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Studie: UNO-Soldaten haben die Cholera eingeschleppt

Aktualisiert am 30.06.2011

Ein Verdacht erhärtet sich: Die Cholera-Epidemie in Haiti, die mehrere tausend Tote gefordert hatte, scheint ihren Ursprung bei nepalesischen Blauhelmsoldaten gehabt zu haben.

Kurz nach ihrer Ankunft brach die Seuche aus: Nepalesische UNO-Soldaten organisieren eine Warteschlange für die Essensausgabe in Petionville. (1. Februar 2010)

Kurz nach ihrer Ankunft brach die Seuche aus: Nepalesische UNO-Soldaten organisieren eine Warteschlange für die Essensausgabe in Petionville. (1. Februar 2010)
Bild: Keystone

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Untersuchungen hätten ergeben, dass es eine «exakte Übereinstimmung» bezüglich des Zeitpunkts und des Orts gebe zwischen der Ankunft der nepalesischen UNO-Soldaten und dem Auftreten der ersten Cholera-Fälle in Haiti.

In einer Region in Nepal, von der die Truppen kamen, gab es zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Herbst ebenfalls Cholera-Ausbrüche, wie aus dem Bericht von Epidemiologen und Ärzten in der Juli-Ausgabe des Magazins «Emerging Infectious Diseases» (neue Infektionskrankheiten) hervorgeht.

5500 Tote

363'000 Menschen hatten sich im Herbst 2010 mit der lebensbedrohlichen Durchfallerkrankung angesteckt. 5500 Erkrankte starben an der Cholera in Haiti, wo Monate zuvor ein verheerendes Erdbeben hunderttausende Menschen obdachlos gemachte hatte. (rub/sda)

Erstellt: 30.06.2011, 06:49 Uhr

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