Ausland
China verteidigt geplante Hinrichtung eines Briten
Will unschuldig sein: Akmal Shaikh.
Die chinesischen Justizbehörden hätten den Fall unabhängig und «in Übereinstimmung mit dem Gesetz» behandelt, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums am Dienstag in Peking. Die Rechte und Interessen des Angeklagten seien im gesamten Prozess vollständig berücksichtigt und garantiert worden.
Als Hinrichtungstermin legten die chinesischen Behörden demnach den 29. Dezember fest. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies der erste EU-Bürger seit 50 Jahren, der in China hingerichtet wird.
Mit Heroin erwischt
Das britische Aussenministerium zeigte sich in einer Erklärung «alarmiert und tief besorgt» über die Nachricht von der geplanten Hinrichtung. Nach Angaben eines Sprechers will London in den kommenden Tagen weiter bei den chinesischen Behörden um «Gnade» bitten.
Der Brite war im September 2007 in Urumqi, der Hauptstadt der muslimisch geprägten Provinz Xinjiang im Westen des Landes, mit vier Kilogramm Heroin festgenommen worden. (sam/sda)
Erstellt: 22.12.2009, 11:30 Uhr
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