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Obama reagiert auf die Steilvorlage
Aktualisiert am 19.09.2012 39 Kommentare
«Man repräsentiert das ganze Land»: Barack Obama in der populären «Late Show». (18. September 2012)
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US-Präsident Barack Obama hat die Steilvorlage seiner Herausforderers Mitt Romney dankbar angenommen: Der Präsident müsse für alle Amerikaner da sein und nicht nur für wenige auserwählte, sagte Obama gestern Abend im US-Fernsehen. Er reagierte damit auf ein Video, in dem Romney vor Spendern rund die Hälfte der US-Bürger in die Nähe von Sozialschmarotzern gerückt hatte, die Ansprüche an die Regierung stellten. Romney hatte hinzugefügt, es sei nicht seine Aufgabe, sich um diese Menschen zu kümmern. Hinter der Veröffentlichung des Videos stand der Enkel von Ex-Präsident Jimmy Carter.
«Eine Sache, die ich als Präsident gelernt habe, ist, dass man das ganze Land repräsentiert», sagte Obama bei Talkmaster David Letterman. Er wies die Einschätzung Romneys zurück und erklärte, es gebe nur wenige Menschen in den USA, die sich als Opfer betrachteten. Die Wähler wollten nur sicherstellen, dass der Präsident nicht grosse Teile des Landes einfach abschreibe.
Diskussion bei den Republikanern
Romney bemühte sich unterdessen, seine Kommentare als Beweis für die fundamentalen Unterschiede zu Obama darzustellen. Der Herausforderer sagte dem Fernsehsender Fox, er habe keine Wähler abschreiben wollen. Er werde keine Stimmen von Menschen erhalten, die glaubten, dass die Regierung Wohlstand umverteilen müsse. Daran glaube Obama jedoch, erklärte er.
In den Reihen der Republikaner wurden die Kommentare des Herausforderers diskutiert. Zwei Senatoren distanzierten sich öffentlich von Romneys Äusserungen, während andere offen fragten, welche Auswirkungen die Kontroverse auf die Siegchancen bei der Präsidentschaftswahl im November haben werde.
(kle/dapd)
Erstellt: 19.09.2012, 09:10 Uhr
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39 Kommentare
Romney's Aussage lässt tief blicken. Mit dieser Aussage hat er sich defacto unwählbar gemacht. Ich bin auch gegen einen ausufernden Sozialstaat und für eine liberale Gesellschaft. Dass heisst aber nicht, dass alle, die Hilfe benötigen, Schmarotzer sind. Die Aufgabe des Staates ist es, denen zu helfen, die sich nicht selber helfen KOENNEN. Die, die nicht wollen, die verdienen keine Hilfe. Antworten
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