Ausland

Beamte schmuggelten Milliarden aus dem Land

Aktualisiert am 17.06.2011 23 Kommentare

Tausende liessen sich bestechen und setzten sich danach ins Ausland ab: Eine neue Studie der chinesischen Zentralbank enthüllt einen Skandal von bemerkenswerter Grösse. Die Zahlen, die Fluchtdestinationen.

Einer von vielen korrupten Beamten, der es jedoch im Gegensatz zu vielen Kollegen nicht ausser Landes geschafft hat: Chen Liangyu (M.), Chef der kommunistischen Partei in Shanghai, musste 2008 wegen Annahme von Bestechungsgeldern während einer Dekade für 18 Jahre ins Gefängnis.

Einer von vielen korrupten Beamten, der es jedoch im Gegensatz zu vielen Kollegen nicht ausser Landes geschafft hat: Chen Liangyu (M.), Chef der kommunistischen Partei in Shanghai, musste 2008 wegen Annahme von Bestechungsgeldern während einer Dekade für 18 Jahre ins Gefängnis.

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Korrupte chinesische Beamte haben gemäss einer Studie binnen weniger als 20 Jahren umgerechnet rund 105 Milliarden Franken ins Ausland geschafft. Zwischen 16'000 und 18'000 Regierungsbeamte und Angestellte staatlicher Firmen hätten sich aus China abgesetzt.

Dies geht aus einer Studie der chinesischen Zentralbank hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurde. Die entwichenen Beamten und Angestellten hätten zuvor Bestechungsgelder von insgesamt 800 Milliarden Yuan (105 Milliarden Franken) kassiert, hiess es.

USA, Australien oder Russland und Thailand

Trotz zahlreicher Anti-Korruptions-Kampagnen ist die Bestechung von Beamten in China weit verbreitet. Während die ranghöchsten der bestochenen Beamten mit grösseren Geldbeträgen in Staaten wie die USA oder Australien flohen, gingen die niedriger gestellten Beamten meist in näher gelegene Länder wie Russland oder Thailand.

Daneben wurde Hongkong von den korrupten Beamten häufig als Sprungbrett für eine Weiterreise in die Commonwealth-Staaten genutzt. Weitere Beamte versteckten sich zunächst in afrikanischen, lateinamerikanischen oder osteuropäischen Ländern, bevor sie die nötigen Einreisedokumente für westliche Länder erhielten.

Regelmässige, nutzlose Warnungen

Einige trugen das Geld bar in Koffern über die Grenze. Chinas politische Führung hat der Korruption wiederholt den Kampf angesagt. Sie warnt regelmässig davor, dass die verbreitete Korruption von Beamten die Legitimität der Kommunistischen Partei untergrabe und zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung führe. (sam/sda)

Erstellt: 17.06.2011, 11:09 Uhr

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23 Kommentare

Marcel Huber

17.06.2011, 11:30 Uhr
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Korruption gehört Weltweit unter Todesstrafe!! Sowohl für den Nehmenden als auch für den Gebenden und für die Drittempfänger ebenfalls!! Nur so kann dieses weltweite Übel wirksam bekämpft werden, wo nur eine Handvoll Menschen so viel Leid über 90% einer Bevölkerung bringen! Es wäre nur ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit! Antworten


pablo mueler

17.06.2011, 12:51 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

korruption im kommunismus gehoert zusammen wie pech und schwefel, systembedingt,. Das heisst nun aber nicht, dass andere systeme frei davon sind. Die summen und die art verandern sich hier heisst es lobbyismus und "hilft" nur wenigen in den kommunistischen laendern kann/muss sich dagegen fast jeder "leisten" den anderen/jemanden zu bestechen. Antworten



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