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So will das Pentagon die US-Armee schrumpfen

Aktualisiert am 27.01.2012 15 Kommentare

Die Pläne liegen auf dem Tisch: Die USA wollen ihre Militärausgaben drastisch zurückfahren. Alte Flugzeuge und Schiffe werden stillgelegt. Trotzdem will die US-Armee die stärkste der Welt bleiben.

Militärmacht Nummer 1: Flugzeugträger USS George Washington mit Begleitung. (27. Juli 2010)

Militärmacht Nummer 1: Flugzeugträger USS George Washington mit Begleitung. (27. Juli 2010)
Bild: Keystone

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Mit deutlichen Einschnitten bei ihren Streitkräften wollen die USA in den kommenden zehn Jahren knapp eine halbe Billion Dollar einsparen. Die Zahl der Soldaten soll um insgesamt etwa 100'000 reduziert werden, wie Verteidigungsminister Leon Panetta in Washington mitteilte. Geplant sei zudem, den Kauf neuer Kampfjets aufzuschieben sowie ältere Flugzeuge und Schiffe auszumustern. Steigen wird das amerikanische Militärbudget zunächst trotzdem – allerdings weniger, als vor der Einigung von Demokraten und Republikanern auf einen Abbau des Staatsdefizits geplant.

Ziel sei es, trotz der Einsparungen weiter die stärkste Militärmacht der Welt zu bleiben und die US-Streitkräfte nicht auszuhöhlen, sagte Panetta. Die Kritik von den Republikanern kam dennoch prompt: Die Pläne brächten die Truppen zurück auf das Niveau vor den Anschlägen vom 11. September 2001 und versetzten das Land in grosse Gefahr, sagte der Senator und Militärexperte John Cornyn. Der Kongress muss den Plänen noch zustimmen.

Flugzeuge ausmustern

Die Gesamthöhe der Einsparungen bis 2022 soll nach Willen der Regierung von Präsident Barack Obama bei 487 Milliarden Dollar liegen. Das Heer soll demnach um 80'000 auf 490'000 Soldaten schrumpfen. Bei der Marine ist eine Kürzung von 202'000 auf 182'000 Soldaten geplant. Inwiefern sich das Vorhaben auf Standorte der US-Streitkräfte in Deutschland auswirken könnte, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Die amerikanische Luftwaffe soll etwa zwei Dutzend Transportflugzeuge vom Typ C-5A und 65 weitere vom Typ C-130 ausmustern, wie aus einer vorgestellten Auflistung von Details hervorgeht. Weiter soll die Marine sieben Kriegsschiffe früher aus dem Dienst nehmen als bisher geplant und zudem den Kauf neuer Schiffe aufschieben. Auch die Aufrüstung der Luftwaffe mit neuen F-35-Jets werde sich verzögern, hiess es. Beim Sold sei ab 2015 eine Verlangsamung des Tempos der Erhöhungen vorgesehen.

Truppen sollen beweglicher werden

Die Pläne seien zugleich mit einer Verlagerung der Schwerpunkte der amerikanischen Streitkräfte verbunden, sagte Panetta. Anstelle der Kriege im Irak und in Afghanistan liege der Fokus künftig verstärkt auf Herausforderungen in Asien, im Nahen Osten sowie auf Operationen im Cyberspace. Vorgesehen sei zudem eine deutliche Stärkung von Spezialeinheiten wie den Navy Seals, die im vergangenen Jahr in Pakistan den Al-Kaida-Chef Osama bin Laden töteten. Die Streitkräfte des Landes würden zu einer kleineren und beweglicheren Truppe gemacht, die schneller und besser auf Bedrohungen ausserhalb der traditionellen Kriegsführung reagieren könne.

Für 2013 will Panetta ein Budget von 525 Milliarden Dollar sowie weitere 88 Milliarden Dollar für den Einsatz in Afghanistan fordern. Dies wären insgesamt 33 Milliarden weniger als im laufenden Jahr. Bis 2017 werde der Pentagon-Haushalt auf 567 Milliarden steigen, sagte der US-Verteidigungsminister. Gegenüber den ursprünglichen Plänen käme dies jedoch einer Einsparung von 259 Milliarden in fünf Jahren gleich. Bis 2022 würden es dann insgesamt 487 Milliarden sein. (rub/AFP, dapd)

Erstellt: 27.01.2012, 11:47 Uhr

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15 Kommentare

Frank Hohler

27.01.2012, 13:03 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Unten diesen Voraussetzugen schlage ich vor, dass die Schweiz, wenn überhaupt, ein paar gebrauchte US-Flugis einkauft - zum Schnäppenpreis. Antworten


erich schweizer

27.01.2012, 05:40 Uhr
Melden 24 Empfehlung

usa geben pro jahr mehr als 600 milliarden für das militär aus, zum vergleich die gesamtschulden von griechenland sind nur 340 milliarden, hier könnten weltweit unglaubliche summen eingespart werden, alle schulden und hungersprobleme wären sofort gelöst. Antworten



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