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Bombe verwüstet Markt in Pakistan – viele Tote

Aktualisiert am 10.01.2012 4 Kommentare

Verheerender Anschlag in Pakistan: Mitten auf einem Markt in Khyber ist eine Bombe explodiert. Es gibt mindestens 35 Tote und mehr als 60 Verletzte. Die Bombe befand sich in einem Minibus.

1/5 Bei einem der schwersten Bombenanschläge der letzten Monate in Pakistan, verlieren mindestens 29 Menschen ihr Leben. (10. Januar 2011)
Bild: Wali Khan Shinwari/Keystone

   

Bombenanschlag in Pakistan. (Video: Reuters )

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Bei einem Anschlag in den Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 60 verletzt worden. Eine Autobombe wurde auf einem Markt in der Stadt Jamrud in der Stammesregion Khyber gezündet.

Einem örtlichen Behördenvertreter zufolge war das Ziel das Anschlags zunächst unklar, doch Anwohner gingen von einem Streit zwischen Stammesangehörigen aus. Dies weil sich unter den Opfern Mitglieder des Stammes Zaka Khel befanden, die mit einem lokalen Warlord im Konflikt stehen.

Bombe in einem Minibus

Aus Sicherheitskreisen hiess es, Ziel des Anschlags seien Mitglieder einer talibanfeindlichen Stammesmiliz gewesen. «Diese Leute haben regelmässig Drohungen der Taliban erhalten.» Zunächst bekannte sich jedoch niemand zu dem Anschlag.

Die Bombe befand sich nach ersten Erkenntnissen der Behörden in einem Minibus und wurde durch eine Fernzündung ausgelöst. Ein weiterer Behördenvertreter sagte, die Zahl der Toten könne noch weiter steigen, da sich elf der 69 Verletzten in einem kritischen Zustand befänden.

Die Explosion hinterliess in der Mitte des Marktes einen grossen Krater. Ein Augenzeuge wurde nach eigenen Angaben von der Wucht der Explosion drei Meter zurückgeschleudert, als er in der Nähe des Marktes sein Auto wusch. Mindestens 15 Autos und die Schaufenster von neun Geschäften wurden zerstört.

Blutiger Guerillakrieg

In der Khyber-Region kämpfen die radikalislamischen Taliban sowie das Terrornetzwerk Al-Qaida gegen die pakistanische Armee. Jamrud liegt in Grenznähe etwa 25 Kilometer südwestlich der regionalen Hauptstadt Peshawar.

Seit die pakistanischen Taliban der Regierung in Islamabad 2007 den Jihad erklärt hatten, starben bei Anschlägen in Pakistan mehr als 4700 Menschen. Die pakistanische Armee verlor im Kampf gegen die Rebellen seither mehr als 3000 Soldaten. Allein seit Jahresbeginn gab es in Pakistan bereits fünf Anschläge mit mindestens 44 Toten.

Die Nato nutzte die Grenzregion in ihrem Kampf gegen die Taliban für Nachschublieferungen an die in Afghanistan stationierten Soldaten. Nach der Tötung von 24 pakistanischen Soldaten durch Nato- und afghanische Soldaten Ende November hatte Pakistan die Nachschublieferungen nach Afghanistan unterbunden und die Region gesperrt.

Tödliche Vergeltungsaktion

Zum letzten ähnlich verheerenden Anschlag in Pakistan war es im vergangenen August ebenfalls in Jamrud Bazar gekommen. Damals hatte ein Selbstmordattentäter in einer Moschee fast 50 Menschen mit in den Tod gerissen.

Für diesen Anschlag hatten die Taliban die Verantwortung übernommen. Sie hatten von einer Vergeltungstat gegen einen örtlichen Stamm gesprochen, der die Sicherheitskräfte beim Kampf gegen die Aufständischen unterstützte.

In mehreren Distrikten haben Stammesangehörige Milizen gegründet, die die Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Taliban und das Terrornetz Al-Qaida unterstützen. In den vergangenen Monaten hatte die Zahl der Anschläge in Pakistan abgenommen. (kle/AFP)

Erstellt: 10.01.2012, 08:52 Uhr

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4 Kommentare

Karl Mader

10.01.2012, 11:29 Uhr
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Galuben diese Selbstmordattentäter noch immer an die Mär der Jungfrauen in Paradies? Werden die vom Rest der Welt dermassen stark abgeschottet, dass es nicht bis zu ihnen durchgedrungen ist, dass das alles nur ein Ammenmärchen ist? Nun, bei einer Religion in der die Menschen sex. so frustriert sind - schon möglich. Antworten


Parvaneh Ferhadi

10.01.2012, 10:53 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Karte ist falsch. Der Anschlag fand nicht im Dorf Khyber in Sindh statt, sondern in der Khyber Agency in den FATA. Antworten



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