (auch mit Giftgasen) aufgerüstete Irak im Iran einmarschierte und etwa 1 Million Tote produzierte. Inzwischen hat der Iran gelernt und ist dabei stark geworden. Antworten


Georg Wächter

04.02.2012, 17:26 Uhr
Melden 40 Empfehlung

Irans Kurzstreckenrakete vom Typ «Safar» ist für Informierte Leute kalter Kaffee. Und die Parteinahme Irans gegen Israel ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Israel gegen mehr als 60 UN-Resolutionen verstösst bzw. diese nicht einhält, sich aber wiederholt in die Inneren Angelegenheiten der Repulik Iran einmischt und droht. Europa wäre gut beraten von einseitiger Parteinahme Abstand zu nehmen. Antworten



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