«Mitt ist tough, er ist smart, er ist clever»
Aktualisiert am 03.02.2012 14 Kommentare
Überraschende Untersützung: Donald Trump gibt Mitt Romney Rückendeckung. (Video: Reuters )
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Romney liegt vor Nevada vorn
In Nevada finden morgen die nächsten Vorwahlen der Republikaner statt. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge liegt Romney mit 45 Prozent deutlich vor Gingrich, der demnach auf 25 Prozent kommt. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts hat bereits die wichtigen Vorwahlen in Florida am Dienstag klar gewonnen. (afp)
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Mitt Romneys abfällige Bemerkungen gegenüber der untersten US-Gesellschaftsschicht – «ich bin um die Armen nicht besorgt» – bringt den republikanischen Präsidentschaftskandidaten in Bedrängnis.
Sein ärgster Konkurrent Newt Gingrich reagierte prompt auf die Äusserungen des Ex-Gouverneurs. «Ich habe genug von Politikern beider Parteien, die zwischen Amerikanern unterscheiden», sagte Gingrich. Er wolle der Präsident aller US-Bürger sein: «Ich interessiere mich für alle Amerikaner.» Auch Präsident Barack Obama, der seine Wiederwahl vor allem mit der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit erreichen will, dürften die Worte seines möglichen Gegners sehr gelegen kommen.
Romney versuchte später, seine Äusserungen zu relativieren. «Natürlich sorge ich mich um alle Amerikaner», sagte er vor Journalisten. Er wolle sein Augenmerk aber vorrangig auf Familien mit mittlerem Einkommen richten, da diese seiner Ansicht nach am meisten unter der Wirtschaftspolitik von Barack Obama litten. Geäussert hat sich der US-Präsident diesbezüglich noch nicht.
Redehonorar von 374'000 Dollar: «Nicht viel»
In der Vergangenheit geriet Romney bereits mehrmals wegen Äusserungen über finanzielle Belange in Bedrängnis: So bezeichnete er seine Redehonorare in Höhe von 374'000 Dollar als «nicht viel». Dem mittlerweile ausgestiegenen Bewerber Rick Perry bot er in einer TV-Debatte kurzerhand eine Wette mit einem Einsatz von 10'000 Dollar an.
Der Multimillionär war auch in die Kritik geraten, weil er in den vergangenen Jahren auf seine Einkünfte nicht einmal 15 Prozent Steuern gezahlt hatte. Zudem musste er sich gegen Vorwürfe wehren, mit seiner Investmentfirma Bain Capital hohe Profite auf dem Rücken von angeschlagenen Unternehmen und deren Angestellten erzielt zu haben.
Der Auftakt der Vorwahlen in Nevada (Urnengang am Samstag) beginnt mit einer Überraschung: Favorit Romney hat nun auch den Segen des schillernden Immobilienmoguls Donald Trump. «Es ist mir eine Ehre, eine echte Ehre und ein Privileg, Mitt Romney zu unterstützen», sagte Trump in einem seiner Hotels in Las Vegas im Wüstenstaat Nevada.
Hohes Lob von Trump
«Mitt ist tough, er ist smart, er ist clever.» Der Ex-Gouverneur von Massachusetts werde es nicht zulassen, dass «weiter schlechte Dinge in diesem Land passieren, das wir alle lieben». Zudem sei er auch einer der wenigen, die sich getrauen, die fragwürdigen Methoden von China infrage zu stellen.
Romney, der mit seiner Frau zu Trumps Auftritt gekommen war, nahm die Rückendeckung des Milliardärs dankend an. «Es gibt einige Dinge, von denen man sich einfach nicht vorstellen kann, dass sie passieren. Das ist eins davon», sagte Romney. «In Donald Trumps Hotel zu sein und seine Unterstützung zu haben, ist eine Freude.» Nach Trumps Ankündigung, sich wieder in das Nominierungsrennen der Republikaner einzuschalten, hatten US-Medien zunächst spekuliert, dass sich der Geschäftsmann möglicherweise hinter Romneys Rivalen Newt Gingrich stellen könnte.
Unterstützung von Trump nicht zwingend positiv
Ob sich eine Unterstützung von Trump positiv für einen Kandidaten auswirkt, ist jedoch umstritten. Gemäss einer Umfrage glauben 64 Prozent der US-Bürger, dass die Auswirkung neutral – also weder positiv noch negativ – ist, wie CNN berichtet. 20 Prozent der Befragten glauben gar, dass sich die Unterstützung des Medienmoguls negativ auf ein Wahlresultat auswirkt. Nur 13 Prozent glauben, dass es einen positiven Effekt hat.
Trump hatte im Frühjahr 2011 mit der Möglichkeit kokettiert, selbst für die Kandidatur der Republikaner anzutreten. Dabei hatte er eine bizarre Debatte um die Veröffentlichung von Obamas Geburtsurkunde befeuert. Schliesslich nahm er von einer Teilnahme am republikanischen Nominierungsverfahren Abstand, machte danach aber immer wieder Anspielungen, womöglich als unabhängiger Kandidat direkt gegen Präsident Barack Obama anzutreten. (mrs)
Erstellt: 03.02.2012, 12:11 Uhr
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14 Kommentare
Abgesehen davon, dass es letztlich egal sein wird, wer nun der Nächste sein wird, ist doch immer wieder erstaunlich, welche Figuren da als Kandidaten auftauchen. Sie gleichen sich immer mehr der Rolle, die sie gerne spielen möchten: Pausenclowns gleich haben US-Präsidenten für Ablenkung und Unterhaltung zu sorgen, während die wirklich Lenkenden weitermachen wie gehabt. Antworten
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