Weltfonds rettet bis heute fünf Millionen Menschen das Leben
Dafür wurden bis Ende letztes Jahr zehn Milliarden Franken eingesetzt, wie die Verantwortlichen des Fonds am Montag in Genf erklärten. Wenn die laufenden Programme weitergeführt werden könnten, sei es realistisch, dass die Übertragung des HI-Virus durch Mütter an ihre Kinder bis 2015 fast vollständig eliminiert werden könne, heisst es im Bericht.
Auch die Tuberkulose sei in zahlreichen Ländern rückgängig und könne wirksam eingedämmt werden. Zudem starben weniger Menschen an der Malaria als bisher, ziehen die Verantwortlichen Bilanz.
«2010 wird entscheidend sein»
Die vom Fonds finanzierten Programme hätten es bis heute erlaubt, 2,5 Millionen HIV-Infiszierte sowie sechs Millionen Tuberkulosekranke zu behandeln. Der Fonds verteilte zudem 104 Millionen Moskitonetze, um die Menschen vor Malariamücken zu schützen. Die Verantwortlichen schätzen, dass sie damit täglich total 3600 Menschenleben retten können.
«Das Jahr 2010 wird entscheidend dafür sein, ob wir die Millenniumsziele 2015 erreichen werden», sagte die stellvertretende Direktorin des Fonds, Debrework Zewdie, bei der Präsentation des Berichts. Für die nächsten Jahre erwarte sie «noch positivere Resultate» als bisher.
33 Millionen HI-Infektionen jährlich
Trotz der Erfolge bleibe aber noch viel zu tun: Etwa 33 Millionen Menschen weltweit sind HIV-positiv, zwei Millionen sterben jährlich an Aids. 9,4 Millionen Menschen stecken sich jährlich mit Tuberkulose an, 1,8 Millionen sterben an der Krankheit. Und auch der Malaria fallen jährlich eine Million Menschen zum Opfer, 250 Millionen werden zudem angesteckt.
Der Weltfonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria ist eine Partnerschaft zwischen Regierungen, nicht-staatlichen Organisationen, Stiftungen und privaten Spendern und finanziert knapp ein Drittel aller Aids-Programme weltweit. (sam/sda)
Erstellt: 08.03.2010, 15:56 Uhr















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