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Santorums Überraschungsschlag gegen Romney

Aktualisiert am 08.02.2012 35 Kommentare

Dreifache Überraschung bei den US-Vorwahlen: Ex-Senator Rick Santorum gewinnt in Minnesota, Missouri und Colorado mit klarem Vorsprung. Der bisherige Favorit Mitt Romney gerät nun unter Druck.

1/7 Hat in den Umfragen die Nase vorn: Rick Santorum spricht an einer Wahlkundgebung in Cumming, im US-Bundesstaat Georgia. (19. Februar 2012)
Bild: Keystone

   

Der ultrakonservative Republikaner setzte sich bei den Vorwahlen in Minnesota, Missouri und Colorado gegen seinen bislang führenden Parteikollegen Mitt Romney durch. (Video: Reuters )

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US-Vorwahlen: Die Republikaner im Rennen

US-Vorwahlen: Die Republikaner im Rennen
Wirklich gefährlich kann Mitt Romney wohl niemand mehr werden. Rick Santorum ist aus dem Rennen ausgestiegen und Newt Gingrich und Ron Paul sind weit abgeschlagen.

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Bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat ein Aussenseiter triumphiert. Der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, siegte in den US-Staaten Minnesota und Colorado. Zuvor entschied der erzkonservative Katholik bereits die Abstimmung in Missouri für sich. Dort war das Ergebnis allerdings nicht bindend, die Delegierten für den Parteitag der Republikaner werden erst im kommenden Monat bei einem sogenannten Caucus bestimmt. «Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge», rief Santorum seinen Anhängern am Abend zu. Mit seinem dreifachen Sieg setzte der Aussenseiter den Favoriten Mitt Romney unter Druck.

Erzkonservative Republikaner beäugen den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts nach wie vor mit Argwohn, weil er früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten vertrat. Santorum präsentiert sich dagegen als Hardliner. Zuletzt hatte Romney die Vorwahlen in dem bevölkerungsreichen Staat Florida gewonnen.

Für Santorum waren die Siege die ersten, seitdem er sich Anfang Januar in Iowa mit nur wenigen Stimmen Vorsprung durchgesetzt hatte. In Colorado erklärte der örtliche Parteivorsitzende Ryan Call Santorum zum Sieger der Vorwahlen.

«Konservative Alternative»

Nach der Auszählung von 79 Prozent der Wahlbezirke lag der ultrakonservative Kandidat mit 38 Prozent der Stimmen knapp vor Romney mit 35 Prozent. Bei seiner Siegesrede richtete sich Santorum allerdings nicht gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Romney, sondern gegen US-Präsident Barack Obama.

«Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama», rief Santorum. Nach der Auszählung von 83 Prozent der Wahlbezirke in Minnesota erhielt Santorum 45 Prozent der Stimmen, der texanische Abgeordnete Ron Paul 27 Prozent, Romney 17 Prozent und der ehemalige Präsident des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, elf Prozent.

In Missouri konnte sich Santorum sogar mit 55 Prozent der Stimmen gegen Romney durchsetzen, auf den 25 Prozent entfielen. Sein Sieg in Minnesota brachte Santorum weitere 13 Delegierte für den Parteitag der Republikaner im August ein, auf dem der Präsidentschaftskandidat der Republikaner bestimmt wird.

Romney gratulierte

Mit seinen drei Siegen hat Santorum auf jeden Fall Newt Gingrich den Rang als aussichtsreichster Romney-Rivale streitig gemacht. Romney gratulierte seinem Rivalen in einer Rede in Denver zu der «guten Nacht». Seine Veranstaltung zum Ende des Wahltages wurde von einer Sprayer-Attacke überschattet: Ein junger Mann sprühte dem Kandidaten Glitter ins Gesicht, er wurde vom Secret Service überwältigt.

Derzeit verfügt Romney über 101 Delegierte, Gingrich über 32, Santorum über 30 und Paul über 9. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat sind die Stimmen von 1144 Delegierten notwendig. Romney stellte sich bei seiner Rede in Denver als Aussenseiter des Systems Washington dar.

Als Einziger habe er niemals im Politikbetrieb der Hauptstadt gearbeitet, sondern habe vor allem in der privaten Wirtschaft Erfahrung gesammelt. Romney griff US-Präsident Obama an und kritisierte die Bilanz seiner Wirtschaftspolitik. (kpn/dapd)

Erstellt: 08.02.2012, 07:29 Uhr

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35 Kommentare

Stefan Schneider

08.02.2012, 08:42 Uhr
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Für die USA als Land und Gesellschaft ist es gut, wenn sich die Kandidaten der Republikaner möglichst lange möglichst hart gegenseitig "aufs Dach" geben und schonungslos die Schwächen der jeweiligen internen Gegner offenlegen. Auf diese Weise prägt es sich hoffentlich dem noch so dümmsten US-Wähler im Hirn ein, was für ein erbärmlicher Haufen diese Rechts- bis Rechtsaussenkandidaten darstellen. Antworten


Thomas Haller

08.02.2012, 07:02 Uhr
Melden 65 Empfehlung

Wie war das nochmal? G.W.Busch brachte das Land in den Ruin, unter anderem durch unnötige Kriege! Obama hatte wahrscheinlich den schwersten Job von sämtlichen bisher amtierenden Präsidenten in den USA. In vier Jahren kann ein solcher Scherbenhaufen nicht aufgeräumt werden.Wenn die Amis nun wieder einen Republikaner ranlassen,dann haben sie nichts, gar nichts gelernt! Antworten



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