Nach Ford knüpft sich Trump nun Toyota vor

Jetzt droht er mit Strafzöllen: Donald Trump will «auf keinen Fall», dass der Autohersteller Toyota in Mexiko eine Fertigungsanlage baut.

Der Autokonzern will in Mexico rund eine Milliarde Dollar investieren: Ein Wagen im Toyota Hauptquartier in Japan. (Symbolbild)

Der Autokonzern will in Mexico rund eine Milliarde Dollar investieren: Ein Wagen im Toyota Hauptquartier in Japan. (Symbolbild) Bild: Shizuo Kambayashi/Keystone

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Der designierte US-Präsident Donald Trump hat dem Autobauer Toyota mit Strafzöllen gedroht, sollte der Konzern seine Pläne für den Bau einer neuen Fabrik in Mexiko nicht aufgeben. «Baut die Anlage in den USA oder zahlt eine hohe Grenzsteuer», erklärte Trump.

Die Pläne von Toyota zum Bau einer Fertigungsanlage in Mexiko, wo Autos des Typs Corolla für den US-Markt hergestellt werden sollen, kommentierte Trump am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit den Worten: «Auf keinen Fall!»

Die Grundsteinlegung für das Werk hatte im November stattgefunden. Der Autokonzern will dort Berichten zufolge rund eine Milliarde Dollar investieren.

Ford hat schon gekuscht

Vor wenigen Tagen hatte der Autohersteller Ford angekündigt, auf eine Milliardeninvestition in Mexiko für den Bau einer Fabrik zu verzichten und stattdessen hunderte neuer Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Der Konzern hatte betont, die Entscheidung unabhängig gefällt zu haben und nicht etwa auf Druck von Trump.

Trump, der am 20. Januar sein Amt als US-Präsident antritt, hatte in seinem Wahlkampf wiederholt massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Dabei griff er Unternehmen wie Ford an und kündigte einen Einfuhrzoll von 35 Prozent für in Mexiko produzierte Autos an. (kat/sda)

Erstellt: 05.01.2017, 21:23 Uhr

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