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Populistisches Plädoyer für eine zweite Amtszeit
Mehr Fairness, weniger soziale Ungleichheit: Mit seiner Rede zur Lage der Nation gab Barack Obama eine Vorschau auf einen populistisch angehauchten Wahlkampf – ein Kommentar. Mehr...
Von Martin Kilian, Washington.
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81 Kommentare
Aha, Fairness und soziale Gerechtigkeit sind rein "populistische Anliegen". Nicht ernstzunehmende Anliegen? Eine faire Gesellschaft ein Witz? Langsam reicht es dem Volk . Bald kommt der Ruf : "Auf die Barrikaden Freunde. Zur Hölle mit den korrupten Finanz Banditen! Antworten
Die State of the Union Address war überhaupt kein populistisches Plädoyer. Populismus als Konzept ist explizit anti-elitär und bezieht Stellung für das als einheitlich gesehene Volk und gegen solche, welche nicht in dieses Konzept passen. Das war nun wirklich nicht der Fall in Obamas Rede. Bezug zu nehmen zu den Wählern ist nicht populistisch, Populismus ist Demagogie, nein, es ist demokratisch. Antworten
Mit seiner Rede musste Barack Obama "unten" Mut machen und den Glauben an eine Korrektur der Verhältnisse wieder ankurbeln und "oben" den Übermut dämpfen und die empörenden Verhältnisse beim Namen nennen. Die republikanischen Klassenkämpfer wollen diese klaren Worte zwar vernebeln, ihr Wahlkampf zeigt aber mit aller unfreiwilligen Deutlichkeit, dass Kapitalismus und Moral nicht zusammenpassen. Antworten
Obama passt eigentlich ganz gut zur Nation der unbegrenzten Scheinheiligkeiten und Doppelmoral: Er faselt von Gerechtigkeit und Fairness, macht aber in Taten und im Handeln genau das Gegenteil, neuestes Beispiel das Laufenlassen von US-Kriegsverechern von heute. Wallstreet, Afghanistan, Guantanamo, Anti-Terrorgesetz und und - nichts hat sich geändert, vieles ist genau wie zu Bushs Zeiten. Antworten
Wer hat die strengeren Bankenregulierungen abgeschossen die Obama wollte? Das ist passiert, weil die Finanzlobby zu viel Einfluss hat. Und was andere Vorlagen betrifft, die er eingebracht wird, so ist es in den USA so, dass selbst eine Minderheit im Kongress und Senat Gesetze blockieren kann. Wenn sich die Republikaner querstellen wie in den meisten Fällen geht gar nichts.
Weil die Republikaner die an allem schuld sind ihn in Allem abblocken. Sorry.
Obamas Rede war durchaus gemässigt. Er hat die Schuld am blockierten Kongress an die korrekte Adresse gewiesen, aber trotzdem einen konzilianten Ton gefunden. Statt polulistisch könnte man sein Programm auch common sense nennen, und den Klassenkampf gegen Mittelstand und Gewerkschaften betreiben die Republikaner schon seit langem. Es ist Zeit, die Demokraten zu populären Massnahmen zu zwingen! Antworten
Ein schönes Beispiel, wo Umverteilung nicht funktioniert, ist unser Krankenkassensystem: Erst seit Einführung des Obligatoriums sind die Prämien richtig explodiert. Weil das ein grosser Selbstbedienungsladen ist, wo jeder die Kosten auf die anderen abwälzen kann, ist auch weiter mit einer ungebremsten Kostenexplosion zu rechnen. Ich begreife, dass die Amis lieber auf solche Experimente verzichten. Antworten
Krankenkassenprämien sind primär deshalb explodiert, weil unser Gesundheitssystem so gut ist, und die Leute länger leben. Das führt im Alter zu enormen Mehrkosten, die dieses "explodierende" System tragen muss. Besser zuerst recherchieren...
@Rene Wetter: Ok, "Umverteilung" von den Gesunden zu den Kranken zählt nicht: das ist der grundsätzliche Nutzen jeder Versicherung überhaupt! Wenn man den Gesundheitszustand ausklammert zahlt aber der Pensionär doch durchaus mehr als der Junge - also tatsächlich ein weiterer Punkt wo die Kopfprämie nicht ganz einheitlich gilt!
@Bockemühl: Natürlich gibts eine Umverteilung: Z.B. om Jungen mit geringen Einkommen zum reichen Pensionär.
@Meier: Es stimmt nicht, dass die KK Prämien jetzt in den USA günstig sind, als ich dort erzählte, was ich bezahlen, sagten die, dass wir es gut haben.
In den USA ist KK meist ein Fringe Benefit beim Job. Ist der Job weg ist auch die KK weg
Die SUVA kann auch beigezogen werden. Sehr moderate Prämien und tolle Leistungen und das seit Jahren gleichbleibend. Die SUVA kommt dem Modell der Einheits-KK sehr nahe: auch sie in Staatshänden und auch sie geniesst ein "Fastmonopol".
@E. Meyer: Sie scheinen meinen Kommentar missverstanden zu haben. Medicare und VHA sind keine Theorie sondern existierende Systeme, die seit Jahr(zehnt)en im Betrieb sind. Dies bebeutet, dass man die realen Ergebnisse miteinander vergleichen kann! Das ist ja das Tolle an der neoliberalen trickle-down Ideologie: sie ist seit 30 Jahren in Betrieb, und man weiss daher, dass sie nicht funktioniert!
@ R. Sommerer: Woher wollen Sie wissen, was die Einheitskasse theoretisch kosten würde, wo es sie gar nicht gibt ? Sobald es keine Konkurrenz mehr gibt, sind wir der ausufernden Staatbürokratie mit ihren Speckgürteln ausgeliefert. Siehe SBB, wo die Kostenexplosion ebenfalls weit über der allgemeinen Teuerung liegt.
Das CH-Krankenkassensystem soll ja gerade KEINE Umverteilung bewirken! Siehe Kopfprämie anstatt einkommensabhängig (z.B. via Steuern). Höchstens von den Städten in die Agglos (seltsame regionale Prämienunterschiede...) Klar wird's dann für "Normalverdiener" ziemlich teuer! Nächster Schritt in dieser Logik: Grundversicherung auf absolutes Überlebensminimum abspecken... Es lebe der "freie Markt"!
Andererseits ist die Kostensteigerung bei Medicare (Einheitskasse) nur ca. halb so gross, wie bei den privaten Versicherungen. Und das günstigste und qualitativ beste Gesundheitssystem in den USA ist die Veterans Health Administration, ein sozialisiertes System für Kriegsvesehrte (Staat betreibt Spitäler und bezahlt). Diese Tatsache würde einen Weg weisen, aber leider steht die Ideologie im Weg.
Es ist völlig egal wer Präsident ist, seit Jahrzehnten wechseln sich Reps und Demokraten immer schön ab und es bleibt immer alles beim alten. Regieren tut immer das globalisierte internationale Kapital. Der Durchschnittsbürger wird immer ein Galeerenhäftling und Kapitalknecht bleiben; daneben ebnet das gut dotierte Militär dem amerikanischen Kapital so gut wie möglich den Weg; also: Feudalsystem. Antworten
Damit sich in den USA wirklich etwas ändert, müsste erst einmal das ganze politische System von Korruption und Vetternwirtschaft gesäubert werden. Derzeit sind die Interessensvertretungen zu mächtig in Washington und jeglicher Versuch, den Status quo zu ändern ist zum Scheitern verurteilt, so lange Bundesgerichtsentscheidungen wie 'Citizens United' aufrecht erhalten werden. Eine Bananenrepublik. Antworten
Wer in Obama eine Art Retter sah und sich nun enttaeuscht ist, war sich nicht bewusst wie gross der von Bush angerichtete Schaden war und wie gering der effektive Einfluss des Praesidenten ist. Politik muss vom Senat und vom "House" unterstuetzt und umgesetzt werden wo er keine Mehrheiten hat. Was er will ist nicht Kommunismus, sondern ein fairer guter Kapitalismus (siehe Milton Friedman) Antworten
@Stadelmann: Dann nennen Sie mir bitte den Namen eines einzigen Beraters/Kabinettsmitglied aus Obamas Finanz-Team welches NICHT aus dem Wallstreet-Klüngel stammt! Clinton hatte wenigstens ein gemischtes Team, wo auch Ökonomen dabei waren die nicht aus dem Bankenumfeld stammen, wie z.B. Reich und Stiglitz.
@ Badertscher: Auch hier-- der Präsident hat freie Hand bei der Wahl des Kabinetts, aber Obama musste das von Bush übernehmen?? Man findet immer einen Grund, um die Unfähigkeit Obamas schön zu reden. Er hatte in der Zwischenzeit auch mal die Mehrheit im Parlament und nichts daraus gemacht. A lame duck is a lame duck.
Das stimmt. Nur verstehe ich nicht genau was Sie damit aussagen wollen Frau Badertscher. Ich bin mir sicher Obama hat sein Kabinett so zusammengestellt wie es ihm passte. Und das man nicht gleich ALLE Mitglieder austauscht halte ich übrigens nur für sinnvoll. Aber unabhängig von dem Kabinett wird die Politik sowieso im Senat gemacht und sonst nirgends.
Bei der Auswahl seines Kabinetts hat der U.S. Präsident praktisch freie Hand (sofern er sich nicht kaufen lässt...). Wenn dieser die Wallstreet-Pyromanen-Truppe seines Vorgängers praktisch 1:1 von übernimmt, ist ziemlich offensichtlich, dass seinen schönen Worte keine Taten folgen werden und die Politik im selben Stil weitergeführt wird...
Wenn der Einfluss des Präsidenten so gering ist, wieso ist dann Bush immer an allem Schuld? Hat er mehr Einfluss gehabt als Obama? Wie auch immer. Es ist sicher, dass Obama keinerlei Führung übernommen hat. A lame duck from day one.
Der Kommunismus hat nicht funktioniert, aber einen Vorteil hat er gehabt: Der Kapitalismus wurde bis zu einem gewissen Grad gezwungen, sozialistische Konzepte zu übernehmen. Das fehlt heute ein wenig. In meinem Verständnis wären Kapitalismus und Sozialismus zwei Organe des selben Staaten-Körpers, welche beide ihren Platz brauchen. Die Reinform beider Theorien ist unmöglich. Antworten
Tut mir leid Herr Sommerer, aber ich nin absolut nicht ihrer Meinung. Es sind die SP, Grüne und SVP die den Mittelstand mit ihren gefährlichen und extremen Experimenten gefärden. Die FDP ist (leider, da ich eigentlich ein FDP Wähler bin) eine Mitläuferin der eine starke Führung und Ideale fehlen. Wie auch immer, alles auf die Rechtsparteien abzuschieben, was sie ja taten, ist absolut falsch.
Stimmt, was vor allem nicht funktioniert hat, war die Polarisierung der Welt, welche m.E. vor allem durch das Kriegstrauma entstanden ist. Beide Seiten haben den Grossteil ihrer Budgets in die Rüstung gesteckt, die eine Seite ist daran gescheitert, die andere weniger schön geworden.
Richtig! Und zwar am besten so dass der Kommunismus/Sozialismus woanders ist und nicht bei uns: Das baut die nötige "Drohkulisse" auf! ;-) Leider ist das halt doch ein wenig zu sehr auf Kosten anderer um es wirklich wünschen zu können...
Good point! Man könnte sogar sagen, der Kommunismus habe durchaus funktioniert: er hat den Kapitalismus dazu "inspiriert", den Mittelstand zu erfinden. Nachdem es nun aber den Kommunismus nicht mehr gibt, ist es auch nicht mehr notwendig, ein faires System zu haben, und konsequenterweise wird der Mittelstand nun wieder demontiert. Republikaner (USA) bzw. FDP/SVP und Economiesuisse (CH) sei Dank!
Sozial eingestellte Politiker posaunen immer wieder "weniger soziale Ungleichheit". In Tat und Wahrheit geht des aber den meisten, vor allem auch in der Schweiz, darum, die eigenen Taschen in einem extrem ausgeprägten und ineffizienten Sozialwesen füllen zu können. Der freie Markt, abgesehen vom Bankensystem, das mehr reguliert werden müsst, ist immer noch das fairste und effizienteste Modell. Antworten
Da geht aber etwas durcheinander: Das mit dem "Taschen füllen" sind die einen, und in die Sozialhilfe abgedrängt werden die anderen! Ich kenne eigentlich niemanden der durch Sozialhilfe, IV, Arbeitslosengeld etc. zum Milliardär geworden wäre! Die Propaganda der Milliardärspartei für's "einfache Volch" trägt seltsame Früchte... ;-)
Was kann man von einem 2 Parteiensystem denn anderes erwarten als Polarisierung - oder wie im Titel ausgedrückt "Populismus"? Der Begriff "class warefare" ist aus meiner Sicht viel schlimmer; die USA - und andere Nationen - werden über kurz oder lang mit massiven sozialen Unruhen zu rechnen haben; das wird nichts anderes als Klassenkampf sein. Antworten
"Mehr wirtschaftliche Fairness, weniger soziale Ungleichheit" - in welcher Utopie lebt dieser Obama eigentlich?? Tönt ja alles schön und gut - was jedoch die Umsetzung angeht, sieht das Ganze doch etwas komplexer aus (45 Mio Amerikaner leben durch "Foodstamps" etc). Antworten
Absolut! Wir haben ja gesehen, wie mit der sozialen Unrast umgegangen wird (brutales Zusammenschlagen von friedlichen Wall-Street-Demonstranten etc) - so viel zu Fairness :)...
45 Mio. leben von Foodstamps und noch schlimmer 15% der Bürger leiden Hunger !!! Tendenz steigend, während es sich die Hochfinanz sehr gut gehen lässt und keiner Steuern bezahlen will, wenn das mal auf die Länge nur gut geht... da ist wohl soziale Unrast programmiert und dann wird es sehr, sehr unangenehm für manche der Wallstreet "Grössen"....
Obama war die reinste Enttäuschung! Er ist der Inbegriff einer leeren Worthülse und ohne Teleprompter ist er verloren. Was hat er uns allen versprochen vor seiner Wahl? Und was hat er bewirkt? Er ist die Fortführung seines Vorgängers. Ich hatte viele Hoffnungen in Obama, sah ihn als eine Art Retter. Ich habe jedoch eingesehen, dass es keine Rolle spielt wer das Zepter in der Hand hat. Antworten
Gute Einsicht, Hr. Bachmann. Man soll in der Politik niemals einen Retter suchen. Umso grösser dann die Enttäuschung. Und was gerne ausgeblendet wird: Der Präsident eines demokrat. Staates ist kein Diktator. Er hat nicht nur seine Berater um sich, sondern eine Legislative, deren Mehrheit u.U. der polit. Gegner hat, und eine Judikative. Zudem ist er der Präsi des ganzen Volkes. "Sachzwänge" nennt m
Naja, in den USA halten eben andere Kräfte (Lobbyisten, Reps etc) die Fäden in der Hand...deshalb konnte man bereits zu Beginn seiner Amtszeit ahnen, dass sich in Bezug auf gewisse Dinge (Reichenbesteuerung, Rüstungsindustrie...) nichts Grosses verändern wird. Und jetzt, während dem Wahlkampf, muss er natürlich schöne Reden halten bzw sagen, was der Durschschnittswähler gerne hören möchte.
Ich staune nur, wie auch Leute hierzulande das Geschwätz über «Kommunismus» etc., das in den USA von den äussersten Rechten herkommt, unbedarft nachplappern. B. Obama mag seine flaws haben, aber man stelle sich vor, jemanden wie Newt Gingrich an der Spitze der (immer noch) wichtigsten Weltmacht! Antworten
Was viele nicht verstehen ist, dass Gingrich, Obama oder Romney sich nur im Stil unterscheiden, ansonsten aber für das selbe kapitalistische System stehen. Präsident Oblabla ist eben ein guter Rheotoriker, der die Leute um den Finger wickeln kann, aber Sozialist oder gar Kommunist ist er ganz bestimmt nicht - das ergibt sich schon aus seiner Politik, die sich nicht von der GWBs unterscheidet.
Obwohl die USA längst eine konstitutionelle Demokratie sind (d.h. das Land wird von der multinationalen Finanzindustrie regiert, während der Präsident nur noch repräsentative Aufgaben wahrnimmt, wie z.B. die Queen), hat Obama das Volk mit seiner Change-Campagne massiv irregeführt. Dafür wurde er von der Wallstreet-Regierung (Republikanern) bitter mit einer Blockade abgestraft. Jetzt muss er gehen. Antworten
Der erste Teil ihrer Aussage stimmt teilweise. Aber ihre Schlussfolgerund, nämlich das Obama gehen muss, die verstehe ich nicht. Obama hat das Volk nicht absichtlich in die Irre geführt wie sie ihm unterstellen. Er ist im Gegenteil von der Gegenseite ebenfalls in die Irre geführt worden. Und nun wird er den Kampf mit härteren Bandagen führen. Obama for President, wenns einer schafft, dann er...
( Der National Defense Authorization Act [H.R. 1540] ist Obamas "Neujahrsgeschenk" für
das Volk der USA. Von Michel Chossudovsky ) Immer wenn Wahlen anstehen werden grosse Sprüche geklopft. Egentlich ziemlich egal, wer gewählt wird. Die Fäden werden im Senat etc. und im Hintergrund gezogen. Politik, die grosse Schaubühne.
Antworten
Obama hat Glück im Unglück, die Republikaner erweisen sich einmal mehr als "Nieten" und werden wohl kaum einen ernstzunehmenden Kandidaten nominieren. Dass die Altlasten von Bush grösser als vermutet sind und Politik in den USA nach den Regeln der Wall Street gemacht wird, musste Obama dagagen offenbar erst lernen, er hat Grossteile seines früheren Idealismus leider über Bord werfen müssen. Antworten
Leere Worte! Obama hatte die Möglichkeit die Bush Tax-Cuts für die Reichen auslaufen zu lassen, hat sie aber verlängert. Er hat mit dem Motto "Change" die Wahl gewonnen, aber dann trotzdem Wall-Street Banker in sein Kabinet berufen. Egal wer ins weisse Haus gewählt wird, verändern wird sich nichts. Die USA zeigt bereits heute wo jede repräsentative Demokratie im Kapitalismus enden wird. Antworten
Als Ex-Obama Fan muss ich ihnen leider 100% Recht geben. Er hat sich ja nicht mal die Mühe genommen, auch nur den Anschein zu erwecken, gegen diese Tax-Cut Verlängerung kämpfen. Sein Finanzmisterium gleicht, genau wie bei seinem Vorgänger, einem Ableger von Goldman Sachs, JP Morgan + Co.
herr kehl >> Leere Worte! Obama hatte die Möglichkeit die Bush Tax-Cuts für die Reichen auslaufen zu lassen, hat sie aber verlängert. >> dazu wurde er von der teaparty-bewegung und repulikanern erpresst >... Demokratie im Kapitalismus enden wird. ... auch die CH-demokratie wir durch geld aus der obersten liga ausgehebelt >> propaganda-maschinerie der geldsacklobbyisten / politiker-"beratung"
Der Kommunismus ist in Osteuropa zusammengebrochen, erhebt sich aber im Westen neu unter süffigen Schlagwörtern wie "faire Gesellschaft", "soziale Gerechtigkeit" usw. Geld ist angeblich genug da für einen aufgeblähten Reglementiererstaat und Verschwendung im sozialen Bereich: Man muss es nur den Reichen wegnehmen. Das sicherste Rezept um eine Gesellschaft zugrunde zu richten. Antworten
ich hoffe nur das Sie nie nötig haben Sozialleistungen zu beanspruchen.
@ Erich Meier - wow! Ihre Interpretation hier ist ziemlich schwarz und weiss - was die meisten Leute in den USA wollen ist nicht der von Ihnen beschriebene Kommunismus, sondern guter und fairer Kapitalismus. Bereits Milton Friedman hat von gutem und schlechtem Katipalismus gesprochen.
So, so Herr Meier. Sie geben damit zu, dass eine faire Gesellschaft oder soziale Gerechtigkeit im Kapitalismus nicht möglich ist. Wie sonst könnten Sie solche Dinge - die im jeder Demokratie normal sind oder sein sollten - dem Kommunismus zu schreiben. Wissen Sie was: Sie haben absolut recht. Fairness oder soziale Gerechtigkeit sind im Kapitalismus nicht möglich.
Wer bei Obama von Kommunismus redet oder dröge Tea Party Parolen von sich gibt (gell Herr Bauer) disqualifiziert sich gleich selbst.
Hat Glenn Beck tatsächlich einen solchen Nachhall - und das in der Schweiz?!
Auch der Kommunismus hat sich auf Gerechtigkeit berufen. Wir alle wissen, wie dieses Experiment ausgegangen ist. Staatliche Umverteilung funktioniert nur mit Zwang, der in letzter Konsequenz zu Machtmissbrauch, Mangelwirtschaft und Gewalt führt. Schon vor Jahrzehnten fand der Kommunismus nur dort Zulauf, wo er nicht herrschte.
Das Einfordern von Fairness ist also bereits Kommunismus? Die extremen Differenzen der Einkommen, der Abstieg des Mittelstandes, die steuerfreien Einkommen der Reichsten darf man nicht erwähnen? Die Gesellschaft wird zugrunde gerichtet wenn die Reichen und Mächtigen statt von Vernunft von Gier getrieben werden und für die Gesellschaft nur Verachtung ("aufgebläht", Regelemntiererei..) übrig haben.
Dummes Tea-Party Geschwätz! Tatsache ist dass sich in den USA eine schmale Schicht herausgebildet hat die einen immer grösseren Teil des verfügbaren Einkommens u. Vermögens beansprucht! Dem grossen Rest bleibt immer weniger. Gut, versucht da Obama Gegensteuer zu geben! Sozialer Ausgleich ist gut für die Wirtschaft. Sonst verkommen die USA endgültig zu einem Feudalstaat. Von Kommunismus keine Rede!
Falls hier jetzt irgend jemand auf die Idee kommen sollte, auf die "bösen Reichen, die keine Steuern zahlen" zu schimpfen, dann soll er sich zuerst einmal über die Realität erkundigen. Ich bin sehr gut verdienend, habe einen fähigen Treuhänder, wohne in einer steuergünstigen Gemeinde und bezahle trotzdem insgeamt ca. 35-40% meines Einkommens an Steuern, AHV, Abgaben etc. Antworten
Danke für die Antworten, die erwartungsgemäss nicht auf meine zentrale Bemerkung eingegangen sind. Mir geht es nicht um "Mitleid" sondern nur darum, dass der ständig vorgebrachte Vorwurf "die Besserverdienenden würden keine Steuern bezahlen" eine fiese Unterstellung ist. Und übrigens, meinen Berufsweg hätten die meisten hier - mit sehr viel Fleiss und etwas Risikobereitschaft - auch gehen können.
In diesem Artikel geht es auch nicht um gutverdienende Schweizer.
35 % Steuern auf das Einkommen bezahlen in Amerika auch Mittelständige (diese Zahl meine ich zumindest letzthin in einem Artikel gelesen zu haben) , während die Millionäre Steuersätze von 15 -20 % (!!) bezahlen.
Und das ist meiner Meinung nach ein Skandal, betrachtet man die sonstige Steuer-Gier der Amerikaner!
Gut so. Danke für Ihren Beitrag (sowohl steuerlich, wie auch hier in den Kommentaren) und machen Sie weiter so.
Ich bezahle auch AHV, Pensionskasse, Abgaben usw. Dazu kommen die Steuern. Das summiert sich dann auch auf 35-40% meines (bescheidenen) Einkommens. Ein Teil davon ist Steuern für die Allgemeinheit (Polizei, Verwaltung, Sicherheit, Politik usw.). Da sitzen wir doch im selben Boot. Dass Sie als sehr gut Verdienender prozentual ein mehr Steuern bezahlen, ist doch voll OK.
gut möglich. aber von den 500'000die sie verdienen bleiben Ihnen 300'000 zum leben. ich verdiene 70'000 und davon bleiben 65'000 zum leben. arbeite aber bestimmt nicht weniger stunden als sie und habe bestimmt nicht weniger druck und bin auch menschlich nicht weniger wert und meine familie auch nicht. warum soll es Ihnen also soo viel beser gehen als mir?anstand..auch im wirtschaftlichen umfeld..
herr scherrer >> sie werden bald noch viel mehr zahlen müssen, damit der staat sie gegen den "roten" mobb >> der für eine gerechte verteilung auf die strasse geht, schützen kann >>>> es ist 5 vor 12
Aha, sie wohnen also in den USA. Hier geht es einmal nicht um die Schweiz. Oder habe ich etwas falsch gelesen? Soll denn eine Verkäuferin mit guten 3000 Fr. Einkommen Ihrer Meinung nach auch 30% bezahlen und dabei verhungern. Man muss es da nehmen, wo es nicht weh tut, oder?
Au weh, Sie armer gebeutelter Mensch, wo ist das Problem ... mit AHV, Steuern, Krankenkasse bezahle ich das auch. Nur haben Sie die Möglichkeit Vermögen anzusparen, auf das Sie dann fast nichts abdrücken, während ich schauen kann, wie ich mir die Miete noch leisten kann, weil immer mehr Ihresgleichen die Mieten hochtreibt ... dann verdienen Sie halt weniger, wenn es Sie so sehr reut.
Na immerhin das kann er. Die Kandidaten der Reps sind selbst für das zu Blöde..........
"Patriotismus" hat noch immer jede Förderung der Reichen zu vertuschen vermocht. Zudem sind die innenpolitischen Probleme der USA so gravierend, dass aussenpolitische "Gefahren" sozusagen automatisch herbeigeredet werden. (s.Bush, Israel). Das bewahrt Regierungen vor der mühsamen Arbeit, im Land selber Ordnung zu schaffen. Die USA erinnern mich an Griechenland - bloss in einer anderen Dimension. Antworten
@Ralf Schrader: Kein besonders qualifizierter Kommentar. Politik lebt weltweit von Symbolik. Das ist auch in der Schweiz nicht anders. Was Jesus damit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Da spielen wohl in Ihrem Kommentar wieder mal simple antiamerikanische Reflexe. Vielleicht lohnte es sich, erst mal nachzudenken, bevor man einen Kommentar verfasst. Antworten
Da bin ich altmodisch: Politik sei vollständig emotionslos, dafür intellektuell, sprich philosophisch hinterlegt. Ein dauergescheiterter Möchtegern, der statt Politik heile Familie mit Frau, Kindern und Symbolen vor der Kamera posiert, ist für mich das Allerletzte. So etwas haben wir in der Schweiz zum Glück noch nicht und ich habe auch nicht das geringste Interesse an amerikanischen Verhältnissen
'Debbie Bosanek, der ein Ehrenplatz neben Michelle Obama zugewiesen worden war'
Ein Symbol neben einem Symbol. Was ist das für ein armseliges Volk, dass sich von diesem Politkitsch vereinnahmen lässt. Das will die Führungsmacht der Welt sein. Nein danke.
Die sollten noch 13 Stühle für Jesus und seine Jünger reservieren.
Antworten
Ich habe die ganze Rede gehört und gesehen. Bravo Obama! Nieder mit den Republikaner-Profiteuren! Die haben bloss zwei Programmpunkte: 1. Weg mit Obama! 2. Wir wollen noch mehr Steuergeschenke! Das stinkt alles zum Himmel, ist intellektuell äusserst bescheiden und zudem moralisch verwerflich. Wenn Tea Party und Konsorten zu mauern aufhören, kann Obama Amerika aus dem Tief hinaussteuern. Wetten? Antworten
Die Republikaner gaukeln doch nur vor, als wollten sie Obama weg haben! Darum stellen sie solche Idioten auf. Dieser charismatische Republikaner im Demokratenkleid war gezielt platziertes Hopium, um das Stimm- u. Steuervieh ruhigzustellen. Dass nach wie vor die selbe Finanzmafia Obamas Kabinett dominiert und weiterhin die Fäden zieht, dämmerte den Zugedröhnten erst beim Aufwachen aus dem Rausch...
quote: Nieder mit den Republikaner-Profiteuren!....da stimme ich Ihnen überein, aber Gegenfrage:
"wer wird davon am meisten profitieren?"
a) Replukianer
b) Demokraten
c) untere bis Mittelschicht
oder
d) die Reichen (Republ. und Demok eingeschlossen) ?
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