Ausland
Obama, George Clooney und die Homo-Ehen
Biden entschuldigt sich bei Obama
US-Vizepräsident Joe Biden hat sich bei Präsident Barack Obama für sein Vorpreschen in der Frage einer Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen entschuldigt. Ein Gewährsmann teilte am Donnerstag mit, Biden habe im Gespräch mit Obama sein Bedauern und seine Reue darüber ausgedrückt, mit seiner öffentlichen Unterstützung für die Homo-Ehe dem Präsidenten zuvorgekommen zu sein.
Am Sonntag hatte Biden in einem Fernsehinterview erklärt, sich «absolut wohl» dabei zu fühlen, wenn schwule Paare heirateten. In einem ABC-Interview vom Mittwoch sprach sich dann Obama als erster US-Präsident für eine Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen aus. (dapd)
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US-Präsident Barack Obama hat sein Eintreten für gleichgeschlechtliche Ehen bei einem Treffen mit einflussreichen Spendern in Hollywood verteidigt. Seine Haltung in dieser Frage sei eine logische Folge davon, wo Amerika nach seiner Auffassung stehen sollte, sagte er gestern Abend im Haus von Schauspieler George Clooney im Vorort Studio City bei Los Angeles. Ferner veranschauliche das Thema, wie sehr sich die Visionen unterschieden, die ihm selbst und den Republikanern für das Land vorschwebten.
An der Veranstaltung hat Obama auch prominente Unterstützung für seine Wiederwahl erhalten. Er traf am Abend in der Villa von Hollywoodstar Clooney in Los Angeles ein, um mit rund 150 weiteren illustren Gästen an einem Dinner zu seinen finanziellen Gunsten teilzunehmen. Diese liessen sich das Stelldichein pro Kopf 40'000 Euro kosten.
Prominente Gäste bei Clooney
Weniger betuchte Fans konnten auf der Internetseite «Obama, Clooney and You» drei Dollar spenden und mit etwas Glück auch einen Platz gewinnen. Die beiden Siegerinnen kamen aus New Jersey und Florida. Insgesamt spülte der Abend eine Rekordsumme von fast 15 Millionen Dollar in Obamas Wahlkampfkasse.
Zu den Gästen des Dinner-mit-Barack gehörten unter anderem Barbra Streisand, Robert Downey Jr., Jack Black, Billy Crystal, Salma Hayek und Tobey Maguire sowie die Modemacherin Diane von Furstenberg. Vor seinen grosszügigen Spendern scherzte Obama, das ganze Geld sei nur zusammengekommen, «weil alle Welt George liebt».
Stars goutieren Obamas Bekenntnis
Hollywoods Stars spenden traditionell eher für Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. Medienberichten zufolge aber fremdelte Tinseltown bislang ein bisschen mit dem jetzigen Amtsinhaber: Demnach fühlt es sich von Barack Obama nicht genügend geliebt und umworben.
Mit Obamas Entscheidung, sich als erster Präsident offen für die Homo-Ehe auszusprechen, änderte sich das Verhältnis jedoch schlagartig. Zumindest in Hollywood erntete Obama für seinen wahlkampfstrategisch riskanten Schritt viel Lob und Zustimmung. Der Präsident stellt sich am 6. November zur Wiederwahl. (fko/dapd/sda)
Erstellt: 11.05.2012, 09:37 Uhr
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