USA torpedierten Klima-Abkommen
Aktualisiert am 07.12.2010 20 Kommentare
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Am 31. Juli 2009 sandte das US-State-Department eine als «geheim» klassifizierte Depesche: US-Diplomaten sollten UNO-Gesandte über eine Reihe von Themen ausspionieren, allem voran über ihre Haltung und Bemühungen in Sachen Klimawandel. Der Wunsch nach mehr Informationen kam von der CIA, berichtet Guardian.co.uk. Die US-Diplomaten sollten herausfinden, ob zwischen Nationen irgendwelche Deals getroffen worden waren.
Die USA beliessen ihre Bemühungen, die Klimakonferenz in Kopenhagen zu ihren Gunsten zu beeinflussen nicht beim Ausspionieren von UNO-Gesandten. Hinter den Kulissen machten die USA gemeinsame Sache mit China, berichtet Spiegel.de. Die zwei grössten Klimasünder hätten alle Pläne der Europäer hintertrieben. Dies erkläre, warum die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 so kläglich gescheitert sei.
USA gaukeln Europa Engagement vor
Im September 2009 ordnete das State Department eine Werbekampagne der Botschafter in Europa an. Präsident Obama führe die USA in eine neue Richtung im Kampf gegen den Klimawandel, zitiert Spiegel.de aus einer Depesche. Er wolle entschlossen Treibhausgase einsparen: 17 Prozent. Als Referenzjahr wollten die USA 2005 nehmen – und nicht 1990 wie die Europäer. Dessen ungeachtet sollte den Europäern vorgegaukelt werden, dass die US-Rechnung «konsistent ist damit, die Erderwärmung bei zwei Grad zu halten».
Während Europa in Kopenhagen dann für ein bindendes Abkommen mit klaren Klimazielen kämpfte, setzten sich die USA, China und andere Klimasünder wie Indien und Brasilien für die weniger bindende «Kopenhagener Vereinbarung» ein. Jede Nation kann sich angenehmere Ziele für die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen auswählen. Nur werde so die globale Treibhausgasemission nicht gewährleistet, die nötig wäre, um der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, schreibt Guardian.co.uk.
Zuckerbrot und Peitsche für betroffene Länder
Die «Kopenhagener Vereinbarung» ist nicht nur ineffizient, sie droht auch, die UNO-Verhandlungen zu unterminieren, die zum Ziel haben, das Kyoto-Protokoll mit bindenden Vorgaben für reiche Länder zu verlängern. Etliche Länder, allen voran die Ärmsten und verletzlichsten hätten darum das Abkommen zu bekämpfen versucht. Die USA hätten daraufhin eine diplomatische Offensive lanciert.
Zwischen Dezember 2009 und Ende Februar 2010 kam es zu einem regen Depeschenaustausch zwischen den USA und anderen Ländern. Das Abkommen versprach 30 Milliarden US-Dollar als Hilfe für die ärmsten Länder, die von der Klimaerwärmung betroffen seien. Die Malediven zeigten sich bereit, die Hilfe anzunehmen, begannen jedoch um die Höhe der Entschädigung zu feilschen.
Goodwill, ohne wirtschaftliche Interessen zu kompromittieren
Geradezu anmassend ist die Bitte des reichen Saudiarabiens um US-Hilfe, wie aus einer Depesche hervorgeht. Der saudische Gesandte sagte, Saudiarabien brauche Zeit, um seine Wirtschaft weniger auf Öl auszurichten, und US-Hilfe wäre da sehr willkommen. Den Saudis habe die Kopenhagener Vereinbarung nicht gefallen, schreibt Guardian.co.uk., sie regten sich auf, dass sie es verpasst hätten, wie Indien und China etwas «Gescheites» einzureichen, was nicht rechtlich bindend war und in den Verhandlungen Goodwill zeige, ohne wirtschaftliche Interessen zu kompromittieren. (mf)
Erstellt: 07.12.2010, 17:04 Uhr
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20 Kommentare
Auch herrscht in diesem Bereich teilweise eine erschreckende Intoleranz. Wer die Klimaforscher kritisiert wird fast zum Ketzer! Manchmal herrscht wirklich fast ein sektiererischer Eifer in dieser Community vor. Kritiker werden mundtot gemacht. Dass korrupte Führer von 3. Weltländer an den Geldern interessiert sin versteht sich ja wohl auch... die Regimes nehmen alles was sie kriegen können... Antworten
@Marc Schütz: Unter Wissenschaftlern gibt es eigentlich keine Zweifel. Zweifel wurden geziehlt gestreut oder eingebrach von inkompetenten UN Mitarbeitern, die nicht mit wissenschaftlichen Methoden arbeiteten, sondern mit ihrer Fantasie. Der Mensch beeinflusst das Klima. Wie, ist schwierig vorauszusagen, da Klimasysteme chaotisch sind. Es wird aber immmer schneller gehen, sie werden es dann sehen. Antworten
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