Ausland
China steigt zur Top-5-Waffenschmiede auf
Aktualisiert am 18.03.2013 13 Kommentare
UNO-Konferenz zu Abkommen über weltweiten Waffenhandel
Die Vereinten Nationen unternehmen ab heute einen neuen Versuch zur Einigung auf ein globales Waffenhandelsabkommen. Vertreter der 193 UNO-Mitgliedstaaten haben elf Tage Zeit, um über die weltweit verbindlichen Regeln zu beraten.
Mit einem Kontrollvertrag sollen alle Länder verpflichtet werden zu prüfen, ob mit den gelieferten Waffen Menschenrechtsverletzungen begangen werden könnten. Zwar räumen die meisten Länder die Notwendigkeit transparenter Regeln ein, viele Staaten wollen jedoch Ausnahmen durchsetzen.
So wollen die USA unter anderem nicht, dass der Vertrag auch den Handel mit Munition regelt. China sieht seine Geschäfte mit leichten Waffen in Gefahr. Erst im vergangenen Juli waren Verhandlungen über ein globales Waffenhandelsabkommen gescheitert. (sda)
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China spielt auch beim weltweiten Waffenhandel zunehmend eine Spitzenrolle. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri heute mitteilte, konnte sich das Land zwischen 2008 und 2012 erstmals unter den fünf wichtigsten Exporteuren von Rüstungsgütern platzieren. Vor China lagen nur noch die USA, Russland, Deutschland und Frankreich. Es ist das erste Mal seit 1950, dass Grossbritannien nicht in der Rangliste der fünf grössten Rüstungsexporteure vertreten ist.
Peking hat seine Rüstungsverkäufe in andere Länder in diesem Zeitraum gegenüber 2003 bis 2007 um 162 Prozent gesteigert und auch seinen Weltmarktanteil von zwei auf fünf Prozent mehr als verdoppelt. Wichtigster Kunde des Landes mit einem Anteil von 55 Prozent sei Pakistan. Allerdings blieb der Abstand zu den weiter klar dominierenden USA mit 30 Prozent Weltmarktanteil und Russland (26 Prozent) immer noch deutlich.
Weltweiter Anstieg um 17 Prozent
Deutschland belegte nach den Sipri-Angaben den dritten Platz auf der Liste der Waffenexporteure mit einem Marktanteil von sieben Prozent. Wichtigster Abnehmer deutscher Rüstungsgüter war in den letzten fünf Jahren ausgerechnet das gegen den drohenden Staatsbankrott kämpfende Griechenland, gefolgt von Südkorea und der Türkei.
Weltweit stieg der Waffenhandel um 17 Prozent. Während die europäischen Länder im Gefolge von Sparprogrammen 20 Prozent weniger Rüstungsgüter geliefert bekamen, standen asiatische Länder (mit Ozeanien) für einen Rekordanteil von 47 Prozent aller importierten Waffensysteme. Zum explosionsartigen Anstieg der chinesischen Rüstungsexporte sagte der Sipri-Experte Mark Bromley: «Bedingt ist er vor allem durch gewaltige Bestellungen aus Pakistan.»
Südkorea grösster Waffenimporteur
Dieser Abnehmer war zwischen 2008 und 2012 zusammen mit Südkorea drittgrösster Waffenimporteur der Welt mit einem Anteil von fünf Prozent. Mehr Rüstungsgüter führten nur China selbst mit sechs Prozent sowie das auf dieser Sipri-Liste souverän führende Indien mit 12 Prozent ein. Den Sipri-Angaben zufolge versuchten einige finanziell angeschlagene europäische Staaten zuletzt, erst kürzlich erworbene Kampfflugzeuge wieder zu verkaufen. Ostasiatische Länder wiederum hätten sich bemüht, ihre Seestreitkräfte auszubauen. (mrs/AFP)
Erstellt: 18.03.2013, 07:37 Uhr
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13 Kommentare
Wenn dann der Lebensraum zu grossen teilen Zertört ist, können dann alle Rüstungsindustrien Umwelt- und Zivilschutztechnick entwickeln und neue riesige und lukrative Maschinen bauen. Neue Maschinen die dann die Meere vom Müll reinigen, Gift- und Mülldeponien abbauen, riesige Wasserfilteranlagen, Umweltkatastrophenhilfseinsatzmaschinen brauchte es in Zukunft anstatt Waffen. Antworten
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