Schwuler Bischof betet bei Obama-Feier
«Es ist wichtig für jede Minderheit, dass sie sich irgendwie repräsentiert sieht», sagte Bischof Gene Robinson der Tageszeitung «Concord Monitor» aus New Hampshire. Er wird am Sonntag bei der reich mit Promis besetzten Auftaktveranstaltung am Lincoln-Denkmal in Washington sprechen.
Als Gegengewicht
Robinson ist der erste schwule Bischof in der anglikanischen Gemeinschaft in den USA, der sich bezüglich seiner sexuellen Neigung geäussert hat. Seine Wahl wird auch als Gegengewicht verstanden zum konservativen Pastor Rick Warren, der am Tag der Vereidigung Obamas am Dienstag den religiösen Teil übernimmt. Die Wahl des bekennenden Gegners der Ehe von Homosexuellen und von Abtreibungen für diesen wichtigen Akt hatte Proteste der liberalen Anhänger Obamas ausgelöst.
Die Auftaktveranstaltung für die Feierlichkeiten zur Amtsübernahme wird im Fernsehen übertragen. Unter anderem treten Stars auf wie Beyoncé, Bono, Sheryl Crow und Bruce Springsteen. Textpassagen werden vorgetragen von Martin Luther King III, einem Verwandten des legendären Bürgerrechtlers, sowie den Schauspielern Jamie Foxx und Denzel Washington. (cpm/sda)
Erstellt: 13.01.2009, 11:06 Uhr
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